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Trends und Fakten

Trends und Fakten 2017

Beschäftigung und Bildung erzielen Spitzenwerte

Neues Rekordhoch: die Region Hannover baut ihre Position als wirtschaftsstarker Standort weiter aus.

Steigende Bevölkerungszahlen, ein neues Rekordhoch in der Beschäftigung und so viele Studierende wie nie zuvor: Die Region Hannover baut ihre Position als wirtschaftsstarker Standort weiter aus. Die neue Broschüre "Trends und Fakten", die jährlich von der Wirtschaftsförderung der Region Hannover herausgegeben wird, fasst die wichtigsten regionalwirtschaftlichen Zahlen und Daten unter anderem zu Bevölkerung, Beschäftigung, Kaufkraft oder Einzelhandel zusammen und liefert aktuelle Informationen zu Leitbranchen, Bildung und Wissenschaft, Immobilien und Gewerbeflächen, Tourismus und Messen.

Wachsende Bevölkerung - mehr Beschäftigte

"Die Region Hannover ist ein ausgezeichneter Ort zum Leben und lockt mit ihrer infrastrukturellen Anbindung und einem wachsenden Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen vor allem junge Menschen und Familien an", sagt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. Die Bevölkerung in der Region Hannover wächst weiterhin kontinuierlich. Aktuell leben hier rund 1,145 Millionen Menschen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen: Mit fast 488.000, darunter 259.300 Männer und 228.700 Frauen, erzielt die Beschäftigung ein neues Rekordhoch. In der Landeshauptstadt Hannover arbeiten über 313.000 Menschen, im Umland etwa 175.000. Der Anteil der Beschäftigten mit einem akademischen Berufsabschluss ist in der Region Hannover erneut gestiegen und liegt mit 18,2 Prozent deutlich höher als in Niedersachsen und Deutschland. Im Gesundheits- und Sozialwesen (69.990), im verarbeitenden Gewerbe (67.530) sowie im Handel (65.180) arbeiten nach wie vor die meisten Beschäftigten.

Spitzenplatz in der schulischen und beruflichen Bildung

Auch in der schulischen und beruflichen Bildung nimmt die Region deutschlandweit erneut einen Spitzenplatz ein. Schülerinnen und Schüler schließen die Schule häufiger mit einer Hochschulreife ab (39,9 Prozent) als im Landes- und Bundesdurchschnitt. Insgesamt verließen 2015 etwa 11.300 Schülerinnen und Schüler eine der über 100 weiterführenden Schulen mit einem Schulabschluss. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Schulabschluss geht weiter zurück. Mit der Leibniz Universität, der Hochschule Hannover, der Musikhochschule, der Medizinischen Hochschule und der Tierärztlichen Hochschule gilt Hannover als renommierter Wissenschafts- und Forschungsstandort. An den Hochschulen in Hannover sind fast 47.500 Studierende eingeschrieben – so viele wie noch nie zuvor.

Kaufkraft und Bruttoinlandsprodukt über dem Bundesdurchschnitt

Die Kaufkraft in der Region Hannover beträgt insgesamt 25,36 Milliarden Euro. Diese Summe entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von rund 23.000 Euro pro Einwohner und liegt damit 3,4 Prozent über der durchschnittlichen Kaufkraft in Deutschland. Auch bei der Einzelhandelskaufkraft schneidet die Region Hannover im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich ab: etwa 6.000 Euro pro Einwohner und 4,5 Prozent über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Mit 69.300 Euro je Erwerbstätigen und 40.500 Euro je Einwohner liegt das Bruttoinlandsprodukt in der Region Hannover deutlich über dem Landes- und Bundeswert. Auch die Bruttowertschöpfung als Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen ist sowohl pro Erwerbstätigem als auch pro Einwohner im Vergleich zu Niedersachsen und Deutschland höher. "Das unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Region Hannover", sagt Wirtschaftsdezernent Franz.

Fast 51.000 Unternehmen sind in der Region Hannover angesiedelt, darunter über 44.000 Kleinstbetriebe (bis zu neun Beschäftigte) und 237 Großbetriebe mit mehr als 250 Beschäftigten. 27 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsens sowie 22 der 50 wertschöpfungsstärksten Firmen Niedersachsens haben ihren Sitz in der Region Hannover.

Revitalisierung von Gewerbebrachen

Das Gewerbeflächenangebot ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen, die sich in der Region Hannover ansiedeln und erweitern wollen. Insgesamt 88 Hektar Gewerbeflächen, davon 37,7 Hektar in Autobahnnähe sind in der Region Hannover sofort vermarktbar. Für weitere 274,2 Hektar gibt es Bebauungspläne, diese Flächen sind allerdings noch nicht erschlossen oder befinden sich im privaten Eigentum. "Aufgrund von Flächenkonkurrenzen und Anforderungen an den Freiraumschutz stoßen die Entwicklungsmöglichkeiten neuer Gewerbeflächen zunehmend an ihre Grenzen", sagt Franz. Wiedernutzbare Gewerbebrachen (aktuell 178,5 Hektar in der Region) bekommen dadurch eine besondere Bedeutung für die Region Hannover, die aktuell mit einem Projekt die Revitalisierung von Gewerbebrachen finanziell fördert.

Mietpreise unterhalb anderer Großstädte

Die Mietpreise sind trotz Steigerungen und hoher Nachfrage nach wie vor unter dem Niveau anderer Großstädte – sowohl die Büro- und Ladenmieten als auch die Wohnungsmieten. In der Landeshauptstadt Hannover liegen die Büromieten pro Quadratmeter zwischen 5,50 Euro und 11 Euro. In der Innenstadt liegen die Ladenmieten zwischen 14 Euro und 160 Euro pro Quadratmeter. Auch die Wohnungsmieten und Kaufpreise für Baugrund und Eigentumswohnungen sind im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland moderat.

Beliebt bei Touristen

Mit über 2,2 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr festigt die Landeshauptstadt ihre Position als übernachtungsstärkste Stadt in Niedersachsen. Im Ranking der deutschen Großstädte liegt Hannover damit auf Platz 11. Auch das Umland von Hannover verzeichnet rund 1,6 Millionen Übernachtungen und damit sogar mehr als Großstädte wie Bremen, Essen oder Dortmund. Insgesamt zählte die Region Hannover 2016 fast 3,9 Millionen Übernachtungen. Für die Bekanntheit und das Image des Wirtschaftsstandortes Hannover sind vor allem auch die insgesamt 69 Messen im Jahr 2016 mit rund 1,2 Millionen Gästen ein wichtiger Standortfaktor.

(Veröffentlicht: 24. August 2017)