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Birkenwald im Bissendorfer Moor © C. Kirsch, Region Hannover

Birkenwald im Bissendorfer Moor

MoorRoute

Neuer Themenradweg geplant

Die Region Hannover plant für 2015 die „Nordhannoversche MoorRoute“

Durch die einzigartigen Moorlandschaften im Norden Hannovers führt ein neuer Themenradweg, den die Region Hannover im nächsten Jahr einrichten wird. Die rund 100 Kilometer lange Nordhannoversche MoorRoute verbindet dann das Altwarmbüchener Moor mit sieben weiteren Mooren in den Städten und Gemeinden Hannover, Isernhagen, Garbsen, Burgdorf, Langenhagen, Neustadt, Wedemark und Wunstorf. Stationen an der Route sind auch das MOORiZ in Resse, das geplante Naturparkhaus in Mardorf, das Infozentrum Steinhude oder die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer in Winzlar. Tafeln am Wegesrand und spezielle Internetseiten informieren über die sensiblen Landschaftsräume und ihre Bedeutung auch für den Klimaschutz.

Umweltbildung

„Die Region Hannover verfügt über einen wahren Schatz an noch weitgehend erhaltenen Hochmooren. Diesen außergewöhnlichen Naturraum wollen wir für die Naherholung erlebbar und erfahrbar machen“, erläutert Umweltdezernent Prof. Axel Priebs das Engagement der Region: „Unter den Bedingungen des Klimawandels sind gerade Moore für den Erhalt der Artenvielfalt von zentraler Bedeutung; durch ihre Fähigkeit , Kohlendioxid dauerhaft zu binden, ist der Beitrag wieder wachsender Moore zum Klimaschutz beträchtlich. Auch darüber informiert die neue Themenroute und leistet so einen Beitrag zur Umweltbildung in der Freizeit.“

Die „Nordhannoversche MoorRoute“ nutzt weitgehend die schon ausgeschilderten Wege der FAHRRADREGION oder folgt in Teilstrecken örtlichen Routen. Ein Wegeneubau ist nicht erforderlich.

Damit der 110 Kilometer lange Themenweg auch in Abschnitten befahrbar ist, wird er eng mit den Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs verknüpft. „Durch die möglichen Verkürzungen der Route mit Hilfe von Bussen oder Bahnen ist die Route auch für Familien und ungeübte Radlerinnen und Radler meisterbar“, erläutert Bilge Tutkunkardes, Leiterin des Teams Regionale Naherholung bei der Region Hannover. Ziel der Planung sei es deshalb auch, die MoorRoute mit schon bestehenden Naherholungsangeboten in der Region zu verknüpfen, um ein breit gefächertes Angebot für unterschiedliche Nutzergruppen zu schaffen. Dazu zählen auch der Geologische Lehrpfad am Brelinger (Wedemark) oder der Findlingsgarten in Hagenburg.

8 Moore sind miteinander verbunden

Die Moore, die durch die Route erschlossen werden, liegen entweder direkt am Wegesrand oder sind durch einen ausgeschilderten Abzweig erreichbar: Hagenburger Moor (Landkreis Schaumburg/Wunstorf), Totes Moor (Neustadt a. Rbge./Wunstorf), Otternhagener Moor (Neustadt a. Rbge./Wedemark), Helstorfer Moor (Neustadt a. Rbge./Wedemark), Schwarzes Moor (Garbsen/Wedemark), Bissendorfer Moor (Wedemark/Langenhagen), Oldhorster Moor (Isernhagen/Burgdorf) und Altwarmbüchener Moor (Isernhagen/Landeshauptstadt Hannover).

Die Kosten für die Aus- und Beschilderung der „Nordhannoverschen MoorRoute“ trägt die Region Hannover. Notwendige Maßnahmen für die Unterhaltung und Grunderneuerung der Wege erfolgen in Abstimmung mit den beteiligten Partnern und weiteren Projektpartnern. Im Frühsommer 2015 soll die Nordhannoversche MoorRoute offiziell befahren werden können.