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Finanzen

Region ist kurzfristig ohne Liquiditätskredite

Schulden haben den niedrigsten Stand seit Regionsgründung erreicht.

Eurobanknoten © Sawadka, Region Hannover

Was beim Privatmann oder der Privatfrau der Dispo ist, sind für die Region Hannover die Liquiditätskredite. An diesem Donnerstag, 20. April 2017, standen  diese Liquiditätskredite erstmals seit 2003 auf Null. Für Regionspräsident Hauke Jagau ein Zeichen, dass die Region Hannover finanziell auf einem guten Weg ist: „Wir haben in den vergangenen Jahren konsequent Altdefizite abgebaut – und das, obwohl wir gleichzeitig die Kommunen entlastet und die Hebesätze für die Regionsumlage gesenkt haben“, sagt Jagau. Er erinnert daran, dass die maximale Kreditermächtigung für die kurzfristigen Liquiditätskredite 2011 noch bei 782 Millionen Euro lag – die in dieser Höhe allerdings nicht in Anspruch genommen wurden.

Dass die Region Hannover Liquiditätskredite in unterschiedlicher Höhe benötigt, liegt an den Zahlungsströmen. So wie die Region Hannover selbst Geld auszahlt für ihre Aufgaben, erhält sie auch Geld von Bund, Land und Kommunen. Die durchschnittliche Höhe der aufgenommenen Liquiditätskredite 2016 lag bei 131 Millionen Euro. Für 2017 rechnet die Region mit weiter sinkenden Durchschnittsbeständen. Zum Jahresende wird allerdings ein höherer Bestand als Ende 2016 erwartet. Der Grund: Geld, das die Region für dieses Jahr erhält, ist bereits im vergangenen Jahr geflossen und konnte so die kurzfristigen Kredite senken. Die Aufwendungen, die für die Beträge eingeplant sind, bestehen jedoch weiterhin. „An dem Ziel, die Schulden weiter herunterzufahren, arbeiten wir natürlich weiter. Gleichzeitig ist uns wichtig, die Kommunen an den Verbesserungen teilhaben zu lassen und in dieser niedrigen Zinsphase notwendige Investitionen zu stemmen, um für die Zukunft gerüstet zu sein“, betont Jagau. „Voraussetzung ist, dass die wirtschaftliche Entwicklung weiter so stabil bleibt wie bisher.“