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Neun Grundschülerinnen, sieben Grundschüler und sieben Erwachsene in einem Klassenraum. Einige der Kinder probieren Dosentelefone aus. © F. Banse, Region Hannover

Ein Aktionstag rund ums Ohr in der Klasse 3 der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule in Immensen. Mit dabei (hinten, links): Mechatronik-Ausbilder bei Sennheiser, Christoph Knake, mit Auszubildenden, Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg (hinten Mitte) vom Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover, und Barbara Kies von der Hörregion Hannover (hinten, rechts).

Hinhören und ausprobieren

Von Schnecken und Dosentelefonen

Hör-Aktion in Grundschulen: Wie funktioniert das Ohr? Wie fühlt es sich an, nichts zu hören? Und was für Geräusche lassen sich selbst erzeugen? Sennheiser, Deutsches HörZentrum und Hörregion bringen Kinder zum Hinhören.

Sechs Grundschülerinnen, sechs Grundschüler und sieben Erwachsene in einem Klassenzimmer. Mehrere Kinder halten Dosentelefone in die Kamera. © Region Hannover

Mechatronik-Ausbilder bei Sennheiser, Christoph Knake (hinten, v.l.), Barbara Kies von der Hörregion Hannover, Daniela Beyer vom Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover und Auszubildende von Sennheiser.

Rund um das Gehör und das Hörvermögen dreht sich ein Gemeinschaftsprojekt der Sennheiser electronic GmbH  Co. KG, des Deutschen HörZentrums der Medizinischen Hochschule Hannover und der Hörregion. Ziel ist, Kinder für das Thema Hören zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, auf ihr Gehör zu achten.

Aktionstag in der Grundschule Frielingen

Am Dienstag, 24. Oktober, haben die Kinder der Klasse 3 in der Grundschule Frielingen in Garbsen die Ohren aufgesperrt. Es war der sechste Aktionstag dieser Art an Grundschulen in der Region Hannover. "Wir sind damit eingestiegen, dass wir mit den Kindern mit verschiedenen Gegenständen und Instrumenten Geräusche erzeugt haben", berichtet Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. Dann kam die Theorie: Wie funktioniert das Gehör? Was hat es mit der Schnecke im Ohr auf sich? Ein großes Modell diente als Anschauungsobjekt, ehe die Kinder selbst in einem Spiel die Aufgaben der verschiedenen Bestandteile des Ohres nachstellen durften. Weiteres Programm des Vormittags: Dosentelefon bauen, Gehörschutz und Kopfhörer testen, Hörgeräte kennen lernen und schließlich Ocean-Drums und Röhrentrommeln basteln. Unterstützung gab es von Auszubildenden der Firma Sennheiser, die auch das notwendige Material zur Verfügung stellte. "Unsere Schule nimmt an dieser Aktion teil, weil wir uns von der Beschäftigung mit dem Thema Hören erhoffen, dass bei den Schülerinnen und Schülern eine Sensibilität für Lautstärke entsteht, die sich positiv auf ihr Verhalten im Unterricht auswirkt. Der hohe Lautstärkepegel - besonders in Unterrichtsräumen mit schlechten akustischen Verhältnissen - macht Kindern und Lehrkräften das Arbeiten schwer“, sagt Daniel Baxmann, Leiter der Grundschule Frielingen.

Aktionstag in der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule

Am 19. September 2017 haben die Kinder der Klasse 3 in der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule in Immensen/ Lehrte die Ohren aufgesperrt. Es war der fünfte Aktionstag dieser Art an Grundschulen in der Region Hannover. "Unsere Schule nimmt an dieser Aktion teil, weil wir unseren Schülerinnen und Schülern die Thematik rund ums Hören näher bringen wollen", sagt Birgit Rieger, Leiterin der Grundschule in Immensen. „Durch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hörzentrum und Sennheiser lernen die Kinder ihr Gehör mehr zu schätzen und achtsam mit Stimme und Gehör umzugehen. Langfristig wollen wir einzelne Aktionen in den Unterricht integrieren, damit auch anderen Klassen davon profitieren."

Etwa zwanzig Grundschülerinnen und Grundschüler stehen in mehreren Reihen in einem Klassenraum. Zehn Erwachsene bilden die letzte Reihe. Eine Schülerin in der ersten Reihe hält ein Modell-Ohr in den Händen und weitere Kinder sind mit Dosentelefonen zu sehen. © Region Hannover

Klasse 3e der Astrid-Lindgren-Grundschule in Burgdorfs Weststadt (hinten von links): Lehrerin Sevim Dasci, Schulleiter Heiko Blumenstein, Auszubildende von Sennheiser electronic mit Ausbildungsleiterin Stefanie Mehlbauer (hinten, 5. von rechts), Mechatronik-Ausbilder Christoph Knake (hinten, 4. von rechts) und Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg (hinten rechts) vom Deutschen HörZentrum der Medizinischen Hochschule Hannover.

Aktionstage in Burgdorf und Bissendorf

Am 15. November 2016 haben die Kinder der 3e in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Burgdorf die Ohren aufgesperrt. Am 14. Juni 2016 fand der Aktionstag in der Klasse 3A in der Grundschule Bissendorf statt. Andrea Grunwald-Seitz, Leiterin der Grundschule Bissendorf, begrüßte das Projekt ebenfalls: "Es ist toll, dass die Kinder die Möglichkeit bekommen, mit unterschiedlichen Materialien zu agieren und auf diese Weise das Thema Hören im besten Sinne begreifen können." Klassenlehrerin Birte Niehus sagt: "Die Sternenklasse hat sich sehr über das kooperative Angebot gefreut. Auch für Grundschulkinder ist es wichtig zu wissen, dass man auf sein Gehör achten muss."

Dreiunzwanzig Grundschülerinnen und Grundschüler und zehn Erwachsene in der hinteren Reihe haben sich in einem Klassenzimmer für ein Foto aufgestellt. © Region Hannover

Hinhören und ausprobieren: Die Grundschulklasse 3A mit Nils Meyer, Leiter der Hörregion (hinten von links), Christoph Knake, Ausbilder Mechatronik bei Sennheiser, Dr. Angelika Illg, Deutsches HörZentrum, Klassenlehrerin Birte Niehus, Stefanie Mehlbauer, Manager Vocational Training bei Sennheiser und Auszubildenden der Firma Sennheiser.

Premiere in Hannover

Am 10. Mai 2016 war Premiere in der Grundschule Kastanienhof in Hannover mit der Klasse 3b. Cornelia Aschmutat-Hesse, Leiterin der Grundschule Kastanienhof, über das Projekt: "An unserer Schule spielt das Musizieren eine große Rolle, was ja eine Sensibilisierung für Hören und Zuhören beinhaltet. Deshalb passt das Projekt gut zu der Arbeit an unserer Schule." Musiklehrer Arno Kädtler, der den Aktionstag begleitete, war ebenfalls von dem Konzept angetan: "Ein vielversprechendes Projekt. Hier lernen Kinder mit Kopf, Herz und Hand und somit sehr effektiv und gern."

Sechzehn Grundschüler und acht Erwachsene haben sich in vier Reihen. Die drei Mädchen und drei Jungen in der ersten Reihe sitzen bzw. haben sich hingekniet und sperren symbolisch die Ohren auf. Vor ihnen steht ein Model eines Ohrs auf dem Boden. Ein Junge und ein Mädchen in der zweiten Reihe tragen große Kopfhörer. © Schmidt, Region Hannover

Dr. Angelika Illg vom Deutschen Hörzentrum der MHH (v.l.), die Klassenlehrerinnen Saskia Fitzner und Dörte Gottwald, Jermo Köhnke, Finn Janning, Tobias Bierwirth und Jonas Niederschmidt von Sennheiser sowie Nils Meyer, Leiter der Hörregion Hannover, entdecken mit der Klasse 3a der Grundschule im Langen Feld aus Laatzen das Thema Hören.

Das Konzept

stammt aus der gemeinsamen Feder von Sennheiser und dem Deutschen HörZentrum. "Beide Institutionen beschäftigen sich unter anderem auch damit, Wissen weiterzugeben", sagt Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum. "Die Grundschüler sind unsere Zukunft. Sie müssen gerade in diesem Alter lernen mit ihren persönlichen Ressourcen sensibel umzugehen, da nicht alles am Körper reparabel ist. Hören hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit. So werden wir mit den Kindern auch einen Blick in die Welt von hörgeschädigten Kindern werfen." Die Sensibilisierung für das Thema Hören schärfe die persönliche Wahrnehmung und den Umgang mit dem Gegenüber, betont die Medizinpädagogin.

Wissen teilen

"Wir unterstützen das Projekt sehr gerne, denn als Audiospezialist wissen wir sehr genau, worauf es beim Thema ‚Hören‘ ankommt und teilen dieses Wissen gerne mit den Schülern. ‚Sound‘ kann auf einzigartige Weise unsere Emotionen beeinflussen, wie beispielsweise auf einem Konzert. Diese Erfahrung anhand von Experimenten für die Schüler erfahrbar zu machen ist eine tolle Aufgabe", so Stefanie Mehlbauer, Manager Vocational Training bei Sennheiser.

Eine Frau hat ein Modell eines Ohrs in den Händen und erklärt Kindern etwas dazu. Um sie herum befinden sich auch drei weitere Erwachsene. Ein Junge meldet sich gerade. © Region Hannover

Medizinpädagogin Dr. Angelika Illg vom Deutschen HörZentrum erklärt die Funktionsweise des Gehörs. Stefanie Mehlbauer und Christoph Knake von Sennheiser electronics unterstützen den Unterricht mit Mitmach-Aktionen.

Gebündelte Kompetenzen

Den Anstoß für das Grundschulprogramm hatte die Hörregion unter der Leitung von Nils Meyer von der Region Hannover gegeben: "Die Hörregion ist ein Vernetzungsprojekt. Unser Ziel ist, Akteurinnen und Akteure aus der Region Hannover zusammenzubringen, die sich mit dem Thema Hören beschäftigen, damit aus dieser Zusammenarbeit etwas Neues entsteht – so wie dieses Programm an Grundschulen", erklärt Meyer. "Wir bündeln Kräfte, um gemeinsam das Thema Hören in den Fokus zu rücken. Der Hörsinn ist wesentlich, um an Gesellschaft, Bildung, Kultur und Kommunikation teilzuhaben. Deshalb ist es wichtig, auf sein Gehör zu achten. Je eher ein Mensch das lernt, umso besser."

Hörregion Hannover

In der Region Hannover gibt es eine deutschlandweit einzigartige Vielfalt von herausragenden Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen rund um Schall, Klang und Akustik – in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheit, Bildung und Kultur. Auf dieser Basis entwickelt die Region Hannover die neue Marke und das neue Netzwerk Hörregion, mit der Absicht, auf den Hör-Sinn in seinen verschiedenen Facetten aufmerksam zu machen, für gutes Hören zu werben und den Standort Region Hannover zu stärken.

Weitere Informationen

über Idee, Projekte und Veranstaltungen der Hörregion unter www.hörregion-hannover.de