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Ein junger Mann mit Schutzbrille beim Schweißen. © Lasko Werner, Jobcenter Region Hannover

Ohne Schweiß(en) kein Preis. Yavuz hat sich durch Einsatz die Lehrstelle zum Metallbauer verdient.

Ausbildungsvorbereitung

Chance auf einen Ausbildungsplatz

Versprochen ist versprochen – Ausbildungsvertrag in der Tasche: Region Hannover und Jobcenter bieten besondere Ausbildungsvorbereitung.

Die Initiative "Ausbildungsvorbereitung im Verbund" von Region Hannover und Jobcenter in Kooperation mit lokalen Arbeitgebern bietet Jugendlichen die Chance auf einen Ausbildungsplatz und sichert langfristig Fachkräfte für die Region.

Das Konzept und das Versprechen

Das Konzept: größtmögliche Betriebsnähe, individuelles Coaching und eine Ausbildungsgarantie. Das Versprechen: Wer erfolgreich teilnimmt, hat den Ausbildungsplatz im Betrieb garantiert! Versprochen ist versprochen – 15 Jugendliche haben jetzt den Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Ausbildungsvorbereitung im Verbund 

Bislang haben 22 Jugendliche die "Ausbildungsvorbereitung im Verbund" erfolgreich durchlaufen. Den Ausbildungsvertrag haben 15 Teilnehmer jetzt unterschreiben. Die übrigen sieben haben bereits eine Zusage für den Ausbildungsplatz. Für weitere elf Teilnehmer besteht noch die Chance auf eine Ausbildungsstelle, wenn sie bis Ende August durchhalten.

Chance auf Ausbildungsplatz 

Viele Schulabgänger entsprechen nicht den Erwartungen der Ausbildungsbetriebe: Die Schulnoten sind nicht gut genug oder unentschuldigte Fehlzeiten stehen auf den Zeugnissen. Häufig brauchen diese jungen Menschen Unterstützung bei der Organisation ihres Alltags, müssen Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit noch trainieren. Hinzu kommen mitunter Schulden, laufende Strafverfahren und Probleme im familiären Umfeld. Damit sinken die Chancen dieser Jugendlichen, auf dem Ausbildungsmarkt Fuß zu fassen, zusätzlich.

Mehr Bewerber, weniger Plätze 

"Trotz guter Konjunktur und Fachkräftebedarf ist keine Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt festzustellen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es mehr gemeldete Bewerber und weniger gemeldete Ausbildungsstellen", erklärt Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover. "Wir müssen verhindern, dass die Jugendlichen, die jetzt schon Probleme bei der Lehrstellensuche haben, weiter zurückfallen."

Durchhalten und der Ausbildungsplatz ist sicher 

Die "Ausbildungsvorbereitung im Verbund" unterstützt diese Jugendlichen auf ihrem ohnehin schwierigen Weg in das Erwachsenen- und Berufsleben. Was einfach klingt, ist in Wirklichkeit für alle Beteiligten harte Arbeit, besonders für die Jugendlichen. Zur Motivationsich dieser Herausforderung zu stellen, gibt es ein Versprechen: Wer durchhält bekommt einen Ausbildungsvertrag. Um die Teilnehmer bei der Stange zu halten, setzt das Projekt auf größtmögliche Praxisnähe durch Integration in die Betriebe.

Kooperationspartner machen es möglich

Das ist möglich aufgrund einer engen Kooperation mit der Wirtschaft. Mit an Bord sind die Maler- und Lackierinnung, die Bäckerinnung und die Innung des Gebäudereiniger-Handwerks. Hinzu kommen zahlreiche Einzelbetriebe, darunter Üstra und die Stadtwerke sowie drei Betriebe der Landeshauptstadt Hannover.
"Wir freuen uns über die gute Beteiligung der Unternehmen an dem Projekt", so Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover. "Nur wenn es gelingt, auch benachteiligte Jugendliche in den Betrieben zu verankern, können wir für diese Zielgruppe eine Perspektive schaffen."

Ausbildungsvorbereitung in drei Phasen 

"Ausbildungsvorbereitung im Verbund" gliedert sich in drei Phasen. Am Anfang steht eine Orientierungsphase beim Bildungsträger Pro Beruf. Gemeinsam mit Sozialpädagogen stellen die Jugendlichen fest, welche Berufe für sie in Frage kommen und welche individuelle Unterstützung notwendig ist. Dann geht es in Phase zwei, die Praxisphase bei einem potentiellen Ausbildungsbetrieb. Firma und Ausbildungssuchende haben in dieser Zeit die Chance, sich kennenzulernen. Die Teilnehmer können sich im Berufsfeld ausprobieren und lernen die Anforderungen kennen. Begleitend erhalten die Jugendlichen betrieblichen Stütz- und Förderunterricht und sozialpädagogische Unterstützung. Mit Beginn der Ausbildung startet als letzte Phase die Nachbetreuung.

Begleitung am Anfang

Während der ersten vier Monate begleitet Pro Beruf die Azubis und schaltet sich beispielsweise bei Konflikten ein, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.
Sozialpädagogen von Pro Beruf begleiten die Teilnehmer durch alle Phasen hindurch. "Mit unserem individuellem Unterstützungskonzept der persönlichen Hilfen sorgen wir dafür, dass die jungen Menschen später alle Chancen haben, Leistungsträger zu werden und nicht Leistungsempfänger", ist Rudolf Schulz, Geschäftsführer der Pro Beruf GmbH, überzeugt.

Finanzierung durch Region und JobCenter 

Finanziert wird die "Ausbildung im Verbund" durch die Region Hannover und das Jobcenter Region Hannover.

Zwei Durchläufe

Das Projekt ging im November 2012 erstmalig mit 30 Plätzen an den Start. Im September 2013 traten 17 Teilnehmer eine Ausbildung an. Der zweite Durchlauf startete im November 2013 mit 40 Teilnehmerplätzen.

Gegen Jugendarbeitslosigkeit

Das Projekt ist Teil des regionalen Programms zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit.