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Heidschnucken im Gatter © Region Hannover

Heidschnucken

Helstorfer Reiterheide

Die Rückkehr der Heidschnucken

Im Juli und August sind in der Helstorfer Reiterheide Heidschnucken im Einsatz für den Naturschutz. Die Tiere sorgen für eine Verjüngung der Heide und halten Büsche niedrig.

Wanderschäfer Thomas Rebre wird ab nächster Woche (17. Juli) wieder mit seiner etwa 400 Tiere großen Herde über die Helstorfer Reiterheide ziehen. Im Auftrag der Region Hannover sollen die Heidschnucken den Bewuchs auf dem zusammen 16 Hektar großen Areal kurz halten und so auch verhindern, dass das Ökosystem von höher wachsenden Büschen überwuchert wird. Bis Anfang August werden Schäfer, Herde und Hütehund in Helstorf und Vesbeck in Aktion zu sehen sein.

Die Aufgabe der Heidschnucken

Die zehn Hektar große Reiterheide im Neustädter Ortsteil Helsdorf ist eine der letzten großen dicht mit Besen-Heidesträuchern bewachsenen Flächen in der Region Hannover. Damit dies so bleibt, bedarf die Heide, die sich seit 1990 zur Hälfte im Eigentum der Region Hannover und zur anderen Hälfte im Eigentum der evangelische Kirchengemeinde Helstorf befindet, regelmäßiger Pflege. Zuletzt ist die Heide im Jahr 2014 beweidet worden. In diesem Jahr wird dies erneut auf ganz natürliche Weise geschehen,  denn ist erneut gelungen, wieder eine Beweidung mit Heidschnucken zu organisieren. Einbezogen sind auch Heideflächen im benachbarten Naturschutzgebiet Blankes Flat und der Wacholderheide.

Die Tiere fressen vor der Blüte die frischen Triebe der Heide ab und sorgen so für eine Verjüngung der Sträucher. Gleichzeitig verbeißen sie auch die kleinen Bäume und andere Sträucher, die sich durch Selbstaussaat in der Fläche angesiedelt habe, dort aber nicht erwünscht sind. Insgesamt werden ca. 16 Hektar Flächen und ca. sieben Kilometer Wegeseitenräume beweidet:

Die Reiterheide

Wer im August mit dem Fahrrad oder zu Fuß auf dem etwa 400 Kilometer langen RegionsRing zwischen Helstorf und Bennemühlen unterwegs ist, gelangt zu einem landschaftlichen Kleinod. Kurz hinter Helstorf führt der Regions-Ring in einen Kiefernwald. Nach wenigen Metern scheint rechts des Weges eine leuchtend purpurn-violette Fläche zwischen den Bäumen hindurch: die  „Reiterheide“, wie das mit Besenheide bestandene Areal auf trockenem Sanduntergrund genannt. Die Besenheide verdankt ihren Namen der Verwendung ihrer zu Besen gebundenen Zweige. Sie ist ein immergrüner, reich verzweigter Zwergstrauch, der relativ langsam wächst und eine Höhe von einem Meter erreicht. Die Pflanze gedeiht auf trockenen bis wechselfeuchten, mageren, kalkfreien Sandböden wie sie am sogenannten „Vesbecker Talrand“ vorkommen.

Die Helstorfer Heide blieb entgegen anderen Heidegebieten von Aufforstungen verschont. Ihren heutigen Namen „Reiterheide“ erhielt sie aufgrund der Reitturniere, die vom Anfang der 1920er Jahre bis 1995 durchgeführt wurden. Dazu wurde die Besenheide auf dem Areal  kurz gemäht, aber dies reichte nicht aus, um eine Überalterung der Heidebüsche und ein stetiges Zuwachsen mit Waldbäumen auf Dauer zu verhindern.

Zum Nachlesen

Über die „Reiterheide“ ist ein Faltblatt in der Reihe „Neue Chancen für die Natur“ erschienen. Es liegt kostenlos im Bürgerbüro der Region Hannover aus und kann nachstehend heruntergeladen werden

(veröffentlicht: 14. Juli 2017)