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Zehn Personen draußen bei einer Baumpflanzung. Ein Mann vorne rechts im Bild benutzt einen Spaten. © Region Hannover

Baumspender Karl-Heinz Behre (vorne rechts) versorgte "seine" Farnblättrige Buche mit einer Extra-Schaufel Rindenmulch. Mit bei der Pflanzung waren (v. lks.) Sonja Beuning (Region Hannover), Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf, Ehepaar Balke (Spender), Anna-Maria Schlösser (Spenderin), Ehepaar Grimsehl (Spender) und Ehepaar Drögemeier (Spender)

Historische Grünanlage

Gehrdener spenden Bäume

Noch mehr Schenkungen: Acht weitere Gehölze haben im Ottomar-von-Reden-Park ihren Platz gefunden, darunter ein Schwarzer Maulbeerbaum, ein Umweltmammutbaum und eine Sumpf-Eiche.

Den Anfang machte 2011 der Gehrdener Adolf Knölke: Statt vieler Geschenke wünschte er sich anlässlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres eine Gelbe Rosskastanie für den Ottomar-von-Reden-Park. Seitdem sind weitere Bürgerinnen und Bürger seinem Beispiel gefolgt und haben besondere Bäume für die historische Grünanlage gespendet. Acht Exemplare sind allein in diesem Herbst dazugekommen, darunter ein Schwarzer Maulbeerbaum, ein Umweltmammutbaum und eine Sumpf-Eiche.

Wert und Kosten

Die gestifteten Gehölze in einem Wert von insgesamt von rund 3.500 Euro haben inzwischen ihren Platz im Park gefunden. Die Kosten für ihre Pflanzung und Pflege übernimmt die Region Hannover.

Ans Herz gewachsen

"Wir freuen uns, dass den Gehrdener Bürgerinnen und Bürger der Ottomar-von-Reden-Park so ans Herz gewachsen und auch im Wortsinn etwas wert ist", freute sich Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung der Region Hannover, über die geschenkten Bäume: "Wir hoffen, dass sich weitere Bürgerinnen und Bürger oder auch Firmen für eine Pflanzung begeistern. Sie können so mithelfen, den ursprünglichen Charakter dieses Gartendenkmals wieder sichtbar zu machen." 

Noch Platz für fünf Baumspenden

So soll der Bestand an wertvollen, größtenteils alten Solitärgehölzen im Ottomar-von-Reden-Park schrittweise wieder zu einem "Arboretum", einer Sammlung seltener Bäume und Sträucher, erweitert werden. Dies ist eines der Entwicklungsziele für den ehemaligen Gutspark in Gehrden, der von einem Landschaftsplanungsbüro erarbeitet wurde. In einem Pflanzplan sind 25 zum Teil exotische Gehölze wie Zimt-Ahorn, Libanon-Zeder oder Taschentuchbaum ausgewiesen. Platz ist nach den aktuellen Schenkungen jetzt noch für fünf Gehölze. "Für 400 Euro würde zum Bespiel eine Sumpf-Zypresse ihre neue Heimat im Park finden oder für 700 Euro ein Schwarzblättriger Spitzahorn", warb Sonja Beuning für weitere Baumspenden. Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf entschied sich spontan die Kosten für die Pflanzung eines Riesen-Lebensbaums privat zu übernehmen.

Der Ottomar-von-Reden-Park

Die Ursprünge des Ottomar-von-Reden-Parks in Gehrden reichen bis in das Jahr 1590 zurück. Als Gutspark wurde die Grünanlage in ihrer heutigen Struktur um 1780 von Friedrich-Otto von Reden angelegt. Vor gut 50 Jahren vermachte Ottomar von Reden (1888-1959), Bürgermeister von Gehrden,  dem Landkreis Hannover den mehr als drei Hektar großen Park als Stiftung. Heute sind Teile des Parks mit seinem zum Teil jahrhundertealten Gehölzbestand denkmalgeschützt. Im 2007 hat das Projektbüro der Gartenregion Hannover ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeiten lassen, das auch die behutsame Rekonstruktion des Gartendenkmals vorsieht und - vor allem - seine langfristige Pflege gewährleisten soll.