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Vier Männer und eine Frau durchschneiden ein Band vor der Tür des Naturparkhauses am Steinhuder Meer. © Kirsch, Region Hannover

Eröffnungszeremonie in Mardorf (von links): Ausstellungsmacher Harald Kessler, Architekt Oliver Tebarth, Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck, Staatssekretärin Almut Kottwitz und Regionspräsident Hauke Jagau

Naturpark Steinhuder Meer

Region Hannover eröffnet neues Naturparkhaus

Interaktive Moor-Ausstellung, Informationen und Service für Gäste – in Mardorf am Steinhuder Meer gibt es eine neue Anlaufstelle für Besucherinnen und Besucher.

Zwölf Monate nach der Grundsteinlegung wurde am Donnerstag, 30. März 2017, die Fertigstellung des Naturparkhauses am Mardorfer Ufer des Steinhuder Meers gefeiert. In dem zweigeschossigen Neubau im Passivhausstandard ist nicht nur die Ausstellung "Vom Torfabbau zum Klimaschutz – Moore im Wandel ihrer Funktion" über die Bedeutung der Hochmoore im Norden des Naturparks untergebracht. Besucherinnen und Besucher können sich über touristische Angebote rund ums Meer informieren sowie weitere Serviceangebote nutzen. Erster regulärer Öffnungstag ist Samstag, 01. April 2017, Einlass ab 11 Uhr.

"Der Naturpark bietet mehr als das Meer",

sagte Regionspräsident Hauke Jagau bei Eröffnung vor geladenen Gästen: "Mit der neuen Dauerausstellung wollen wir das Augenmerk der Besucherinnen und Besucher besonders auf die einzigartigen Hochmoore im Norden des Naturparks, auf ihren Erhalt und Renaturierung lenken. Sie ergänzt die vorhandenen Umweltbildungsangebote rund um das Steinhuder Meer." Mit dem neuen Haus habe zudem auch die Verwaltung des Naturparks bessere Arbeitsmöglichkeiten vor Ort bekommen und sei nun für alle Anliegen leichter erreichbar, so Jagau.

Impressionen aus Mardorf, Uferweg 118: Das ist das Naturparkhaus am Steinhuder Meer, darin gibt es einiges zu entdecken.

Video-Download

naturpark-steinhuder-meer.de

Auch Almut Kottwitz, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, betonte in ihrem Grußwort: "Moore erfüllen viele wichtige ökologische Funktionen, sie dienen als Kohlenstoffspeicher für den Klimaschutz und haben auch hohe Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ich halte es für ausgesprochen wichtig, dass die Menschen um die Bedeutung unserer Moore wissen. Niedersachsen ist eines der moorreichsten Bundesländer Deutschlands – deswegen hat es hier eine besondere Verantwortung."

Moor erleben – jetzt auch wetterfest

Im Naturpark Steinhuder Meer gibt es an einigen Orten Möglichkeiten, dem Moor über Holzstege und Aussichtstürme näher zu kommen. Im Mardorfer Naturparkhaus kann dies nun auch wetterfest geschehen. In einem Multivisionsraum erleben Besucherinnen und Besucher Moor aus verschiedenen Blickwinkeln: aus der Sicht eines Kranichs oder der Perspektive es Torfmooses. Interaktive Themeninseln ermöglichen zudem eine Reise durch seine Geschichte. "Ein riesiges Panorama einer Moorlandschaft und sogenannte ‚Moorbotschafter‘ bieten einen Einblick in diesen einzigartigen Lebensraum", erklärt Helmut Kessler, der mit seiner Firma die Ausstellungsplanung verantwortet. Gestalterische Elemente wie ein in den Boden eingelassener Steg, der sich in der Längsachse durch das ganze Gebäude zieht sowie stilisierte Torfkähne und Segel stehen als Symbole für den Naturpark und finden sich in der Ausstellung wieder.

Das Naturparkhaus befindet sich auf einem von gewachsenen Dünen und hohen Bäumen geprägten Grundstück am Uferweg in Mardorf. "Ich bin beeindruckt, wie gut es gelungen ist, diese neue Attraktion in die vorhandene Umgebung zu integrieren", freut sich Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck. Der zweigeschossige, acht Meter hohe Baukörper gräbt sich dabei mit dem Sockelgeschoss förmlich in die vorhandene Dünentopographie des Grundstücks ein. Im Obergeschoss befinden sich Büroräume und eine kleine Wohnung für einen Teilnehmenden des freiwilligen ökologischen Jahres.

Modern und barrierefrei

Das Naturparkhaus Mardorf wurde vom Büro btp architekten entworfen, die 2014 als Sieger eines vorgeschalteten Wettbewerbs hervorgegangen sind. "Alle unsere Vorgaben wurden optimal umgesetzt", freut sich Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover. Zur Optimierung der Energiebilanz wird das Gebäude über einen hocheffizienten Gasbrennwertkessel beheizt. "Große Fensterflächen nach Süden ausgerichtet, geben den Blick über das Steinhuder Meer frei und sorgen für eine passive Solarenergienutzung bei tiefstehender Sonne im Winter", erläutert Architekt Oliver Tebarth. Zudem erfolgt die Belüftung der Räumlichkeiten über passivhaustaugliche Komfortlüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung.

Alle Bereiche im Haus sind barrierefrei erreichbar. Im Außenbereich befinden sich öffentlich zugängliche Toiletten, die auch unabhängig von Öffnungszeiten der Ausstellung nutzbar sind. Auch Ladestationen für E-Bikes können genutzt werden. Die Region hat in das neue Naturparkhaus insgesamt rund 1,6 Millionen Euro investiert.

(Veröffentlicht: 30. März 2017)

Neues zum Naturparkhaus