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Wettbewerb geplant

Nahversorgung in der Region erhalten

Auch zukünftig den Einkauf "um die Ecke" erledigen: Regionspräsident Hauke Jagau will die Nahversorgung in der Region erhalten, dazu ist der Wettbewerb "Nahversorgung in der Region Hannover hat Zukunft" geplant.

Den täglichen Einkauf "um die Ecke" erledigen zu können, ist ein Stück Lebensqualität für viele Menschen, aber leider auch in der Region Hannover nicht mehr überall selbstverständlich. Wo "der Markt" für Nudeln, Obst und Haushaltswaren als Publikumsmagnet fehlt, fühlen sich auch bald Post, Bank und Hausarzt mangels Kunden fehl am Platz. Dies betrifft kleinere Ortschaften ebenso wie Stadtteile in Randlage.

Wettbewerb ab 2015

"Die Sicherung der Nahversorgung in der Region Hannover eines der wichtigsten kommunalen Handlungsfelder", betont Regionspräsident Hauke Jagau: "Wir werden deshalb unsere Unterstützung von Stadtteil- und Dorfläden intensivieren, neue Initiativen beraten, unterstützen und vor allem dem Erfahrungsaustausch eine Plattform geben." Beste Beispiele für die "Zukunft der Nahversorgung in der Region Hannover" soll ein gleichnamiger Wettbewerb hervorheben, der für das nächste Jahr vorbereitet wird.

Für Geschäftsansätze mit Modellcharakter

Jagau: "Zielsetzung ist es, lokale und regionale Initiativen zur Nahversorgung da zu unterstützen, wo seitens der einschlägigen Lebensmittel-Anbieter zurzeit kein Ansiedlungsinteresse mehr besteht. Erfolgversprechende nachhaltige Geschäftsansätze mit Modellcharakter für andere sollen im Rahmen des Wettbewerbs herauskristallisiert werden".

Strukturwandel: Konzentrierte Angebote für mobile Kunden

Für den Planungsdezernenten der Region Hannover, Prof. Dr. Axel Priebs, ist klar: "Der  betriebswirtschaftliche Strukturwandel im Lebensmitteleinzelhandel setzt sich fort. Er ist weiterhin durch starke Konzentrationsprozesse geprägt. Das führt dazu, dass die Anzahl der klassischen Lebensmittel-Märkte und - Discounter weiter reduziert wird. Zum anderen werden neue Märkte mit größeren Verkaufsflächen und erweiterten Angeboten vorzugsweise an verkehrsgünstigen Lagen, am Ortsrand in Nachbarschaft zu weiteren Anbietern platziert. Die Magnetwirkung dieser umfassenderen Angebote für viele mobile Kunden und deren Abwenden von kleinen Läden verstärken die Prozesse."

Wege zum nächsten Laden werden weiter

"Doch der kurze Weg zum Laden um die Ecke ist gerade für unsere zunehmend alternde Gesellschaft immer wichtiger. Denn er ist eine grundlegende Voraussetzung, bis ins hohe Alter ein eigenständiges Leben in der vertrauten Umgebung führen zu können", so Hauke Jagau.

Nicht nur für mobilitätseingeschränkte Bevölkerungsgruppen bedeutet die Schließung des Lebensmittelgeschäftes im Ortskern oder Stadtteil ein Verlust an Lebensqualität. Ist es doch nicht nur ein Ort, an dem man mehr oder weniger täglich seine Einkäufe erledigt, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt. Schließt der letzte Laden oder Supermarkt als wichtiger "Frequenzbringer", hat das oft auch noch den Rückzug weiterer Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen zur Folge.

"Aufgrund der oft weitreichenden Folgen für  die Versorgungs- und Lebensqualität, die mit der Aufgabe eines Lebensmittelmarktes in kleinen Orten oder Stadteilen verbunden sind, müssen wir uns gemeinsam mit den Städten und Gemeinden aktiv für den Erhalt der Nahversorgung einsetzen!", ist Hauke Jagau überzeugt.

Nahversorgung aktiv erhalten

Neben einem klassischen Wettbewerb für Nahversorgungsinitiativen mit Modellcharakter, soll dabei begleitend einem fachlichen Austausch mit Experten für alle Interessierten auf lokaler und regionaler Ebene ein hoher Stellenwert zukommen.

Ansprechpartnerin

bei der Region Hannover ist Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung.