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Vogelgrippe

Verpflichtende Hy­gie­ne­maß­nah­men

Nach wie vor ist Einschleppungsgefahr der Vogelgrippe hoch. Daher weist die Region Hannover auf ver­pflich­ten­de Hy­gie­ne­maß­nah­men hin.

Hühner auf einer eingezäunten Wiese, im Hintergrund eine größere Holztür © Region Hannover

Hühner

Seit gut zwei Wochen ist die Aufstallungspflicht in der Region Hannover aufgehoben. Trotzdem gibt die Region Hannover als zuständige Veterinärbehörde noch keine Entwarnung. Der Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region empfiehlt Geflügelhalterinnen und -haltern auch weiterhin, ihre Tiere wenn möglich in geschlossenen Ställen oder überdacht in Gehegen zu halten. Verpflichtend sind außerdem besondere Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen (siehe Auflistung unten). Dass nach wie vor eine hohe Einschleppungsgefahr der Vogelgrippe besteht, zeigen zwei neue Fälle bei Wildvögeln in Isernhagen und am Steinhuder Meer. "Eine erneute Verschärfung der Maßnahmen ist momentan nicht sinnvoll. Wir appellieren aber an alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter in der Region, sich an die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen zu halten", sagt Dr. Petra Spieler, Amtstierärztin und Leiterin des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen.

Verpflichtend für Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind folgende Hygienemaßnahmen:

  • Zugänge zu den Geflügelstallungen oder anderen Standorten sind gegen unbefugten Zutritt zu sichern
  • fremde Personen dürfen Geflügelställe oder andere Standorte nur in betriebseigener Schutzkleidung einschließlich Schuhzeug oder Einwegkleidung betreten. Nach Verlassen des Stalles ist die Schutzkleidung abzulegen, sie bleibt im Bestand.
  • Die Schutzkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich zu reinigen und zu desinfizieren beziehungsweise bei Einwegschutzkleidung über den Restmüll zu entsorgen.
  • Es muss eine einsatzbereite Möglichkeit zum Händewaschen und zur Desinfektion von Schuhen vorhanden sein. Die Schuhdesinfektion sollte am besten am Stallzugang eingerichtet werden.

Weiterhin wird empfohlen, sich an zusätzliche Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen zu halten. Dazu zählt beispielsweise, dass Personen, die Geflügelhaltungen aufsuchen, andere Geflügelställe in den folgenden 72 Stunden nicht betreten sollten. Außerdem ist eine gemeinsame Nutzung von Geräten und Fahrzeugen durch Geflügelhaltungen zu vermeiden. Der Fahrzeug- und Personenverkehr in Geflügelbetrieben sollte auf das unerlässliche Maß beschränkt werden. Empfehlenswert ist auch weiterhin, das Geflügel in Hobbyhaltungen weiterhin vor dem Kontakt mit wildlebendem Wassergeflügel zu schützen.