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Immobilienmarktbericht 2013

Solides Geschäftsjahr

Büroflächenumsätze in der City steigen, Spitzenmiete bleibt stabil: Region Hannover veröffentlicht Jahresbilanz für den gewerblichen Immobilienmarkt

Eine Frau, in Blaser und Bluse gekleidet, die ein Halstuch, eine Kette und eine Brille trägt sowie ein Mann im Anzug und ebenfalls mit Brille stehen lächelnd vor einem Aufsteller zum Immobilienmarktbericht 2013. © Region Hannover

Sabine Tegtmeyer-Dette, Wirtschaftsdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, und Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, präsentieren den Immobilienmarktbericht 2013.

Für den hannoverschen Immobilienmarkt war 2013 ein solides Geschäftsjahr: Rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche wurden in Hannover und den Nachbarstädten Langenhagen und Laatzen umgesetzt. Damit sind die Gesamtumsätze gegenüber dem Vorjahr allerdings zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen – um rund ein Drittel. Sie liegen für das Jahr 2013 etwa 15 Prozent unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre. Von den insgesamt 100.000 Quadratmetern Flächenumsatz entfielen etwa 77.000 Quadratmeter auf Vermietungen, circa 23.000 Quadratmeter wurden von Unternehmen für den eigenen Bedarf erworben bzw. erstellt.

Innenstadtflächen gefragt

Gefragt waren vor allem Flächen in der hannoverschen Innenstadt: Im Bereich der City wurden für circa 30.000 Quadratmeter Fläche neue Verträge geschlossen. Hier stieg der Umsatz mit Büroflächen gegenüber dem Vorjahr um gut ein Viertel an (plus 6.000 Quadratmeter). Am Rand der Innenstadt und an den Ausfallstraßen Podbielskistraße, Hildesheimer Straße sowie Vahrenwalder Straße fanden im vergangenen Jahr etwas mehr als 41.000 Quadratmeter Bürofläche neue Mieter oder Käufer. Die Spitzenmiete in der City bleibt auf hohem Niveau: In Bestlagen zahlen Mieter weiterhin etwa 14 Euro pro Quadratmeter.

Umsatzverlierer 2013

Umsatzverlierer 2013 sind die Bürozentren in der Stadt und im Umland. Hier vermelden die Marktteilnehmer zwar teilweise umfangreiche Mietvertragsverlängerungen (die nicht in die Statistik eingehen), aber deutlich weniger Neuvermietungen und zur Eigennutzung erworbene oder erstellte Büroimmobilien.

Auch andere Städte betroffen

Mit dem schwachen Jahresumsatz steht Hannover nicht allein da, anderen Immobilienstandorten geht es ähnlich: Auch in Hamburg liegt der Büroflächenumsatz unter dem zehnjährigen Mittel, in Frankfurt gaben die Umsätze um knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach.

Solide Jahresbilanz

"Das Jahr 2013 hat sich nach einem schwachen Start im ersten Quartal insgesamt ordentlich entwickelt", bilanziert Sabine Tegtmeyer-Dette, erste Stadträtin und Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Hannover. "Der hannoversche Büroimmobilienmarkt ist zwar insgesamt ruhig geblieben, bei den entscheidenden Indikatoren wie Spitzenmiete und Flächenumsatz in der City aber weiterhin sehr gut aufgestellt. Die Immobilienwirtschaft liefert damit eine solide Jahresbilanz ab."

Logistikimmobilienmarkt

Die Nachfrage nach geeigneten Logistikflächen ist in der gesamten Region unverändert hoch. Das bestätigen die Marktteilnehmer einstimmig. Insbesondere Grundstücke zur Entwicklung von neuen Logistikprojekten werden weiterhin gesucht. Das Problem: Die Region Hannover ist dank ihrer geografischen Lage zwar hochattraktiv, doch es fehlt an zur Verfügung stehenden Arealen. Das hat sich auch 2013 wieder bemerkbar gemacht: Mit gut 200.000 Quadratmetern, die neu vermietet oder für den eigenen Bedarf gekauft bzw. gebaut wurden, liegt der Gesamtumsatz 15 Prozent unter dem Vorjahr. Verglichen mit dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre  wurden 2013 auf dem Logistikimmobilienmarkt 25 Prozent weniger umgesetzt. Der Umsatz mit Mietflächen ist gegenüber dem Vorjahr stabil bei 120.000 Quadratmetern geblieben. Es fehlten im letzten Jahr jedoch große Immobilienprojekte, vor allem vielseitig nutzbare Hallen, die durch Projektentwickler erstellt und vermarktet werden.

Verhaltene Dynamik

"Die verhaltene Dynamik im Logistikimmobilienmarkt hängt nicht mit einem nachlassenden Bedarf an Grundstücken zusammen", betont Ulf-Birger Franz, Dezernent für Wirtschaft, Verkehr und Bildung der Region Hannover. "Die Logistikwirtschaft hat eine enorme Bedeutung für den Immobilien- und Arbeitsmarkt in der Region, allerdings wird das Wachstumspotenzial im Moment durch einen Flächenengpass ausgebremst."

Der regionale Logistikarbeitsmarkt

Die Logistikwirtschaft ist weiterhin eine wachsende Branche, die wichtige Dienstleistungen für Industrie, Produktion und Handel in der Region und weit darüber hinaus erbringt. Bis zu 62.000 Menschen in der Region Hannover werden dem regionalen Logistikarbeitsmarkt als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zugeordnet. Von der Einführung des Mindestlohns in der Logistik erwartet Franz keine Schwächung der Branchendynamik in der Region Hannover: "Viele der in der Region arbeitenden Logistikunternehmen bezahlen bereits heute Löhne, die zum Teil deutlich höher liegen. Dass Fachkräfte ihren Wert haben, weiß die große Mehrheit der Unternehmen",so der Wirtschaftsdezernent.

Zur methodischen Erhebung der Daten

Die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover trägt die Gesamtbilanz zum gewerblichen Immobilienmarkt regelmäßig gemeinsam mit den wichtigsten regionalen Partnern der Immobilienwirtschaft zusammen. 2013 haben insgesamt 19 Partner am Immobilienmarktbericht und der Gesamtbilanz mitgearbeitet. Der nächste Immobilienmarktbericht 2014 ist für Ende September in Vorbereitung und erscheint pünktlich zur internationalen Leitmesse Expo Real in München.

Der Immobilienmarktbericht 2013

Weitere Informationen und den aktuellen Immobilienmarktbericht 2013 finden Sie unter www.immobilienmarktbericht-hannover.de.