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Naturschutz

Rodungs- und Erdarbeiten im Hastbruch

Region Hannover lässt ehemalige Fischteichanlage zum Biotop umgestalten. Es entsteht einer der größten zusammenhängenden Grünlandbereiche.

Landschaftsaufnahme © Region Hannover

Grünlandkomplex Hastbruch

Ab Dienstag, 24. Januar 2017, werden auf dem Gelände einer ehemaligen Fischteichanlage südlich der Bahnlinie Celle-Hannover umfangreiche Rodungen mit anschließenden Erdarbeiten durchgeführt. Das von der Region Hannover erworbene Grundstück mit insgesamt sieben Teichen liegt im Grünlandkomplex Hastbruch und soll im Sinne des Naturschutzes umgestaltet werden: Der vorhandene, standortfremde Gehölzbestand aus vornehmlich Kiefern und Fichten wird dafür ausgelichtet. Anschließend werden die steilen Uferbereiche abgeschrägt, flache Uferzonen angelegt und so Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten geschaffen.

Auf dem seit 1973 als Fischteichanlage genutztem Areal sollen Schwarzstorch, Schwarzmilan und Eisvogel, Heuschrecken und Libellen sowie Amphibien wie Kammmolch oder Knoblauchkröte wieder heimisch werden. Auch Pflanzengesellschaften sollen sich entwickeln können und die Qualität der Gewässer verbessert werden. Um eine zukünftige Gehölzentwicklung zu verhindern und den halboffenen Charakter des Geländes zu erhalten, wird der größte Bereich der Fläche anschließend beweidet werden.

Der Hastbruch, einer der größten zusammenhängenden Grünlandbereiche der Region Hannover, liegt mit seinen 1.657 Hektar auf dem Gebiet der Stadt Burgwedel nördlich von Wettmar und grenzt im Norden an den Landkreis Celle. Er besitzt eine besondere  Bedeutung als wichtiges Wiesenvogelschutzgebiet. Die Region Hannover hat deshalb schon seit 1986 mit Landwirten Verträge abgeschlossen, in denen sie sich verpflichten, die Nutzung der Grünlandflächen dahingehend einzuschränken, dass die vor Ort brütenden Wiesenvögel ungestört bleiben.

Mit diesem sogenannten Vertragsnaturschutz soll der Hastbruch als Lebensraum für die typische heimische Pflanzen- und Tierwelt des offenen Niedermoorgrünlandes und als Brut- und Rastgebiet für zum Teil stark bedrohte Arten wie Großer Brachvogel, Wiesenpieper oder Braunkelchen erhalten und weiter entwickelt werden.