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Jugend stärken im Quartier

Neues Stadtteilangebot: Nähtreff Kronsberg

Für junge Frauen starten Vonovia, das Ökumenische Sozialprojekt Neuland und die Region Hannover ab Februar 2020 ein neues Projekt.

Startschwierigkeiten beseitigen, persönliche Hürden überwinden und berufliche Möglichkeiten schaffen – das bundesweite Modellprogramm "Jugend stärken im Quartier" (JUSTIQ) unterstützt junge Menschen in sozialen Problemgebieten. Seit Januar 2015 setzt die Region Hannover in der Stadt Garbsen die Projekte "JUST YOU" und "VIVO – Vielfalt und Integration vor Ort" im Rahmen des Programms um.

Neu ab Februar 2020: Nähtreff Kronsberg

In Zusammenarbeit mit der Wohnungsbaugesellschaft VONOVIA und dem Ökumenischen Sozialprojekt Neuland soll ab Februar 2020 der "Nähtreff Kronsberg" als neues Mikroprojekt des Programms an den Start gehen. Das Angebot, das sich vorrangig an junge Mädchen und Frauen mit Fluchthintergrund im Alter zwischen 14 und 26 Jahren richtet, wurde am Montag, 9. Dezember, vorgestellt.

Mit der Hand arbeiten & sich austauschen

Das Mikroprojekt soll wöchentlich jeweils zwei Stunden junge Frauen zusammenbringen, die unter Anleitung der gelernten Damenschneiderin und Modedesignerin Bettina Theil zusammen mit einer Assistentin aus dem Stadtteil nicht nur handwerkliche Fähigkeiten erlangen, sondern auch miteinander in den Austausch kommen. Die Wohnungsbaugesellschaft Vonovia stellt die Räumlichkeiten sowie 5.000 Euro zur Anschaffung von Nähmaschinen und Material zur Verfügung, das Ökumenische Sozialprojekt Neuland begleitet das Projekt inhaltlich, die Personalkosten übernimmt die Region Hannover.

"Wir als Vermieter sehen uns in der Verantwortung Integration und soziale Teilhabe in unseren Quartieren zu fördern. Daher unterstützen wir gerne den Nähtreff und freuen uns, wenn Mädchen und junge Frauen aus dem Stadtteil den Treff als Anlaufstelle nutzen", sagt Susan-Katrin Zunker, Regionalbereichsleiterin Vonovia Hannover. "Unser Nachbarschaftsladen steht schon in direktem Kontakt zu vielen Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil. Das ist eine gute Voraussetzung dafür, interessierte Teilnehmerinnen zu finden", erklärt Kathrin Osterwald des Ökumenischen Sozialprojekts Neuland. "

Der Nähtreff ist ein niedrigschwelliges Angebot und soll Mädchen und junge Frauen außerhalb des häuslichen Umfeldes zusammenbringen. Ziel ist, die Teilnehmerinnen auch weiterführende Beratung anzubieten und den Wunsch nach der Entwicklung einer beruflichen Perspektive durch langfristige Begleitung zu unterstützen", ergänzt Stephan Schwaak von der Koordinierungsstelle JUSTIQ der Region Hannover.

Jugend stärken im Quartier

Das Modellprogramm "Jugend stärken im Quartier" unterstützt junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von zwölf bis einschließlich 26 Jahren, die von den Angeboten der allgemeinen und beruflichen Bildung, Grundsicherung für Arbeitssuchende oder Arbeitsförderung nicht mehr erreicht werden. JUSTIQ ist sozialräumlich ausgelegt und konzentriert sich auf Stadt- und Ortsteile mit erhöhtem Entwicklungsbedarf. Das Programm gliedert sich in die zwei Teil-Projekte: Das Projekt „JUST YOU“ richtet sich an schulverweigernde Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren und deren Eltern. Mit dem Projekt „VIVO – Vielfalt und Integration vor Ort“ sollen junge Menschen beruflich und sozial besser integriert werden. Dabei geht es vor allem um den Übergang von der Schule in den Beruf. Das Mikroprojekt „Nähtreff“ wird im Rahmen des Programms durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und den Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert.