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SuedLink-Trassenalternativen

Neutrale Prüfung gefordert

Gespräch im Bundeswirtschaftsministerium: Landkreise und Region Hannover fordern eine neutrale und transparente Prüfung der SuedLink-Trassenalternativen.

Die linke Bildhälfte wird von sechs Windkraftanlagen des Windparks zwischen Pattensen und Sarstedt dominiert, die rechte Hälfte beherrscht ein Hochspannungsmast. Im Hintergrund zeichnet sich ein Getreidefeld vor blauem Himmel ab. © Kirsch, Region Hannover

Windkraftanlagen bei Schliekum

Die von Landrat Tjark Bartels (Hameln-Pyrmont) geleitete Delegation mehrerer von der SuedLink-Planung betroffener Landkreise sowie der Region Hannover hat am Mittwoch, 22. Oktober 2014, in Berlin ein Gespräch mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, geführt.

Neutrale Prüfung ist zwingend erforderlich

Für die Region Hannover nahm Erster Regionsrat und Umweltdezernent Axel Priebs teil. Er zeigte sich nach dem einstündigen Gespräch, an dem auch einige Bundestagsabgeordnete (aus der Region Hannover: Matthias Miersch) teilnahmen, zufrieden mit den Ergebnissen.

"Es ist uns gelungen, dem Staatssekretär die Übertragungsnetzbetreiber Tennet in der Fläche verursachte Verunsicherung zu vermitteln. Außerdem haben wir deutlich gemacht, dass eine neutrale Prüfung der unterschiedlichen großräumigen Trassenalternativen zwingend erforderlich ist, bevor die Feinplanung für eine Vorzugstrasse beginnt", so der Umweltdezernent.

Erdverkabelung als Alternative?

Die teilnehmenden Bundestagsabgeordneten haben zugesagt, sich für mehr Beratungszeit des Antrags sowie eine vertiefte Prüfung der Möglichkeit zur Erdverkabelung einzusetzen.

Priebs und die beteiligten Landräte sehen das Bundeswirtschaftsministerium in der Pflicht, ein neutrales und transparentes Verfahren sicher zu stellen. Der Staatssekretär Baake sagte zu, in diesem Sinne das Gespräch mit der Bundesnetzagentur zu führen, die für die Prüfung des angekündigten Antrags zuständig ist. Er betonte aber auch, dass bislang kein Antrag vorliege und das Ministerium nicht an der Trassenfindung beteiligt sei.

Die Region Hannover und die Landkreise kündigten an, am Ball zu bleiben und das Verfahren weiter konstruktiv, aber kritisch zu begleiten. Sie betonten, dass sie die Notwendigkeit einer Nord-Süd-Trasse nicht in Frage stellen, aber bislang eine neutrale und nachvollziehbare Trassenauswahl vermissen. Am Gespräch nahm auch der von der Region und den Landkreisen beauftragte Rechtsanwalt Siegfried de Witt teil.