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Unverzichtbar: die Arbeit der Betreuungsvereine

Die Region Hannover erhöht und verlängert die Förderung für Betreuungsvereine.

Zwei Zehneuroscheine, ein Hunderteuroschein, ein Zwanzigeuroschein, ein Fünfeuroschein, mehrere Münzen und ein blauer Kugelschreiber liegen auf einem grauen Tisch. © Sawadka, Region Hannover

Die Eurobanknoten bilden zusammen mit den Euromünzen das Bargeld des Euro.

Sie betreuen, beraten, schulen und informieren: Betreuungsvereine sind eine wichtige Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die rechtliche Betreuung brauchen, um ihr Leben meistern zu können. Die Region fördert derzeit sieben anerkannte Betreuungsvereine, die in der Region Hannover tätig sind. Jeweils rund 16.350 Euro erhalten die Vereine jährlich für ihre engagierte Arbeit im Betreuungswesen. Nun hat die Region die Fördersumme deutlich erhöht – künftig wird jeder Verein rund 8.400 Euro mehr pro Jahr zur Verfügung haben. Zudem hat am Donnerstag (12.11.) der Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit die Verlängerung der Zusammenarbeit mit den Vereinen um drei Jahre einstimmig beschlossen.

 „Die Betreuungsvereine sind ein unverzichtbarer Bestandteil der gesamten betreuungsrechtlichen Infrastruktur in der Region Hannover“, so Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover. „Gerade in Hinblick auf die demografische Entwicklung ist die gute Zusammenarbeit mit den Betreuungsvereinen zukunftsweisend.“

„Aus Sicht der Vereine ist es gut, dass die Region Hannover diesen Schritt getan hat – durch die Erhöhung der jährlichen Fördersumme haben die Vereine bei der Erfüllung der Querschnittsaufgaben dadurch sehr viel mehr Planungssicherheit“, hebt Ali Türk, Sprecher des Arbeitskreises der Betreuungsvereine der Region Hannover hervor.

Vielfältige Aufgaben

Zu den Querschnittsaufgaben gehören unter anderem die Gewinnung, Einzelberatung, Begleitung und Schulung von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern sowie die Beratung von Bürgerinnen und Bürgern zu dem Thema Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Hinzu kommen die Hilfestellung und die Begleitung von bereits bevollmächtigten Personen: Die vom Gericht bestellten Betreuer –Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betreuungsvereine – übernehmen dabei die Interessen- und Rechtsvertretung von Personen, die aus Alters- oder Krankheitsgründen dazu nicht in der Lage sind. „Das kann mal bedeuten, Formalitäten zu regeln oder bei Besuchen im Pflegeheim mit der betreuten Person gemeinsam die nächsten Schritte zu planen“, so Ali Türk, „es gibt aber auch die schwereren Fälle, die eine sehr intensive Begleitung brauchen, und bei denen es unter anderen um Wohnungsauflösungen oder Wohnungsverlust geht.“

Gefördert von der Region und dem Land Niedersachsen werden derzeit die beiden Betreuungsvereine von der AWO – „BTV“ und „BeVor“ – sowie die Betreuungsvereine von dem Sozialdienst katholischer Frauen, von der Lebenshilfe, vom Freundeskreis Wunstorf, der hannoverschen Diakonie und des Instituts für transkulturelle Betreuung. Mit der Erhöhung der Fördersumme der Region von jährlich rund 16.330 Euro auf rund 24.700 Euro pro Verein sowie der Ausdehnung der vertraglichen Zusammenarbeit will die Region dazu beitragen, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Vereine verlässlich zu sichern. Insgesamt fördert die Region die Vereine bei dem Erfüllen ihrer Aufgaben in Zukunft mit der Gesamtsumme von rund 172.600 Euro (derzeit gesamt: rund 114.300 Euro). Die Regionsversammlung wird dazu am 15. Dezember abschließend abstimmen.