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Statistik

Zahl der Sterbefälle in der Region Hannover steigt weiter an

Daten des Teams Statistik der Region Hannover zum Tag der Friedhöfe.

Alte Grabsteine auf einem Friedhof © Region Hannover

Der Gartenfriedhof an der Gartenkirche in der Innenstadt Hannovers.

Seit 2001 wird jährlich am dritten Septemberwochenende der Tag der Friedhöfe begangen. In einer aktuellen Veröffentlichung anlässlich des Widmungstages am 21. und 22. September 2019 hat das Team Steuerungsunterstützung und Statistik der Region Hannover Daten zur regionalen Sepulkralkultur und zur demographischen Relevanz zusammengestellt. Wichtige Erkenntnis:

Die Alterung der Bevölkerung dürfte es mit sich bringen, dass eine höhere Zahl von Sterbefällen in den kommenden Jahren zu erwarten ist, da mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit des Todes ansteigt. Das wirkt sich auf den Bedarf an Bestattungsplätzen in den Kommunen aus.

244 Friedhöfe in der Region Hannover

Friedhöfe haben über ihre ursprüngliche Funktion hinaus auch Bedeutung als naturnahe grüne Orte und als Stätten der Erholung. Außerdem sind mit ihrer Pflege und ihrem Betrieb auch Arbeitsplätze verbunden. In der Region Hannover existieren 244 Friedhöfe mit einer Fläche von jewels mehr als 0,5 Hektar. Darin einge­schlossen sind historische, schon abgeschlossene oder aufgelassene Friedhöfe (Stand: 2015).  Träger sind, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen, die Kommunen oder teilweise kirchliche Einrichtungen. In der Region Hannover gehören auch drei Bestattungswälder zu den Friedhofsflächen.

Die größten Friedhöfe

Die Landeshauptstadt Hannover weist mit 37 Friedhöfen die größte Anzahl an Friedhöfen und mit dem 65 Hektar großen Seelhorster Friedhof auch den größten Friedhof in der Region Hannover auf. Gefolgt vom Ricklinger (ca. 54 ha), Stöckener (ca. 53 ha), Laher (ca. 31 ha) und Engesohder Friedhof (ca. 25 ha). Im Umland sind der Langenhager Friedhof Grenzheide mit ca. 11 ha, ein Lehrter Friedhof mit ca. 9 ha, der Laatzener Heidfeld-Friedhof und in Garbsen der Friedhof Auf der Horst mit jeweils ca. ca. 8 ha die größten Friedhöfe.

Die ältesten Friedhöfe

In der Region Hannover weisen Neustadt a. Rbge. mit 27 Friedhöfen, Seelze (23) und Springe (13) die größte Anzahl an Friedhöfen auf. Die größten von Friedhöfen eingenommenen Flächen in der Kommune sind in der Landeshauptstadt Hannover mit ca. 306 ha, Neustadt am Rübenberge mit ca. 29 ha, Seelze mit ca. 24 ha und Langenhagen mit ca. 22 ha zu finden.Die ältesten kommunalen Friedhöfe in der Region Hannover sind der alte Limmer-Friedhof von 1860 und der Friedhof auf dem Lindener Berg, der um 1862 angelegt wurde. Ebenfalls aus dem 1862 stammt der Friedhof von Mesmerode in Wunstorf.

Wirtschaftliche Bedeutung von Friedhöfen

Friedhöfe haben auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Die Statistik des Unternehmensregisters weist Betriebe entsprechend ihres Hauptzwecks als Bestattungsinstitute oder Friedhöfe und Krematorien direkt dem Bestattungsgewerbe zu. Daneben sind auch (Landschafts-) Gärtnereien und Steinmetzbetriebe sowie der öffentliche Dienst beziehungsweise Kirchengemeinden in diesem Segment tätig. Im Jahr 2017 gab es in der Region Hannover 94 Bestattungsinstitute. Bei den 12.488 Sterbefällen in der Region Hannover in 2017 hätte jedes Bestattungsinstitut im Jahresdurchschnitt 133 Beerdigungen zu betreuen.

Entwicklung der Sterbefälle

Die Zahl der Sterbefälle hat absolut im letzten Jahrzehnt zugenommen. Im Jahr 2007 gab es in der Region Hannover 10.866 Sterbefälle und in 2017 waren es 12.689. Das entspricht einem Anstieg von ca. 14 Prozent. Der Anstieg der Sterbefälle ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. So spiegelt sich darin der Bevölkerungsanstieg der letzten Jahre wider. Lag die Sterberate 10,3 Sterbefällen bezogen auf 1.000 Personen in 2008, beträgt sie 2017 10,9. Dieser Anstieg ist vor allem durch einen altersbedingten Anstieg von Todesfällen bei den Personen zu erklären, die das 75. Lebensjahr vollendet haben.

Todesursachen

Bei den Todesursachen nehmen in allen Kommunen der Region Hannover die Krankheiten des Kreislaufsystems deutlich die erste Stelle ein. An zweiter Stelle folgen ebenfalls in allen Kommunen die Neubildungen (in der Regel Tumore). Mit Abstand stehen an dritter Stelle der Todesursachen psychische und Verhaltensstörungen, dicht gefolgt von den Krankheiten des Atmungssystems und mit einigem Abstand den Krankheiten des Verdauungssystems sowie Verletzungen und Vergiftungen.  

Alle Zahlen der "Statistischen Kurzinformationen 11/2019":

Team Steuerungsunterstützung und Statistik

Das Team Steuerungsunterstützung und Statistik der Region Hannover bereitet die Bevölkerungsdaten für die 20 Städte und Gemeinden im Umland der Region Hannover auf und ergänzt für Gesamtbetrach­tungen diese um die nach gleicher Methodik erstellte Bevölkerungsstatistik der Landeshauptstadt Hannover, die dort eigenständig durchgeführt wird. Ergänzend standen Informationen aus einer aktuellen Abfrage über Friedhöfe bei den 21 Städten und Gemeinden zur Verfügung.

(Veröffentlicht am 20. September 2019)