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Zwei Frauen mit, an der Kleidung befestigten Namensschild, und dahinter stehen drei Männer. Eine der Frauen hat ihr langes Haar ein wenig seitlich zusammen gebunden. © Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

V.l.n.r.: Hauke Jagau, Regionspräsident, Ada Bobrova, Projektmitarbeiterin, Olaf Lies, Wirtschaftsminister, Katarzyna Zentner, Projektleitung, Patrick Schreiner, DGB.

Beratungsstelle für

Mobile Beschäftigte

Regionspräsident Hauke Jagau und Minister Olaf Lies eröffnen Beratungsstelle für ausländische Werkvertragsbeschäftigte in Hannover

Regionspräsident Hauke Jagau hat am Dienstag, 25. Februar 2014, gemeinsam mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies die Beratungsstelle für ausländische Werkvertragsbeschäftigte in Hannover offiziell eröffnet.

Beratung ausländischer Werkvertragsbeschäftigte

Ziel der Einrichtung ist es, ausländische Werkvertragsbeschäftigte über ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu informieren und sie bei der Wahrnehmung ihrer Interessen und Rechte zu beraten und zu unterstützen. Damit unterstützt das Wirtschaftsministerium zwei Beratungsstellen für ausländische Werkvertragsbeschäftigte im Land.

Beratungseinrichtung in Hannover

Die Beratungsstelle in Oldenburg hatte Anfang Oktober 2013 ihre Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung in Hannover ist seit November 2013 aktiv. Finanziert wird die Einrichtung in Hannover zu 63,4 Prozent vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Die restliche Summe wird von der Region Hannover getragen. Operativ betreut werden beide Anlaufstellen für ausländische Werkvertragsbeschäftigte von der Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Niedersachsen e. V.

Jagau bei Eröffnung

Regionspräsident Hauke Jagau sagte bei der Eröffnung: "Die sogenannten mobilen Beschäftigten verrichten oft schwere Arbeit – zum Beispiel in der Landwirtschaft – und wissen wenig über ihre Rechte. Es ist gut, dass sie jetzt eine Anlaufstelle haben, die Hilfe und Beratung anbietet und in der sie erfahren, was ihnen gesetzlich zusteht."

Lies bei Eröffnung

Wirtschaftsminister Olaf Lies betonte ebenfalls: "Das Beratungsangebot ist ein wichtiger Schritt, um die Rechte von Werkvertragsbeschäftigten zu schützen und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Denn wer informiert wird und um seine Rechte weiß, wird seltener Opfer von Ausbeutung und betrügerischen Machenschaften. Die Beratungsstelle Hannover ergänzt unser bereits bestehendes Beratungsangebot für mobile Beschäftigte. Ziel muss es letztendlich sein, ein flächendeckendes Beratungsnetz im Land anzubieten. Hier arbeiten wir auch mit anderen Einrichtungen eng zusammen", betonte Lies.  

Ausbeutung mobiler Beschäftigter

Patrick Schreiner, Abteilungsleiter Wirtschaft – Umwelt – Europa beim DGB-Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt, erklärte: "Wir haben in den letzten Jahren eine massive Deregulierung der Arbeitsmärkte erlebt. Die zunehmende grenzüberschreitende Ausbeutung mobiler Beschäftigter ist in diesem Zusammenhang zu sehen.

Neuordnung am Arbeitsmarkt

Wir brauchen eine neue Ordnung am Arbeitsmarkt. Beratungsstellen für mobile Beschäftigte sind wichtige Elemente einer solchen neuen Ordnung. Wir begrüßen deshalb, dass die Landesregierung mit den Beratungsstellen in Oldenburg und Hannover, hier gemeinsam mit der Region Hannover, einen großen Schritt in die richtige Richtung macht."

Hilfe dringend notwendig

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hatte sich bereits im Sommer 2013 dazu entschlossen, Beratungsstellen für ausländische Werkvertragsarbeiter einzurichten, um aktiv etwas gegen die bekannt gewordenen Missstände und schlechten Arbeitsbedingungen bei Werkvertragsbeschäftigten zu unternehmen. Wirtschaftsminister Olaf Lies dazu: "Angesichts der schlimmen Erfahrungen und Ereignisse der Vergangenheit bin ich davon überzeugt, dass diese Hilfe dringend notwendig ist. Ausländische Werkvertragsbeschäftigte zählen zu den Schwächsten unter allen in Niedersachsen beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Mein Ziel ist es, die Wirtschaft in Niedersachsen zu stärken und Arbeitsplätze schaffen. Aber wir müssen auch für anständige Arbeitsbedingungen sorgen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Zoll, dem LKA, der Bundespolizei und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist dabei unerlässlich."

Mitarbeiter aus Ost- und Mitteleuropa

Damit die Kommunikation mit den ausländischen Werkvertragsbeschäftigten besser funktioniert, arbeiten in den Beratungsstellen Mitarbeiter aus Ost- und Mitteleuropa.