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20 Personen haben sich zu einem Gruppenbild aufgestellt. © Region Hannover, Gudrun Hartwig

Die Bewertungskommission beim Regionswettbewerb 2017

Dorf mit Zukunft

Jeinsen macht beim Regionsentscheid das Rennen

Der Regionswettbewerb 2017 "Unser Dorf hat Zukunft" ist entschieden: Auf dem Siegertreppchen ganz oben steht in diesem Jahr Jeinsen. Die Plätze zwei und drei belegen Nöpke und Mesmerode, zwei Sonderpreise gehen an Eldagsen.

Der Pattenser Ortsteil Jeinsen überzeugte die 21-köpfige Bewertungskommission neben einer ganzen Reihe von Aktivitäten im sozialen wie kulturellen Leben vor allem durch die gemeinsamen Anstrengungen der Dorfgemeinschaft, die auch monetär in die Lebensqualität ihres Heimatortes investiert. Punkten konnte Jeinsen überdies mit seinem von alten Höfen, Streuobstwiesen und Kirchwegen geprägten Ortsbild. Silber und Bronze gehen an Nöpke (Neustadt a. Rbge.) und  Mesmerode (Wunstorf). Das viertplazierte Eldagsen (Springe) darf sich über zwei Sonderpreise freuen.

Unterschiedliche, aber zukunftsträchtige Orte

Regionspräsident Hauke Jagau lobte stellvertretend für die Jury-Mitglieder alle Teilnehmer des diesjährigen Regionsentscheids: "Wir haben auf unseren Rundgängen sehr unterschiedliche Orte erlebt, die aber alle auf ihre Weise zukunftsträchtig sind. In den engagierten Präsentationen haben uns die Dorfgemeinschaften mit viel Selbstbewusstsein ihre Stärken gezeigt, aber auch Schwachpunkte nicht versteckt. Dieser offensive Umgang mit Problemstellungen zeichnet alle Teilnehmer aus und hat uns als Jurorinnen und Jurorinnen die Entscheidung nicht leicht gemacht."

Der Dorfgemeinschaft Jeinsen (rund 1.300 Einwohnerinnen und Einwohner) wurde für den ersten Platz im Regionsentscheid eine Siegprämie in Höhe von 3.000 Euro zuerkannt, Nöpke (600 EW) 2.500 Euro, Mesmerode (700 EW) 2.000 Euro und Eldagsen (3.200 EW) 1.500 Euro. Die Springer Ortschaft erhält zudem den mit 500 Euro dotierten "Sonderpreis Klimaschutz & Klimaanpassung" des Landes Niedersachsen und weitere 500 Euro, die die Region Hannover für das diesjährige Schwerpunktthema "Integration und Willkommenskultur im ländlichen Raum" ausgelobt hatte.

Zukunft entwickeln

Mit dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ehrt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft alle drei Jahre bürgerliches Engagement für eine lebenswerte Zukunft auf dem Land. Schirmherr ist der Bundespräsident. Der Wettbewerb will die teilnehmenden Ortschaften dazu anregen, die eigenen Stärken, Schwächen und Chancen zu analysieren und daraus ein ganzheitliches Konzept für die zukünftige Entwicklung zu erarbeiten.

Beim letzten Entscheid auf Regionsebene vor drei Jahren hießen die Sieger Dudensen, Hagen und Wulfelade (alle Neustadt a. Rbge.). Dudensen konnte auch bundesweit mit seinen Qualitäten überzeugen und wurde mit der Silbermedaille im Bundeswettbewerb 2016  ausgezeichnet.

Geschichte des Wettbewerbs

Der erste "Dorf-Wettbewerb" fand 1961 auf Bundesebene statt und hatte zum Ziel, die Abwanderung der Dorfbevölkerung insbesondere aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft zu verhindern. Dorfverschönerung und die Grüngestaltung durch Blumenschmuck waren die Ansätze damals.

Im Laufe der Jahre kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Attraktivität und Beständigkeit eines Dorfes nicht nur durch gestalterische Elemente beeinflusst werden. Die Wettbewerbskriterien verlagerten sich in Richtung Dorferneuerung und integrierte Dorfentwicklung, sie wurden um die Punkte der Nachhaltigkeit und der künftigen Zielstellungen auf dieser Ebene (Dorf-Agenda) ergänzt. 1997 wurden die Wettbewerbskriterien und der Name des Wettbewerbs geändert. Aus "Unser Dorf soll schöner werden" wurde "Unser Dorf hat Zukunft".

(Veröffentlicht: 19. Mai 2017)