Bothfeld barrierefrei

Haltestelle Kurze-Kamp-Straße geht in Betrieb

Stadtbahnhaltestelle wurde für 5,2 Millionen Euro neugebaut.

Zum gerade erfolgten Fahrplanwechsel erhält der hannoversche Stadtteil Bothfeld seine erste barrierefreie Stadtbahnhaltestelle.

Der neugebaute Hochbahnsteig Kurze-Kamp-Straße – es ist der 160. von insgesamt 195 an Stadtbahn-Stationen - erschließt sowohl das dortige Nahversorgungszentrum als auch das Neubaugebiet Hilligenwöhren, die Heilig-Geist-Kirche, die Gartenheimschule, Sportanlagen sowie verschiedene Dienstleistungsunternehmen.

Die Region Hannover investiert hierfür mit Förderung des Landes Niedersachsen 5,2 Millionen Euro, die Landeshauptstadt Hannover beteiligt sich mit 300.000 Euro. Bauherrin und Eigentümerin ist die Infrastrukturgesellschaft Hannover (infra).

(v .lks.) Ulf-Birger Franz, Bezirksbürgermeister Dr. Wjahat Waraich, Christian Weske, Stadtbaurat Thomas Vielhaber, Denise Hain und Elke Maria van Zadel (ÜSTRA-Vorständinnen)

Rund 1.900 Personen nutzen die Haltestelle auf der Stadtbahnstrecke A-Nord an einem durchschnittlichen Werktag. Bislang steigen die Fahrgäste mit Hilfe von Klapptrittstufen ein und aus.

Barrierefreier Zugang

Mit dem Bau von Seitenhochbahnsteigen mit einer Länge von 70 Metern und einer Breite von 2,50 Metern wird ein barrierefreier Zugang möglich.

"Unser Ziel ist, die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für unsere Einwohnerinnen und Einwohner einfacher zu machen und sich an ihren Bedürfnissen zu orientieren", betonte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover: "Mit der heutigen Fertigstellung des Hochbahnsteigs Kurze-Kamp-Straße gehen die Arbeiten für den Ausbau der Nachbarstation Bothfeld weiter. Für die Haltestellen Bothfelder Kirchweg, Stadtfriedhof Bothfeld und die Endstation Fasanenkrug laufen die Planungen."

"Der Hochbahnsteig Kurze-Kamp-Straße ist der Auftakt des Nachrüstprogramms im Stadtteil Bothfeld auf der Stadtbahnstrecke A-Nord", erklärte Elke Maria van Zadel, die Vorstandsvorsitzende der ÜSTRA, zur Eröffnung des Hochbahnsteigs. "Mit Ausbau der übrigen vier Haltestellen nördlich der Noltemeyerbrücke bis zum Endpunkt Fasanenkrug werden die Klapptritte unserer Stadtbahn auch auf diesem Ast Geschichte sein und Platz machen für modernere Fahrzeuge. Übergangsweise werden ab Herbst 2022 die ersten TW2000 hier zum Einsatz kommen", versprach van Zadel.

Optimale Anbindung für Neubaugebiet

Für die infra sagte Geschäftsführer Christian Weske: "Mit dem Ausbau hat die Station auch einen neuen Standort. Wir sind dem Wunsch der Landeshauptstadt Hannover gefolgt und haben den Hochbahnsteig nördlich der Kreuzung von Stadtbahnstrecke und Bischof-von-Ketteler-Straße errichtet. So kann das geplante, angrenzende Wohngebiet Hilligenwöhren optimal erschlossen werden."

Moderne Ausstattung

Der neue Bahnsteig in Bothfeld ist signalgeregelt sicher über Rampen zu erreichen. Er ist mit allen für die Fahrgäste hilfreichen und inzwischen zum Standard gehörenden Elementen ausgestattet, wie Leitelementen, Witterungsschutz, dynamischen Informationsanzeigern, Umgebungsplänen, Fahrplänen, Fahrscheinautomaten, Notruf- und Infosprechstelle. Leitelemente erstrecken sich auch über die Zuwegungen zur Haltestelle einschließlich Querung der Bischof-von-Ketteler-Straße.

(Veröffentlicht am 14. Dezember 2021)