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Dach-Solar-Richtlinie

Wunstorfer erhält Fördergeld für doppelten Klimaschutz auf dem Dach

Dach-Solar-Richtlinie unterstützt Kombination aus Dämmung und Solarenergie.

Luftaufnahme von mehreren Hausdächern, auf einem ist eine Photovoltaik-Anlage zu sehen © Frank Schrage

Installierte Photovoltaik-Anlage nach Dachdämmung

Der Auszahlungsbescheid ging Anfang Februar in die Post: Frank Schrage hat sein Reihenmittelhaus in Wunstorf energetisch auf Vordermann gebracht und dafür von der Region Hannover 4.500 Euro nach Dach-Solar-Richtlinie erhalten. Von dem Förderprogramm profitieren seit Anfang 2020 Hauseigentümerinnen und -eigentümer, die ihr Dach neu isolieren und im gleichen Zug eine Solaranlage errichten lassen. Das kombinierte Angebot kommt an: Mehr als 100 Anträge sind im vergangenen Jahr bei der Klimaschutzleitstelle eingegangen. Einen davon hat Frank Schrage gestellt.
"Die alte Styropor-Dämmung aus den 1960er-Jahren stammte noch von meinen Eltern und musste dringend ausgetauscht werden“" erzählt der 43-Jährige. Vom Dachdecker kam dann der Hinweis zur Dach-Solar-Richtlinie der Region Hannover. Nun sind 90 Quadratmeter Dachfläche frisch isoliert. Weil auf den Ziegeln außerdem eine Photovoltaik-Anlage grünen Strom erzeugt, ist die Dämmung förderfähig.

Wer kann Fördergelder bekommen?

"Bisher haben sich vor allem Privatpersonen bei uns um eine Förderung beworben", berichtet Rike Arff, Leiterin der Klimaschutzleitstelle der Region Hannover. Für das zweite Jahr der Förderperiode wünscht sie sich, dass noch mehr Unternehmen und Kommunen Geld aus dem Fördertopf abrufen: "Ob Produktions- oder Verwaltungsgebäude, Kita, Vereinsheim, Ein- oder Mehrfamilienhaus: Die Dach-Solar-Richtlinie steht allen Eigentümerinnen und Eigentümer in der Region offen und soll sie dazu motivieren, das Dach energetisch zu modernisieren und gleichzeitig auf erneuerbare Energien zu setzen." Geld dafür ist noch da: Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Regionsversammlung den Fördertopf für die Jahre 2020 bis 2022 bereits auf 2,7 Millionen Euro aufgestockt.

"Private Solaranlagen sind ein wichtiger Baustein der Energiewende. Wirklich nachhaltig wird ein Gebäude aber erst, wenn es nicht nur selber Strom oder Wärme produziert, sondern auch möglichst viel Energie spart. Da setzt unser Förderprogramm an", erklärt Umweltdezernentin Christine Karasch. Je Quadratmeter gedämmter Dachfläche beträgt die Förderung aus der Dach-Solar-Richtlinie 50 Euro – maximal pro Gebäude 50.000 Euro.

Solar-Offensive

Die Richtlinie ist Teil der Solar-Offensive der Region Hannover. Der Eigentümerin oder dem Eigentümer ist es freigestellt, ob im Rahmen der Dachsanierung eine Solarstrom- oder eine Solarwärme-Anlage gebaut wird. Auch die Förderung von Solarwärme-Anlagen nach der regionseigenen Förderrichtlinie oder eine Förderung der Solaranlage mit vorhandenen Bundesprogrammen ist möglich. Weitere Informationen zur Dach-Solar-Richtlinie gibt es auf www.hannover.de/solaroffensive oder per E-Mail an klimaschutzleitstelle@region-hannover.de.

Ob sich eine Dachfläche zur Installation einer Solarenergieanlage eignet, lässt sich mit einem Schnell-Check über das Solarkataster der Region Hannover feststellen: www.hannover.de/solarkataster