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Zwei Frauen und vier Männer vor einem Fachwerkhaus, bei dem Balken und Einganstür braun bzw. blau gestrichen sind. © Region Hannover

v. l.: Sozialdezernent Erwin Jordan von der Region Hannover, Grit Schiller, Holger Hornbostel und Imke Fronia von der Tageswohnung Burgdorf des Diakonieverbandes Hannover-Land, Jörg Engmann, Geschäftsführer des Diakonieverbandes Hannover-Land, und Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann.

Modellprojekt

Vom Obdach in die Wohnung

Prävention von Wohnungslosigkeit: Neues Kooperationsprojekt "Stadt ohne Obdach" der Region Hannover mit der Stadt Burgdorf und dem Diakonieverband Hannover-Land

Frühzeitig zu verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren oder in der Obdachlosigkeit stecken bleiben – das ist das Ziel des neuen Kooperationsprojekts "Stadt ohne Obdach" der Region Hannover mit der Stadt Burgdorf und dem Diakonieverband Hannover-Land.

Zweijähriges Modellprojekt

Im Zuge des Projekts bieten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des Tagesaufenthalts Burgdorf Beratung an und suchen notleidende Menschen auch vor Ort auf. Getragen wird das zweijährige Modellprojekt von der Region Hannover und dem Land Niedersachsen.

Prävention von Wohnungslosigkeit

"Oft kann es ganz schnell gehen, dass Menschen durch persönliche Schwierigkeiten wie Schulden oder Krankheit ihre Wohnung und damit auch ihren gesellschaftlichen Halt verlieren", sagte Sozialdezernent Erwin Jordan von der Region Hannover am Dienstag (25.2.) in Burgdorf. "Damit es erst gar nicht so weit kommt, wollen wir bei sozialen Notlagen gezielt beraten und begleiten und auch denjenigen einen Ausweg aufzeigen, die bereits in Obdachlosenunterkünften leben. Wir sind froh, dass sich die Stadt Burgdorf vorbildlich um wohnungslose Bürgerinnen und Bürger kümmert und zusammen mit dem Diakonieverband Hannover-Land die Initiative zu diesem Projekt ergriffen hat."

Rechtzeitiger Ausweg

"Früher ist besser", sagt Jörg Engmann, Geschäftsführer des Diakonieverbandes Hannover-Land, der mit der Umsetzung des Projekts beauftragt ist. "Wir haben mit dem Präventionsprojekt die Chance, ein aufeinander abgestimmtes Hilfesystem zu etablieren, das startet, bevor ungünstige Situationen sich verfestigt haben. Das ist ein großer Schritt nach vorne."

Betreuung, Beratung, Unterstützung

"Stadt ohne Obdach" richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer sozialen Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, sich aus eigener Kraft aus ihrer Notlage zu befreien und somit zum Wohnungsnotfall werden. Um das Lebensumfeld zu erhalten, sucht ein Team von Sozialarbeitern von der Tageswohnung Burgdorf die betroffenen Menschen auf, berät und unterstützt. Auch Wohnungslose, die seit längerer Zeit in Unterkünften leben, sollen durch das Projekt sozialpädagogisch betreut und in individuell geeignete Wohnformen überführt werden, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Finanzierung und Zukunft des Projekts

Die Projektkosten betragen insgesamt rund 150.000 Euro, die je zur Hälfte von der Region Hannover und dem Land Niedersachsen finanziert werden. Die Laufzeit endet am 31. Dezember 2015. Ob das Angebot verstetigt wird, hängt von den Ergebnissen der Evaluation ab, die von der Zentralen Beratungsstelle Niedersachen durchgeführt wird. Weitere, von der Region Hannover getragene Modellprojekte zum begleiteten Wohnen und zur Vermittlung aus dem Obdach laufen in den Kommunen Ronnenberg, Seelze und Hannover.

Tageswohnung Burgdorf

Die Tageswohnung Burgdorf des Diakonieverbandes Hannover-Land betreut und integriert Menschen, die situationsbezogen um Versorgung, Beratung und Unterstützung nachfragen. Die Einrichtung in der Mühlenstraße in der Burgdorfer Innenstadt steht vor allem für Wohnungslose aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze offen. Über die Beratung hinaus können Frauen und Männer hier im Notfall Bekleidung und Lebensmittel beziehen oder auch ihre Wäsche waschen.

Tagesaufenthalt in Wunstorf

Einen Tagesaufenthalt für wohnungslose Menschen gibt es in der Region Hannover außerhalb der Landeshauptstadt außerdem in Wunstorf.

Meldung vom 25.02.2014