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Arbeitsmarktintegration

Staatssekretärin Fahimi auf Projekt-Tour durch die Region

Die Region Hannover präsentiert Vorbild-Projekte „FIT AG“ und „Fit für die Ausbildung“, die unterschiedliche Zielgruppen in den Arbeitsmarkt integrieren.

Gruppenbild mit drei Frauen und vier Männern. © Region Hannover

Austausch bei Diakovere Annastift Leben und Lernen: Roman Jänisch, Betriebsberater von Diakovere (v. l.), Carsten Wulff, Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, Staatssekretärin Yasmin Fahimi, Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Region Hannover, und Projektsteilnehmerin Anja Brüning.

Ihre Themen sind der Arbeitsmarkt und soziale Arbeitsbedingungen: Yasmin Fahimi, seit Januar dieses Jahres Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, besuchte heute (01.09.) die Region Hannover. Sie möchte sich über Projekte informieren, die Langzeitarbeitslose, Menschen mit Handicap, aber auch Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integrieren. „FIT AG“ sowie „Fit für die Ausbildung“ sind zwei solcher Vorzeige-Projekte der Region Hannover, die ihr Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, beispielhaft vorstellt.

Region stellt sich auf unterschiedliche Zielgruppen ein

„Teilhabe durch Arbeit ist die beste Voraussetzung für ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben. Das gilt für Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderungen, Jugendliche und Flüchtlinge gleichermaßen und liegt mir auch persönlich am Herzen. Ich freue mich daher besonders, dass meine Region Hannover hier vorbildliche Projekte präsentieren kann“, sagt Yasmin Fahimi. Die 48-Jährige ist in Hannover geboren und in der Region aufgewachsen. Für die Region Hannover ist es besonders wichtig, sich mit den Projekten auf die jeweiligen Zielgruppen einzustellen. „Wir nehmen diese Herausforderung gerne an. Nur mit passgenauen Lösungen können wir den individuellen Personengruppen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Daher sind wir immer dabei, neue Wege zu gehen und innovative Projekte zu initiieren“, sagt Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover.

Individuelle Vermittlung in den Arbeitsmarkt

Für das Projekt „FIT AG“ werden im Projektzeitraum vom 01.08.2016 bis zum 15.04.2017 insgesamt 790.000 Euro Gesamtkosten veranschlagt – das Jobcenter Region Hannover übernimmt davon 740.000 Euro, die Region Hannover fördert das Projekt mit 50.000 Euro. Die Zielgruppe sind erwerbsfähige, gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die Arbeitslosengeld II beziehen. Nach einer sechsmonatigen Coachingphase beim Berufsbildungszentrum von Diakovere Annastift Leben und Lernen ist die passgenaue Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt das Ziel. „Durch die multiprofessionellen Teams aus Arbeitsmedizinern, Psychologinnen und Psychologen sowie Jobcoaches wird für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin des Projekts ‚FIT AG‘ eine differenzierte Ressourcenanalyse erstellt und berufliche Alternativen gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitet“, berichtet Heidrun Bellack, Fachbereichsleiterin beim Annastift, vom Ablauf des Projekts. Die Betriebsberater nutzen ihre vielfältigen Kontakte zu kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region, erhalten Anfragen oder Hinweise auf Personalbedarfe. „Alle Details zu den Arbeitsplätzen, genaue Tätigkeiten und Rahmenbedingungen, werden in einem Erhebungsbogen erfasst. Durch den Abgleich der Ressourcen der Bewerberin oder des Bewerbers und den Anforderungen des Arbeitsplatzes entsteht ein Matching, das zur individuellen Vermittlung in den Arbeitsmarkt führt“, so Heidrun Bellack.

Das Konzept bewährt sich

Roman Jänisch arbeitet als Betriebsberater bei Diakovere. Für ihn hat sich das Konzept bewährt. „Akquise zu den Betrieben, eine vertrauliche Zusammenarbeit, eine arbeitsplatzbezogene Vorauswahl der Bewerberinnen und Bewerber und seine oder ihre unverbindliche Erprobung in betrieblichen Abläufen führen zu Integrationen in den Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen“, zieht Jänisch ein positives Resümee der vergangenen Jahre. Und die Zielgruppe hat auch das Jobcenter intensiv im Blick: „Gesundheitliche Einschränkungen sind einer der häufigsten Gründe, weshalb Menschen trotz intensiver Arbeitssuche jahrelang auf Grundsicherung angewiesen sind“, sagt Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung des Jobcenters Region Hannover. „Weil Gesundheitsförderung und Arbeitsmarktintegration oft eng zusammenhängen, packen wir jetzt beides gemeinsam in der ‚Fit AG‘ an. Die bisherigen Kenntnisse aus der Maßnahme zeigen, dass dies ein richtiger Weg ist“, so Langer weiter.