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Alltagsverkehr

4,3 Millionen Euro für den Ausbau des Radwegnetzes

Bund fördert Ausbau des Radwegenetzes in der Region Hannover, zehn neue Radwege für den Alltagsverkehr sind in Planung.

Frohe Botschaft aus Berlin

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit stellt der Region Hannover weitere 4,3 Millionen Euro für den Ausbau des Radwegnetzes für den Alltagsverkehrs zur Verfügung. Die Fördersumme wird in den Jahren 2018 bis 2021 ausgezahlt und ermöglicht im nächsten Jahr den Neubau von Radwegen zwischen Thönse und Engensen (K 117), Thönse und Neuwarmbüchen (K116), Devese und Ronnenberg (K 221/226) sowie zwischen Lathwehren und Ostermunzel (K 251). Weitere sechs neue Radwege sind für die Folgejahre geplant. Die Zuwendung stammt aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative bei einer Förderquote 70 Prozent.

Der Eigenanteil der Region Hannover als Bauherrin beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro

Die Region Hannover hatte sich schon  2016 beim Förderwettbewerb des Bundesministeriums zum Thema "Klimaschutz im Radverkehr" erfolgreich beworben. Für das Projekt "Ausbau des Vorrangnetzes für den Alltagsradverkehr" gab es im Frühjahr 2017 nicht nur eine Urkunde, sondern erstmalig Gelder in Höhe von 3 Millionen Euro, mit denen zurzeit die Fahrbahndecken von über 60 Ortsdurchfahrten in der Region saniert und insbesondere die Führungsformen des Radverkehrs – im Mischverkehr oder auf Schutzstreifen – überprüft werden. Die Anlage von Querungsstellen an den Ortseingängen gehört gleichfalls zum Ausbauprogramm; sie dienen auch zur Temporeduzierung des Autoverkehrs.

"Das Radfahren in der Region Hannover soll schneller, bequemer und sicherer werden", fasst Conrad Vinken, vom Fachbereich Verkehr der Region Hannover, die Leitlinie des Projektes zusammen: "Unser Ziel ist ein hochwertiges, ganzjährig nutzbares Wegesystem für Fahrten im Alltag: Dies bezieht nicht nur die Radwege an den Kreisstraßen, sondern auch Routen an Gemeinde-, Landes- und Bundesstraßen ein."

Über Landkreisgrenzen hinweg

Das Vorrangnetz soll flächendeckend eine Gesamtlänge von rund 800 Kilometern umfassen, die zentralen Orte der Städte und Gemeinde erschließen und auch über die Regionsgrenze hinaus Verbindungen in die benachbarten Landkreise schaffen. Neben Lückenschlüssen (Neubau) haben vor allem der Ausbau (Breite, Belag) und die Führung bestehender Fahrradwege Vorrang.

Für das Jahr 2019 sind neue Radwegeverbindungen zwischen Bissendorf und Scherenbostel (K 102), Thönse und Wettmar (K 116), Schwüblingsen und Dollbergen (K 132) sowie Bilm und Wassel (K 143) geplant.

Neue Radwege für zwischen Resse und Wiechendorf (K 102) sowie zwischen Evern und Dolgen (K 136) stehen für 2020 auf dem Programm.

(Veröffentlicht: 22. Dezember 2017)