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Regionalverkehr des GVH

Damit noch mehr Fahrgäste profitieren

Das Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover plant eine Ausweitung des Regionaltarifs im GVH auf Einzelfahrscheine.

Rote S-Bahn fährt von über eine Brücke © Region Hannover (Foto: Thomas Langreder)

S-Bahn in der Region Hannover

Beherrschendes Thema auf der zweiten Regionalkonferenz des Netzwerks Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover (Netzwerk EWH) war die Ausweitung des Regionaltarifs im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) auf Einzelfahrten.

Zentrale Bedeutung

"Für das Zusammenwachsen dieses starken Wirtschaftsraums hat der Verkehrsverbund eine zentrale Bedeutung!" Mit dieser klaren Botschaft eröffnete der Vorsitzende des Netzwerkes, Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat der Region Hannover, die Konferenz.

Bessere Anbindung

Bislang profitieren vom Regionalverkehr des GVH auf der Schiene ausschließlich Inhaber von Zeit- und Monatskarten. Um die Landkreise und Städte des Erweiterten Wirtschaftsraums Hannover besser an die niedersächsische Landeshauptstadt anzubinden, plant das Netzwerk eine Erweiterung des Regionaltarifs auf Einzelfahrscheine.

Noch attraktiver für Fahrgäste

Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, brachte die Diskussion auf den Punkt: "Eigentlich hätte man den Verkehrsverbund schon mit Einführung der S-Bahn zur Weltausstellung EXPO 2000 auf benachbarte Landkreise ausweiten müssen." Der wichtigste Schritt in diese Richtung war die Einführung des Regionaltarifs für Zeitkarten ab dem Jahr 2004. Von diesem Angebot profitieren vor allem Pendler. Nun soll der Regionaltarif mit einem attraktiven Angebot für Einzelkarten komplettiert werden, um den öffentlichen Personennahverkehr auf der Schiene für noch mehr Fahrgäste attraktiver zu machen.

Vorteile für Nutzer der KulturRoute

Vom neuen Regionaltarif, der vermutlich in der ersten Jahreshälfte 2015 eingeführt wird, haben dann auch Nutzer der KulturRoute des Netzwerks EWH Vorteile: Die KulturRoute, ein Fernradweg über rund 800 Kilometer zu den kulturellen Highlights zwischen Celle und Schaumburg, wurde als zweites Vorhaben des Netzwerks auf der Regionalkonferenz vorgestellt. Die KulturRoute als erstes gemeinsames Projekt aller Netzwerkpartner ist ein gelungenes Beispiel für regionale Kooperation im Erweiterten Wirtschaftsraum. Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann (Stadt Hameln), die das Projekt vorstellte, betonte das hohe Engagement der Mitwirkenden und stellte fest: "Die KulturRoute macht zwar viel Arbeit – aber auch unheimlich Spaß."

Würdigung der Netzwerkarbeit

Die Bedeutung der Netzwerkarbeit für die Landesentwicklung würdigte auch die Landesbeauftragte für regionale Entwicklung Leine-Weser, Karin Beckmann, in ihrem Beitrag. Frau Beckmann hob die Bedeutung kooperativen Handelns auf regionaler Ebene hervor: Der Umstand, dass das Netzwerk nicht mit den Zuständigkeitsgrenzen der neu installierten Landesbeauftragten überein stimme, sei hierbei als nachrangig zu betrachten. Die Landesbeauftragten stünden regionalen Kooperationen, so Karin Beckmann, unterstützend und als Ansprechpartner in allen Belangen mit Bezug auf die Landesregierung zur Verfügung. Dies griffen die Vertreter des Netzwerks EWH umgehend auf: Die Landkreise als Träger des öffentlichen Nahverkehrs erhoffen sich zur Abfederung der entstehenden Kosten der GVH-Erweiterung eine Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen als finanzielle Unterstützung.

Mehr Infos

Weitere Informationen zum Netzwerk und zur Regionalkonferenz finden Sie unter www.netzwerk-ewh.de oder erhalten Sie über die Geschäftsstelle des Netzwerks.

(Veröffentlicht: 15. Mai 2014)