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Verkehrsausschuss berät

Barrierefreie Bushaltestellen

Sicheres Ein- und Aussteigen: Die Region Hannover baut in den Kommunen Neustadt am Rübenberge und der Wedemark 14 weitere Bushaltestellen barrierefrei aus.

Ein vorbeifahrender Bus aus Bodennähe fotografiert. © Region Hannover, Angelina Jasmin Oetter

In Fahrt

Die Region Hannover baut in den Kommunen Neustadt am Rübenberge und der Wedemark 14 weitere Bushaltestellen barrierefrei aus. Die Haltepunkte werden so umgestaltet, dass dort künftig Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Gehhilfen sicher ein- und aussteigen können. Der Verkehrsausschuss der Region Hannover berät über die Pläne in seiner Sitzung am 23. März 2017. Die endgültige Entscheidung trifft der Regionsausschuss im April.

Wichtigste bauliche Veränderungen

an den Haltestellen sind erhöhte Einstiegsbereiche. Die Borde am Fahrbahnrand liegen dann 16 Zentimeter über dem Straßen-Niveau. So verringert sich der Abstand zwischen Bordsteinkante und Bus und erleichtert das Ein- und Aussteigen. Tasthilfen und Führungselemente im Boden ermöglichen sehbehinderten Menschen eine bessere Orientierung. Vereinzelt sind vergrößerte Wartebereiche, zusätzliche Fahrradabstellplätze oder der Bau neuer Wartehallen geplant. Die Gesamtkosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 420.000 Euro. Das Land Niedersachsen bezuschusst das Vorhaben mit rund 268.000 Euro, die übrigen Kosten trägt die Region Hannover.

"Barrierefreier Linienverkehr"

Der Haltestellenausbau ist Teil des Aktionsplans "Barrierefreier Linienverkehr" der Region Hannover. Ziel ist es, mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen eine sichere und bequeme Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu ermöglichen. "Von den insgesamt rund 3.600 Bushaltestellen in der Region sind bereits 700 barrierefrei", sagt Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover. "Wir wollen zunächst in jedem Ortsteil einer Kommune mindestens eine barrierefreie Haltestelle anbieten. Anschließend verdichten wir das Haltestellennetz weiter."

Voraussetzung für die stufenlose Nutzung

des Nahverkehrs ist der Einsatz von Niederflurbussen mit sogenannter "Kneeling-Technik". Dabei wird das Fahrzeug hydraulisch an der Haltestelle abgesenkt. Dies erleichtert insbesondere Fahrgästen mit einer Gehbehinderung oder Gästen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck den Ein- und Ausstieg.

Betroffene Haltestellen in Neustadt

Empede/Weinbergstraße (Nordwest- und Südostseite)
Wulfelade/ Raiffeisenstraße (Nord- und Südseite)
Metel/ Brinkstraße (Nord- und Südseite)
Hinweis: Die in der angefügten Liste aufgeführte Haltestelle "Im kühlen Grunde" (beide Richtungen) wird in Zusammenhang mit der Sanierung der K 347 umgebaut (voraussichtlich 2018).

Betroffene Haltestellen in der Wedemark

Elze/Okerstraße (Ost- und Westseite)
Hellendorf/ Andersenweg (Westseite)
Oegenbostel/ Burgstraße (Nord- und Südseite)
Plumhof (Ost- und Westseite)
Sprockhof

(Veröffentlicht am 10. März 2017)