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Präsentationsreihe

Jahrhundertmünze

Wenn eine Münze die Geschichte ihrer Entstehungszeit emblematisch widerspiegelt, wird sie im Museum August Kestner zur Jahrhundertmünze und im Erdgeschoss des Museums in einer Einzelvitrine drei Monate lang präsentiert. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert n. Chr.

Goldmünze 11 Jh n. Chr. © Museen für Kulturgeschichte Hannover

Goldmünze 11 Jh n. Chr.

Jahrhundertmünze – 11. Jahrhundert n. Chr.

Die Kulturgeschichte Ägyptens bildet einen inhaltlichen Schwerpunkt im Museum August Kestner. Dabei sind vor allem materielle Hinterlassenschaften der pharaonischen Zeit in der Sammlung zu finden. Vereinzelte Objekte belegen aber auch die Geschichte des Nillandes in nachantiker Zeit.

Der Golddinar des Kalifen Al Mustansir wurde während seiner Regierungszeit 1036-1094 in Kairo geprägt. Al Mustansir gehörte der Dynastie der Fatimiden an, der 969 die Eroberung Ägyptens gelang. Kurz darauf wurde Kairo als neue Hauptstadt gegründet. Unter Al Mustansir erreichte das Fatimidenreich seine größte Ausdehnung: Nordafrika, Palästina, Teile der arabischen Halbinsel und Sizilien gehörten zum Machtbereich des Kalifen.

Die arabischen Goldmünzen heißen Dinare, ein Name, der sich von den römischen Denaren herleitet. Weil die Fatimiden Zugriff auf nubische Goldminen hatten, war Gold für sie leichter zugänglich als Silber. Das Gewicht der Dinare war dem Gewicht der byzantinsichen Solidi, ebenfalls aus Gold, angeglichen. Somit waren Goldmünzen im 11. Jahrhundert das geläufigste Geld im Mittelmeerraum.

Eingangsfassade: Museum August Kestner © MAK