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Heideflächen bei Neustadt

Die Heidschnucken sind unterwegs

400 Tiere einer Wanderschäferei halten seit heute Blankes Flat, Reiter- und Wacholderheide wieder kurz.

So ein tierischer Auftrieb war in der Region Hannover schon lange nicht mehr zu sehen: Wanderschäfer Thomas Rebre ist seit Mittwoch, 8. Oktober 2014, mit seiner 400-köpfigen Heidschnuckenherde zwischen den Neustädter Ortsteilen Vesbeck und Helstorf unterwegs. Im Auftrag der Region Hannover beweiden Rebre und seine Grauhörner die naturgeschützten Heideflächen im Neustädter Norden. Das Team beginnt seinen Einsatz im Blanken Flat. Von dort ziehen Hirte, Herde und Hütehunde zur Reiterheide. Auf dem Weg dorthin liegt eine weitere kleine Heidefläche – das Naturdenkmal Wacholderheide. Auch auf diesem Areal werden die Heidschnucken Station machen. Als Verbindungswege werden die Feldwege und Straßen zwischen Vesbeck und Helstorf genutzt. 

Natürliche Pflege

Im Herbst ist sie eine purpurrosa blühende Augenweide: die Reiterheide im Neustädter Ortsteil Helstorf. Die zehn Hektar große Naturschönheit gehört zu den letzten großen dicht mit Besen-Heidesträuchern bewachsenen Flächen in der Region Hannover. Damit dies so bleibt, bedarf die Heide, die sich seit 1990 zur Hälfte im Eigentum der Region Hannover und zur anderen Hälfte im Eigentum der evangelischen Kirchengemeinde Helstorf befindet, regelmäßiger Pflege. "In diesem Jahr wird dies erstmals auf ganz natürliche Weise geschehen", freut sich der Umweltdezernent der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs.

 Die grau gehörnten Heidschnucken

stammen vom europäischen Wildschaf, dem Mufflon ab. Sie pflegen die naturgeschützten Flächen, indem sie die Heide auf einer Höhe von 20 Zentimetern kurz halten. Die Tiere fressen die frischen, abgeblühten Triebe der Heide ab und sorgen so für eine Verjüngung der Sträucher. Gleichzeitig verbeißen sie auch die kleinen Bäume und andere Sträucher, die sich durch Selbstaussaat in der Fläche angesiedelt habe, dort aber nicht erwünscht sind.

Begegnung bei Radtour oder Spaziergang

"Insgesamt werden ca. 16 Hektar Flächen und ca. sieben Kilometer Wegeseitenräume beweidet", kündigte Prof. Priebs an: "Fahrradfahrerinnen und Spaziergänger dürfen sich auf eindrucksvolle Begegnungen auf den Helstorfer Heideflächen freuen – Szenen wie aus früheren Zeiten."

Um den Besuchern nähere Erläuterungen zur Reiterheide und ihrer Entstehung zu geben, hat die Region Hannover in enger Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Helstorf eine Informationstafel aufgestellt und Faltblätter mit Erläuterungen zu dem Naturschutzprojekt aufgelegt. 

Infos zum Naturschutzprojekt "Reiterheide"

Das Faltblatt "Reiterheide" ist in der Reihe "Neue Chancen für die Natur" erschienen. Es liegt kostenlos im Bürgerbüro der Region Hannover aus und steht als Download bereit:

(Veröffentlicht: 8. Oktober 2014)