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Ein Seeadler im Flug, seine Jungen im Nest. © Peter Ulrich Heue

Der Altvogel zeigt seinen Jungen wie es geht...

Seeadler-Nachwuchs

Die Jungen sind flügge

Ein großer Erfolg für den Artenschutz am Steinhuder Meer: Die 2014 geschlüpften Seeadler sind inzwischen flügge und ziehen neben den beiden Altvögeln ihre Kreise.

Vom Heudamm vor Winzlar aus oder aus dem Beobachtungsstand des Naturparks am Westufer lassen sich die riesigen Vögel auf ihrem Horst mit einem Fernglas oder Spektiv gut beobachten. Wenn sie nicht fliegen, sitzt der Seeadler-Nachwuchs gerne in den Bäumen am West- oder Ostufer und beobachtet seinerseits das Geschehen am Steinhuder Meer.

Erweiterte Schutzzone

2014 brüteten in Niedersachsen nur etwa 20 Seeadlerpaare erfolgreich. Die Region Hannover hatte deshalb zur Brutzeit eine auf 500 Meter erweiterte Schutzzone um den Horst der Großvögel herum eingerichtet: Die Bojenkette im Bereich des Adlerhorstes wurde seeseitig verlagert, und die Fischer verzichteten vor dem Horst auf den Reusenfang verzichtet. Auf der Landseite wurden die regionseigenen Wiesen von den Landwirten später genutzt und auch die Bundeswehr hielt mit ihren Transall-Maschinen Abstand zum Horst ein, um die Brut nicht zu gefährden.

Bemühungen erfolgreich

Als Erfolg dieser gemeinsamen Bemühungen konnten daher die Jungvögel ungestört flügge werden.

Reduzierung der Schutzzone

Die in der Brutzeit erweiterte Ruhezone kann nun wird in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Adlerschutz auf die ganzjährige 300 Meter Schutzzone reduziert werden. Sie ist erforderlich, da die Adler sich ganzjährig am Horstplatz aufhalten. Neben dem Horst liegen hier auch Schlafbäume, Wach- und Ruhewarten sowie Kröpfplätze.

Zurück auf Ursprungsposition

Auch die ausgebrachten Bojen werden nun auf ihre ursprüngliche Position zurück gezogen. Ein Einfahren hinter diese Linie sollte unbedingt unterbleiben, damit auch im nächsten Jahr die eindrucksvolle Aufzucht des größten deutschen Adlers erneut beobachtet werden kann.