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Aufsichtsrat hat keine Festlegung getroffen

Klinikum Region Hannover – Pläne für Versorgung im Osten der Region Hannover.

Regionspräsident Hauke Jagau © Franz Fender

Regionspräsident Hauke Jagau

In der Debatte über die künftige Krankenhausversorgung im Osten der Region Hannover hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hauke Jagau klar gestellt, dass es weder seitens des Aufsichtsrats noch persönlich von ihm eine Festlegung zur weiteren Entwicklung gebe. „Es gibt eine Empfehlung der Geschäftsführung der Klinikum Region Hannover GmbH (KRH). Es gibt aber bislang keine Präferenz des Aufsichtsrats“, betont Jagau. In den vergangenen Tagen war dies in der Berichterstattung zum Teil anders transportiert worden.

Die Geschäftsführung hatte eine KRH-interne Arbeitsgruppe beauftragt, verschiedene Szenarien für die künftige Versorgung und die Zukunft der beiden Krankenhäuser in Burgwedel und Lehrte zu entwickeln. Das Ergebnis sieht folgende Varianten als Möglichkeiten:

1 Neubau an einem Standort

Diese Variante sieht den Neubau eines gemeinsamen Krankenhauses als Ersatz für die bisherigen Kliniken an einem neuen Standort vor. Die bestehenden Krankenhäuser werden in einem neuen Gebäude zusammengeführt und dem zukünftigen medizinischen Versorgungsbedarf angepasst. Das Versorgungsangebot entspricht einem Schwerpunktversorger und beinhaltet neben den bereits vorhandenen Fachbereichen auch die invasive Kardiologie (Herzkatheter), die Behandlung von akuten Schlaganfällen (Stroke Unit) und degenerativen (verschleißbedingten) Wirbelsäulenleiden sowie eine Geriatrie.

2 Status Quo an zwei Standorten

Bei dieser Variante beinhaltet die Renovierung/Sanierung der bestehenden Standorte unter Beibehaltung der aktuellen medizinischen Ausprägung. Entwicklungspotenziale  bestehen auf dem Gebiet der degenerativen Wirbelsäulenleiden und der Geriatrie.

3 Grund- und Regelversorgung an beiden Standorten

Diese Variante sieht eine reine Grund- und Regelversorgung im Sinne von Portalkliniken für die KRH mit Innerer Medizin und Chirurgie in beiden Standorten vor. Die Kliniken würden eine Grund- und Regelversorgung ohne Schwerpunktbildung vorhalten. Spezialisierte Medizin erfolgt über das KRH-Netzwerk und Verlegung in andere KRH-Häuser. Baulich erfolgt eine Renovierung/Sanierung unter Berücksichtigung des reduzierten Bedarfes (Rückbau).

4 Schwerpunkte an zwei Standorten

Diese Variante sieht einen Neubau am Standort Großburgwedel mit dem medizinischen Versorgungsangebot der Variante 1 mit Ausnahme der Dialyse und Geriatrie vor. Am Standort Lehrte entsteht neben der konservativen Notfallversorgung ein geriatrisch- internistischen Schwerpunkt unter Beibehaltung der Dialyse. Baulich erfolgt eine Renovierung und Rückbau.

Dieses Ergebnis war dem Aufsichtsrat in der vergangenen Woche vorgestellt worden. Die Gruppe der Fachexperten aus dem Klinikum empfiehlt die Variante 1 „Neubau an einem Standort“. Dieser Meinung hatte sich die Geschäftsführung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat dagegen eine Beschlussfassung zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen und sich bislang auf keine der Varianten festgelegt.