Kloster / Barsinghausen

Egestorfer Straße 28
30890 Barsinghausen

Beschreibung

Künstlerin: Franziska Windisch

 

Der Platz der Klangkunst liegt am Mont-Saint-Aignan-Platz am südlichen Zugang (Fußweg) zur Fußgängerzone in der Innenstadt Barsinghausens.

Auf einer Plattform mit vier Stufen steht eine alte knorrige Linde und davor eine Kreuz-Stele des Barsinghäuser Eisenbildhauers Hannes Meinhard.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Weges befindet sich der Seitenflügel des Rathauses der Stadt. Dazwischen gibt es eine Rasenfläche mit zwei Gedenksteinen: für die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der NS-Gewalt wurden, und zur Deutschen Einheit.

Der Platz ist sozusagen das Bollwerk und der Übergang zwischen der Ruhe des altehrwürdigen, abgeschirmten Klosters mit Glaubensleben und dem geschäftigen Alltagsleben der Stadt.

Das Kloster ist identitätsstiftend für die Stadt Barsinghausen. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf die Klostergründung im Jahr 1193 zurück. Der heute bestehende Gebäudekomplex wurde Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. Heute wird das Kloster noch von Konventualinnen einer evangelisch-lutherischen Kommunität bewohnt und betrieben.

Seit dem Jahr 2014 beherbergt das Kloster auch eine landeskirchliche Einrichtung zur Erholung für Pastoren und Parstorinnen und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Trotz der Erstarkung Barsinghausens durch das Kloster begreift sich die Stadt bis heute als Bergbaustadt. Jahrhunderte lang wurde der Kohleabbau im Deister zur prägenden Wirtschaftskraft und prägte die Menschen der Stadt. Der letzte Stollen wurde in den 1950er Jahren geschlossen.

Das dem Platz gegenüberliegende heutige Rathaus aus dem Jahr 1682 war zunächst Arbeits- und Wohnhaus des Klosterverwalters, dann, ab 1885 die Königliche Berginspektion. Erst 1965 wurde es Rathaus. Bis heute beenden die Bürgermeister ihre Reden mit dem Bergmannsgruß "Glück auf".