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Totes Moor

Flugbeschränkung über Totem Moor

Die Flugbeschränkung über dem Toten Moor ist in der Verordnung über Naturschutzgebiete ausreichend geregelt. Diese Haltung der Region Hannover wird auch vom Bundesverkehrsministerium geteilt.

Moorlandschaft mit moorspezifischen Gräsern und anderen Pflanzen, der Boden ist feucht und torfhaltig. © Region Hannover, Kirsch

Totes Moor bei Neustadt am Rübenberge

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wird den Luftraum über dem Naturschutzgebiet „Totes Moor“ nicht zusätzlich als Gebiet mit Flug­beschränkung ausweisen. Die Ausweisung des Naturschutzgebiets (NSG) enthalte bereits alle notwendigen Regelungen, um die naturschutzrechtlichen Belange abzudecken, stellte das Bundesministerium gegenüber der Region Hannover klar. Das hat Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs im Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz am 13.9.2016, mitgeteilt.

Regelungen der NSG-Verordnung

Dem vorausgegangen waren im Schutzgebietsverfahren geäußerte Bedenken, ob eine Ausweisung als Naturschutzgebiet auch eine Einschränkung für den Freizeit-Luftverkehr enthalten könne. Die Regionsverwaltung hatte die Auffassung vertreten, dass die NSG-Verordnung dafür ausreiche. „Das Bundesverkehrsministerium hat unsere Haltung jetzt bestätigt“, berichtete Prof. Dr. Priebs im Ausschuss. Gebiete mit Flugbeschränkung würden ausschließlich zur Gefahrenabwehr verhängt, nicht aber um naturschutzrechtliche Verbote durchzusetzen. Das Ministerium hatte in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die NSG-Verordnung bereits ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro vorsieht, falls Freizeit-Flieger den festgesetzten Schutzraum verletzen. Gleichzeitig betonte das Verkehrsministerium, dass durch den Luftverkehr, der bereits seit Jahrzehnten in diesem Gebiet praktiziert wird, Brut- und Rastvögel nicht gefährdet seien.

Veröffentlichung der Regelung im Luftfahrthandbuch 

Das Bundesverkehrsministerium hat indes angeboten, die Beschränkung für den Luftraum über dem Naturschutzgebiet „Totes Moor“ auch im Luftfahrthandbuch der Bundesrepublik Deutschland zu veröffentlichen. Andernfalls – so die Bedenken der Region und des Ministeriums – erreicht die Regelung nicht alle Pilotinnen und Piloten. „Gemäß den Bestimmungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ist bereits vorgesehen, Gebiet mit empfindlicher Faune an entsprechender Stelle im Luftfahrthandbuch zu veröffentlichen. Somit wäre gewährleistet, dass das NSG ,Totes Moor‘ in angemessener Art und Weise allen Luftfahrtteilnehmern bekannt gemacht wäre“, heißt es im Schreiben des Ministeriums.

(veröffentlicht: 14.09.2016)

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