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Zwei Frauen und ein Mann mit einer Urkunde © Quelle: BMVI

(v. lks.) Tanja Göbler vom Team Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement der Region Hannover und Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr, nahmen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer den Förderbescheid in Empfang

Verkehrslenkung

Bund fördert Navi- und Park-App-Projekt

Für bessere Informationen über Parkmöglichkeiten und Nahverkehr bei Großveranstaltungen in der Region Hannover soll zukünftig eine App sorgen. Die Umsetzung wird vom Bundesverkehrsministerium gefördert.

Förderbescheid über 455.000 Euro für dynamische Online-Navigation

Unkoordinierter Parksuchverkehr, insbesondere verursacht durch Ortsunkundige bei Großveranstaltungen, trägt auch in der Region Hannover erheblich zur Schadstoffemission. Mit Hilfe einer dynamischen Online-Navigation soll der motorisierten Individualverkehr künftig zielgerichteter auf die zur Verfügung stehenden vorgesehene Park-and-Ride-Plätze in der Stadt Hannover und dem Umland verteilt und so eine Weiterfahrt mit Bussen und Bahnen ermöglicht werden. Für das von der Region Hannover eingereichte Projekt „Intelligentes Verkehrsmanagement zur Reduktion von Parksuchverkehren bei überregionalen Events“ gibt es nun Geld aus Berlin. Aus der Hand Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, Elke van Zadel, am 26. Juli 2018 in Berlin einen Förderbescheid in Höhe von 455.000 Euro entgegengenommen. Die Förderung erfolgt im Rahmen des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020".

Verkehrslenkung mit Hilfe einer App

„Den anreisenden Autofahrern wird dabei eine Navigations- und Park-App zur Verfügung gestellt, die mit Hilfe spezieller Algorithmen individuelle Fahrempfehlungen, ÖPNV-Abfahrtszeiten sowie die Lenkungsvorgaben der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen (VMZ) berücksichtigt“, erläutert Elke van Zadel. Die VMZ, das einzige behördliche Verkehrsportal in Niedersachsen, legt die die An-und Abreisekorridore fest und stellt eine kontinuierliche Befüllung der Parkplätze bzw. P+R-Anlagen in einer vorgesehenen Reihenfolge sicher. Die Parkplätze werden mit einer Sensorik zur Erfassung und Übertragung des Belegungsgrades ausgestattet. „Zudem können die Reisenden mit der Navigations- und Park -App über die Abfahrtszeiten an der nächstgelegene Haltestelle und über die freien Platzkapazitäten in Bussen und Bahnen informiert werden“ so van Zadel: „Die Region Hannover ist Aufgabenträgerin für den ÖPNV und betreibt in Kooperation mit dem Land Niedersachsen eine Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) zur Lenkung des motorisierten Individualverkehrs. Dies schafft beste Voraussetzungen, um durch intelligente Verknüpfung beider Verkehrsträger zu einer Emissionsreduzierung der Luftschadstoffe beizutragen.“

Verkehrslenkungskonzept wird erstellt

In einem ersten Projektschritt wird die VMZ in Zusammenarbeit mit den Verkehrsunternehmen und der Landeshauptstadt Hannover nun ein Verkehrslenkungskonzept erstellen, das sich an den Hauptrouten des Autoverkehrs orientiert, mittels der Navigations- und Park-App zu beeinflussen ist und durch Einbeziehung der dort vorhandenen P+R-Anlagen die Verknüpfung zum ÖPNV herstellt. Die im Lenkungskonzept enthaltenen Anlagen werden analysiert (Bauart, Lage, Kapazität) und mit einer Sensorik zur Erfassung und Übertragung des Belegungsgrades in die VMZ ausgestattet, damit beim Erreichen der Kapazitätsgrenze eines Parkplatzes die nächste Anlage rechtzeitig und kontinuierlich nach der im Lenkungskonzept vorgesehenen Reihenfolge angeboten und angesteuert werden kann. Zusätzlich erfassen Sensoren in den Fahrzeugen des ÖPNV den Belegungsgrad. In der VMZ laufen diese Daten zusammen, werden hier geprüft und mit Lenkungs- und Umstiegsempfehlungen mittels App dem Endkunden zur Verfügung gestellt. Die Grundauslastung der Fahrzeuge wird in einem Prognosemodell zusammengeführt und um die aktuellen Zustiegszahlen ergänzt.

Das "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020"

Die Bundesförderung für das Regionsvorhaben ist Teil des "Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020". Der Bund hat das Sofortprogramm auf dem zweiten Kommunalgipfel am 28. November 2017 aufgelegt und stellt damit eine Milliarde Euro für von EU-Grenzwertüberschreitungen betroffene Kommunen bereit. Gegenstand des Sofortprogramms sind neben Maßnahmen für die Digitalisierung von Verkehrssystemen (500 Mio. Euro), auch Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfrastruktur (393 Mio. Euro) sowie zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen (107 Mio. Euro). 

(veröffentlicht: 27. Juli 2018)