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Handabdrücke in verschiedenen Farben an einer Fensterscheibe © Region Hannover, Westphal

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Region fördert Projekt

"Willkommen Kinder – Region Hannover"

Elternbegleiterinnen unterstützen Kinder aus Flüchtlings- und Asylbewerberfamilien beim Deutsch lernen und beim Ankommen.

Aktuell leben in den 16 Kommunen, in denen die Region Jugendhilfeträgerin ist, etwa 3.500 Familien mit Fluchthintergrund, davon rund 1.000 Kinder im Alter zwischen null bis fünf Jahren. Daneben haben in dem Zuständigkeitsgebiet der Region Hannover rund 34 Prozent der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund. Viele dieser Familien und Kinder beherrschen die deutsche Sprache noch nicht oder nicht gut, was der sozialen Integration und gesellschaftlichen Teilhabe im Wege steht. Mit dem neuen Programm "Willkommen Kinder (WiKi) – Region Hannover" bietet die Region Kindern mit Fluchthintergrund und ihren Familien niedrigschwellige und sofortige Unterstützung – beim Deutsch lernen und beim Ankommen. Am Dienstag, 13. September 2016, hat der Jugendhilfeausschuss die Umsetzung empfohlen, abschließend entscheidet die Regionsversammlung am 27. September.

Für soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe

"Wir wissen, dass noch längst nicht alle Flüchtlingskinder in den Kindertageseinrichtungen angekommen sind. Der Besuch einer solchen Einrichtung aber ist wichtige Voraussetzung für das Erlernen der deutschen Sprache", so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Mit dem Projekt ,Willkommen Kinder‘ bieten wir Unterstützung vor Ort an, das heißt, wir gehen nicht nur in die Kitas und helfen bei der Eingewöhnung, sondern eben auch dorthin, wo die Familien leben."

Das Programm sieht vor, Elternbegleiterinnen mit Migrationshintergrund zu schulen, die die geflüchteten Familien und Kinder dabei unterstützen, in der Region Fuß zu fassen. Dabei soll über die Herkunftssprache parallel der Erwerb der deutschen Sprache gefördert werden. Außerdem bieten die Elternbegleiterinnen Hilfe vor Ort an und besuchen die Kinder und ihre Familien in ihrem Wohnumfeld – etwa in Wohnstätten oder Gemeinschaftsunterkünften. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung einer Eingewöhnung der Kinder in einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle.

Bis zu vier Elternbegleiterinnen pro Kommune

Die inhaltliche Umsetzung des Projekts basiert auf den Erfahrungen und vorhandenen Strukturen von "Rucksack Kita – Region Hannover", welches erfolgreich in der Region Hannover umgesetzt wird: Ausgebildete "Rucksack"-Elternbegleiterinnen – Mütter mit Migrationshintergrund – stehen dabei Familien im Kita-Alltag beratend zur Seite. Diese derzeit 23 Elternbegleiterinnen sollen nun für ihren Einsatz im "Wiki"-Projekt geschult werden. Die Region Hannover finanziert die drei Personalstellen – eine Koordinationsstelle sowie zwei Praxisberaterinnen oder -berater –, die für das Projekt vorgesehen sind. Die eingesetzten WiKi-Elternbegleiterinnen können aus den Mitteln der Familienförderung des Niedersächsischen Sozialministeriums finanziert werden. Zusätzlich sollen weitere Elternbegleiterinnen akquiriert werden, geplant ist der Einsatz von bis zu vier Elternbegleiterinnen pro teilnehmende Kommune.

Das Programm "Willkommen Kinder – Region Hannover" soll spätestens Anfang nächsten Jahres an den Start gehen und vorerst bis zum 31.12.2020 laufen. In dieser Zeit wird das Projekt hinsichtlich Effizienz und Akzeptanz evaluiert.

(Veröffentlicht: 13. September 2016)