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Viel Neues im historischen Gutspark Gehrden

Baumspenden für den Ottomar-von-Reden-Park

Die Rekonstruktion des Gartendenkmals ist so gut wie abgeschlossen, allerdings werden noch für vier Gehölze Paten gesucht, um die Sammlung seltener Bäume und Sträucherzu vervollständigen. 

Zwei Personen in einem PPark mit einem frisch gepflanzten Baum © Region Hannover

Cord Mittendorf und Sonja Beuning mit dem Riesenlebensbaum für den Mittendorf als Privatperson die Patenschaft übernommen hat.

Ein Riesenlebensbaum gehört zu den jüngsten botanischen Neuzugängen im Ottomar-von-Reden-Park. Die Pflanzung des immergrünen Gewächses aus der Familie der Zypressen hat eine private Spende von Gehrdens Bürgermeister ermöglicht. Bei einem Spaziergang in der historischen Grünanlage konnte sich Cord Mittendorf zusammen mit anderen Mäzenen heute nicht nur davon überzeugen, dass „ihre“ Bäume gut angewachsen sind, sondern dass auch der Park insgesamt immer mehr zur Zierde für die Burgbergstadt wird. Die Arbeiten im dritten und vierten Bauabschnitt zur Rekonstruktion des Gartendenkmals sind weitgehend abgeschlossen.

Das "Arboretum"

Wir freuen uns, dass den Gehrdener Bürgerinnen und Bürger der Ottomar-von-Reden-Park so ans Herz gewachsen und auch im Wortsinn etwas wert ist“, freute sich Sonja Beuning, Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung der Region Hannover, über die geschenkten Bäume: „Der Bestand an wertvollen, größtenteils alten Solitärgehölzen im Ottomar-von-Reden-Park konnte so schrittweise wieder zu einem „Arboretum“, einer Sammlung seltener Bäume und Sträucher, erweitert werden.“ Dies ist eines der Entwicklungsziele für den ehemaligen Gutspark in Gehrden, der von einem Landschaftsplanungsbüro erarbeitet wurde. In einem Pflanzplan sind 25 zum Teil exotische Gehölze wie Zimt-Ahorn, Libanon-Zeder oder Taschentuchbaum ausgewiesen. Nach den aktuellen Schenkungen fehlen jetzt nur noch für vier Gehölze finanzkräftige Paten.

Die Elemente der Neugestaltung

„Für 400 Euro steht eine Sumpf-Zypresse oder für 550 Euro ein Eisenholzbaum zur Wahl“, warb Sonja Beuning für mehr Artenvielfalt. Zusammen mit Astrid Eblenkamp vom Team Regionale Naherholung der Region Hannover stellte sie den Spendern  und Mitgliedern des Kuratoriums der Ottomar-von-Reden-Stiftung den Stand der Bau- und Sanierungsarbeiten im Park vor: „Alle Arbeiten an den Wegen sind erledigt, so unter der Linden-Allee und am Asphaltwirtschaftsweg, der dem Park quert. Alle Hauptwege haben nun einheitliche Beläge und sind nun gut begehbar. Am Eingang Süd wurde das nach historischem Vorbild angefertigte Tor eingehängt.“

Im Auftrag der Region Hannover als Eigentümerin des Parks wurde auch ein Beleuchtungskonzept erarbeitet und umgesetzt: Zukünftig werden die Hauptwege vollständig ausgeleuchtet; andere Bereiche der Anlage werden eine atmosphärisch stimmig illuminiert. Neue Beete (Rhododendron, Heide, Stauden) wurden ebenfalls angelegt. Kleine Restarbeiten sollen bis Ende April erledigt sein.

Die Geschichte des Ottomar-von-Reden-Parks

Die Ursprünge des Ottomar-von-Reden-Parks in Gehrden reichen bis in das Jahr 1590 zurück. Als Gutspark wurde die Grünanlage in ihrer heutigen Struktur um 1780 von Friedrich-Otto von Reden angelegt. Vor gut 50 Jahren vermachte Ottomar von Reden (1888-1959), Bürgermeister von Gehrden, dem Landkreis Hannover – heute Region Hannover - den mehr als drei Hektar großen Park als Stiftung. Heute sind Teile des Parks mit seinem zum Teil jahrhundertealten Gehölzbestand denkmalgeschützt. Im 2007 hat das Projektbüro der Gartenregion Hannover ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeiten lassen, das auch die behutsame Rekonstruktion des Gartendenkmals vorsieht und - vor allem - seine langfristige Pflege  gewährleisten soll.