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Eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Altersklassen © Christiane Lange-Schönhoff

Frühes Fördern von Anfang an: Start des Programms der Region in Wunstorf mit Kristin Hinrichs (v.l.) und Peter Jürgens-Neubert von der Familien- und Erziehungsberatung der Region, Sozial- und Jugenddezernent Erwin Jordan, Kinderärztin Dr. Nina Höhn, Wunstorfs Erster Stadtrat Carsten Piellusch, DRK-Kita-Leiterin Sabine Seehagen zusammen mit den Kindern der Einrichtung Rabia Ayșe, Sude und Ahmet. 

Frühen Hilfen – Frühe Chancen

Begleiten und Fördern von Anfang an

Die Region Hannover startet mit neuem Baustein der Frühen Hilfen – Frühe Chancen in vier Wunstorfer Einrichtungen.

Vom Kleinkind bis zur Einschulung – die frühe Beratung und Diagnostik in Kindertageseinrichtungen ist das neue Angebot der Region Hannover, die damit die Lücke zwischen Vorsorgeuntersuchungen und der Schuleingangsuntersuchung schließt. Kinderärztinnen und Fachleute der Psychologie aus der Familien- und Erziehungsberatung der Region besuchen regelmäßig Kindertagesstätten, beraten Eltern vor Ort und entwickeln gemeinsam mit den geschulten pädagogischen Kita-Fachkräften individuelle Programme für Kinder mit Förderbedarf. In diesen Wochen startet der Baustein des Koordinierungszentrums „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ der Region Hannover in gleich vier Kindertageseinrichtungen in Wunstorf – in der AWO-Kita am Kalkofen, in der Kita St. Bonifatius Frankestraße, der Kita St. Johannes und in der DRK-Kita Eleonore von Unger. 

So sehen die Verantwortlichen das neue Angebot

„Über die Kitas erreichen wir gut 97 Prozent aller Kinder in der Region“, so Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover, bei der Vorstellung des Konzeptes. „Die Ergebnisse der jährlichen Schuleingangsuntersuchungen zeigen, wie wichtig es ist, schon im Vorschulbereich anzusetzen und Kindern möglichst frühzeitig Förderangebote zu machen.“

„Wir freuen uns, dass Wunstorf mit vier Einrichtungen an dem Programm teilnehmen kann. Von dem neuen Konzept profitieren nicht nur die Kinder, auch für die Eltern und Erzieher und Erzieherinnen erleichtert es die jeweils richtige Begleitung der Kinder“, sagte Carsten Piellusch, Erster Stadtrat von Wunstorf.

Sabine Seehagen, Leiterin der DRK-Kita Eleonore von Unger ergänzte: „Wir sind startbereit! Nach den Fortbildungen, die zum Programm dazugehören, fühlen wir uns gut vorbereitet. Das haben wir uns schon immer für die Kinder gewünscht – ein gutes Netzwerk früher unkomplizierter Unterstützung von Eltern und Kindern.“

Schulungen der pädagogischen Fachkräfte sind Grundlage für Beratungsgespräche und Untersuchungen

Zu dem Programm „Sozialpädiatrische Beratung in Kindertageseinrichtungen“ gehören Fortbildungen, die in Kooperation mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg durchgeführt werden. So wurden auch in Wunstorf zunächst alle pädagogischen Fachkräfte der teilnehmenden Einrichtungen zu einem gut erprobten und einheitlichen Verfahren zur Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation geschult. Mithilfe dieses Verfahrens werden künftig alle Kinder hinsichtlich ihrer Entwicklung eingeschätzt. Diese pädagogische Einschätzung bildet die Grundlage für Beratungsgespräche und Untersuchungen durch eine Kinderärztin und einer Psychologin der Familien- und Erziehungsberatung der Region, die in den teilnehmenden Kitas regelmäßig einmal im Monat vor Ort sind. Zusätzlich können Fachkräfte der individuellen Sprachförderung in Anspruch genommen werden. Derzeit beteiligen sich insgesamt 34 Kindertagesstätten an acht Standorten in der Region an dem Kita-Konzept. „Derzeit erreichen wir damit etwa 3000 Kinder in der Region – vom Krippenalter bis zu den Sechsjährigen“, so Dr. Andrea Wünsch von der Region Hannover, die das Kita-Konzept koordiniert.

Das Projekt "Sozialpädiatrische Beratung in Kindertageseinrichtungen"

Gestartet ist das ganzheitliche Präventionskonzept „Sozialpädiatrische Beratung in Kindertageseinrichtungen“ im September 2015. Es ist ein Baustein des Koordinierungszentrums „Frühe Hilfen – Frühe Chancen“ der Region Hannover und soll in den Kommunen auch zur besseren Vernetzung von Fachkräften aus Psychologie, Pädiatrie und Pädagogik beitragen. Das Konzept soll zunächst auf die Kommunen ausgeweitet werden, in denen die Region Jugendhilfeträgerin ist und in denen die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen und die Daten des Sozialberichts auf einen höheren Bedarf an frühzeitigen Förderungen hinweisen. Das betrifft vor allem – neben Wunstorf – Barsinghausen, Seelze, Garbsen, Ronnenberg, Neustadt, Sehnde und Springe.

Die Region Hannover

Die Region Hannover ist als Jugendhilfeträgerin zuständig für 16 der 21 regionsangehörigen Städte und Gemeinden. Dazu gehören: Barsinghausen, Burgwedel, Garbsen, Gehrden, Hemmingen, Isernhagen, Neustadt am Rübenberge, Pattensen, Ronnenberg, Seelze, Sehnde, Springe, Uetze, Wedemark, Wennigsen und Wunstorf. Die Städte Hannover, Burgdorf, Laatzen, Langenhagen und Lehrte übernehmen dagegen selbst die Aufgaben der öffentlichen Jugendhilfe.