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Gäste der Hosei Universität Tokyo

Delegation erkundet Region Hannover

Vorbild für Osaka? Japanische Kommunalwissenschaftler suchen zukunftsfähige Lösungen für japanische Stadtregionen.

Die Region Hannover als Modell für die Organisation von Stadtregionen hat auch in Japan einen guten Ruf. Diese Botschaft überbrachte am Mittwoch, 19. März 2014, eine Delegation des Japanischen Zentrums für Städte unter der Leitung von Professor Yoshihiko Nawata von der Juristischen Fakultät der Hosei Universität in Tokyo. Das Japanische Zentrum für Städte ist eine Einrichtung des Verbandes der japanischen Bürgermeister großer Städte (Japan Association of City Mayors) - einer der sechs kommunalen Spitzenverbände in Japan - und unter anderem für Recherchen zu allen stadtpolitischen Fragestellungen zuständig. Die Delegation, der auch zwei weitere Mitarbeiter des Zentrums sowie eine Dolmetscherin angehören, ist unter anderem mit einer Untersuchung in Deutschland zu den Themen "Regierungs- und Verwaltungsstrukturen in Ballungsräumen – übergreifende Strukturen und kommunale Untergliederung" befasst. Professor Nawata ist Experte auf dem Gebiet der kommunalen Selbstverwaltung und hat dazu auch schon intensiv in Deutschland geforscht.

Region Hannover als mögliches Vorbild

Der Erste Regionsrat der Region, Professor Dr. Axel Priebs informierte die Gäste über die gewünschten Themen. "Wir sind stolz, dass Experten aus Japan kommen, um sich über die Region Hannover als mögliches Vorbild für zukunftsfähige Lösungen in japanischen Stadtregionen zu informieren", betonte Priebs nach dem Gespräch.

Welche Struktur braucht eine Verwaltung im Ballungsraum?

Die Delegation hatte um ein Gespräch bei der Region Hannover gebeten, um Informationen aus erster Hand über die Vorgeschichte der Region - unter anderem die Tätigkeit des früheren Kommunalverbandes Großraum Hannover - und insbesondere über den Ablauf der Regionsbildung zu erhalten. Priebs hatte die Regionsbildung in den 1990er Jahren auf der Seite des damaligen Kommunalverbandes vorbereitet und über mehrere Jahre die Arbeitsgruppe der Verwaltungen zur Vorbereitung des Regionsgesetzes geleitet. In Japan ist das Thema "Verwaltungsstrukturen in Ballungsräumen" vor allem im Hinblick auf die Stadtregion Osaka akut, aber auch als Folge der nach 2000 durchgeführten kommunalen Strukturreform, wobei die Zahl der Kommunen sich durch Zusammenlegungen und Eingemeindungen nahezu halbiert hat. Die Delegation besucht auf ihrer Deutschlandreise auch Bremen, Hamburg und Frankfurt.