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Fünf Männer und eine Frau stehen vor einer Hausfassade mit großer Fensterscheibe. Auf der Fensterscheibe steht: "RE_StaRT. Ambulante Begleitung für Menschen in sozialen Notlagen." © Region Hannover

RE_StaRT – Hilfe für Menschen in Notlagen: Rainer Müller Brandes (von links), Leiter des Diakonischen Werkes Hannover, Harald Bremer vom Karl-Lemmermann-Haus, Projekt-Sozialarbeiter Gerd Geil, SeWo-Geschäftsführerin Petra Tengler, Projekt-Koordinator Jan Ulrichs von der Region sowie Thomas Heidorn, Fachbereichsleiter Soziales der Region, bei der Vorstellung des neuen gemeinsamen Hilfeangebots.

RE_StaRT

Neues Projekt für Menschen in sozialen Notlagen

Ambulant, aufsuchend und niedrigschwellig: RE_StaRT ist ein gemeinsames Projekt vom Diakonischen Werk Hannover, Selbsthilfe für Wohnungslose, Karl-Lemmermann-Haus und Region Hannover.

Ambulant, aufsuchend und niedrigschwellig: Das neue Projekt RE-StaRT richtet sich an Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten und unterstützt sie dabei, passgenaue Hilfe in Anspruch zu nehmen. Kern des gemeinsamen Präventions-Projektes von dem Diakonischen Werk Hannover, der Selbsthilfe für Wohnungslose, dem Karl-Lemmermann-Haus und der Region Hannover ist die frühzeitige Unterstützung und Begleitung von Frauen und Männern, die aus verschiedenen Gründen bisher noch nicht von gängigen Hilfesystemen erreicht wurden. Zu der Zielgruppe gehören wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen sowie besonders benachteiligte neuzugewanderte Unionsbürgerinnen und -bürger.

Die richtige Unterstützung finden

"Es sind immer noch zu viele Menschen in Notlagen, die wir mit unseren Hilfen nicht erreichen", so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, "diese Männer und Frauen dabei zu begleiten, nachhaltig die richtige Unterstützung für sich zu finden – darum geht es in dem Projekt RE_StaRT." Rainer Müller Brandes, Leiter des Diakonischen Werkes Hannover, ergänzt: "Viele finden sich in unserem Hilfesystem nicht zurecht. RE-StaRT ist ein Lotsendienst, der Menschen Wege aufzeigt, wenn Wohnungslosigkeit oder andere Schicksalsschläge drohen."

RE-StaRT schließt Lücke, damit Hilfe ankommt

Petra Tengler, Geschäftsführerin Selbsthilfe für Wohnungslose, über die Anfänge des Projektes: "Die Idee zu diesem Projekt entstand im Tagesaufenthalt ,Nordbahnhof‘ für Menschen in Wohnungsnot, dessen Aufgabe die Vermittlung ins Hilfesystem ist. Was aber tun, wenn die Menschen dort nicht ankommen, weil sie sich nicht auskennen, weil sie die Sprache nicht verstehen, weil sie Angst haben? Gut, dass diese Lücke nun durch das Projekt RE-StaRT geschlossen wird".

Trägerschaft und Finanzierung

Finanziert wird RE_StaRT mit rund 800.000 Euro zum größten Teil durch den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP). Die Projektverantwortung und -koordination liegt in den Händen der Region Hannover, die fünf Prozent der Gesamtkosten trägt. Die Selbsthilfe für Wohnungslose (SeWo), die Zentrale Beratungsstelle Hannover des Diakonischen Werkes (ZBS) und das Karl-Lemmermann-Haus übernehmen die Umsetzung von Re_StaRT.

Das RE_StaRT-Team

besteht derzeit aus fünf Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiten in 4,5 Vollzeitstellen, die in Zusammenarbeit mit den Klientinnen und Klienten die jeweils richtigen Hilfen ermitteln, beratend zur Seite stehen oder auch persönlich Begleitung anbieten – etwa zu Kliniken, Ambulanzen, Behörden, Beratungsstellen oder Gerichtsterminen. An die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wenden können sich die Betroffenen entweder selbst oder der Kontakt kommt über Mitarbeitende anderer Einrichtungen zustande. In beiden Fällen bieten die Beraterinnen und Berater schnellstmöglich Termine. "Wir kommen direkt dorthin, wo wir gebraucht werden", berichtet Sozialarbeiter Gerd Geil vom RE_StaRT-Team. "Das kann ein Treffpunkt in der Stadt oder an der Bushaltestelle sein, da richten wir uns nach den Wünschen unserer Klienten. Unsere Beratungen sind immer auf Augenhöhe, anonym, vertraulich und vor allem auf freiwilliger Basis."

Ob Beratungsstellen, das Jobcenter, das Wohnungsamt, Kliniken, Frauenhäuser, Notunterkünfte, Angehörige oder Nachbarn – "ein wichtiges Ziel des präventiven Projektes ist außerdem, die Netzwerke zwischen den Einrichtungen zu stärken, sich untereinander auszutauschen und Hilfebedarfe frühzeitig zu erkennen, um Betroffene schnell und unbürokratisch unterstützen zu können", betont Erwin Jordan.

RE_StaRT

steht für "Richtig Erreichen_Strukturen transportieren aktiv Richtung Teilhabe". Die Projektlaufzeit ist zunächst bis zum 31.12.2018 vorgesehen und soll in diesem Zeitraum evaluiert werden. Kontakt

(Veröffentlicht: 8. Dezember 2016)