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Zwei Frauen schauen auf die Hände eines Mannes, er zeigt etwas auf einem Papier. Die Szene findet in einer Sitzecke mit Ledersesseln statt. © Langreder, Region Hannover

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Dokumentation 2016

Bessere Hilfe durch intensivere Zusammenarbeit

Neuer Sozialpsychiatrischer Plan 2016 zeigt: intensivere Zusammenarbeit führt zu besserer Hilfe, Fachleute vernetzen sich stärker im Sozialpsychiatrischen Verbund.

Rund 8.740 Patientinnen und Patienten hat allein der Sozialpsychiatrische Dienst der Region Hannover im Jahr 2015 versorgt. Damit ist die Zahl der Inanspruchnahmen von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren enorm angestiegen: Im Jahr 2005 zählte der Sozialpsychiatrische Dienst noch rund 4.780 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die das Hilfeangebot genutzt haben. "Das heißt aber nicht unbedingt, dass die Zahl der Neuerkrankungen steigt, sondern vielmehr, dass die Akzeptanz und das Gesundheitsbewusstsein größer geworden sind – psychische Erkrankungen sind längst kein Tabuthema mehr", so Dr. Thorsten Sueße, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Region Hannover. "Steigende Patientenzahlen in der Region zeigen vor allem auch: Das regionsweite Hilfesystem vernetzt sich immer besser und arbeitet an den Schnittstellen enger zusammen." Das geht aus dem Sozialpsychiatrischen Plan 2016 hervor, der am Dienstag, 19. April 2016, dem Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit vorgestellt wurde.

Ziel: schneller helfen

"Das diesjährige Schwerpunktthema des Plans – Überbrückung von Schnittstellen im Versorgungssystem – soll dazu dienen, Betroffenen insgesamt schneller Hilfe anbieten zu können", sagt Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Es gibt immer noch Verbesserungsmöglichkeiten in der psychiatrischen Versorgung – dafür ist eine gute Vernetzung aller Anbieter wichtige Grundlage."

Herausgegeben wird der Sozialpsychiatrische Plan jährlich vom Sozialpsychiatrischen Dienst als Geschäftsführung des Sozialpsychiatrischen Verbundes der Region Hannover. Auf rund 160 Seiten beleuchtet der druckfrische Sozialpsychiatrische Plan 2016 – neben dem Bedarf an Hilfen und vorhandenen Angeboten – wie wichtig gelungene Schnittstellenarbeit für Integration und Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist. Schnittstellenpartner verschiedener Organisationen des Verbundes beschreiben darin, welchen Anforderungen sie in ihrer gemeinsamen Arbeit begegnen.

Voneinander wissen / miteinander arbeiten

Schnittstellen in der Arbeit mit psychisch Erkrankten sind zum Beispiel: Der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter, die Unterscheidung von körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderungen, die Zuständigkeit von Betreuungs- oder Behandlungsangeboten oder die Entlassung von psychisch Kranken aus dem Strafvollzug mit anschließender Eingliederungshilfe. "Das Sozialsystem wird zunehmend komplexer: Aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Bestimmungen können sich Zuständigkeiten und Kostenträger an Schnittstellen schnell ändern – daher ist es gerade dort wichtig, dass alle Hilfeanbieter voneinander wissen und miteinander arbeiten", sagt Dr. Thorsten Sueße.

Sozialpsychiatrische Unterstützung vernetzen und damit die Versorgung für psychisch Kranke und ihre Angehörigen in der Region Hannover verbessern: Mit diesem Anspruch wurde Ende 1997 der Sozialpsychiatrische Verbund der Region Hannover ins Leben gerufen. Heute wirken rund 100 Anbieter von Hilfeleistungen in dem Zusammenschluss mit – von Kontakt- und Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen bis hin zu stationären Einrichtungen.

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