Modernisierung

Sprengel Museum zeigt "Haarmann-Fries"

Angeregt durch die Uraufführung des Musicals "Amerikanisches Detektivinstitut Lasso" hat Reinhard Spieler, der Direktor des Sprengel Museums, entschieden, das seit 1992 im Museumsdepot eingelagerte "Haarmann-Fries" wieder zu zeigen.

Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg und Sprengel-Direktor Reinhard Spieler am Haarmann-Fries.

Seit 1992 schlummerte der "Haarmann-Fries" des österreichischen Bildhauers Alfred Hrdlicka im Depot des Sprengel Museums. Nun hat Direktor Reinhard Spieler, angeregt durch das Musical "Amerikanisches Detektivinstitut Lasso", entschieden, die Bronze wieder zu zeigen. Am Vorabend der Uraufführung luden er und Schauspiel-Intendant Lars-Ole Walburg zum Pressegespräch am Fries.

"Haarmann-Fries" ab Juni im Sprengel Museum zu sehen

Dort erklärte Reinhard Spieler Hrdlickas Auseinandersetzung mit Haarmann und die Umstände des Ankaufs 1992. Damals war der Fries als "Denkmal für den Massenmörder Haarmann" in die Kritik geraten und sofort nach dem Ankauf im Depot eingelagert worden. Spieler kritisierte die damalige Hysterie um den Fries und hofft nun darauf, dass die Hannoveraner der Bronze eine zweite Chance geben werden, wenn sie ab 4. Juni im Rahmen der Ausstellung "130 Prozent Sprengel" öffentlich ausgestellt wird.

Neurotisches Verhältnis zwischen Hannover und Haarmann 

Lars-Ole Walburg nahm die Gelegenheit wahr, um von seinen Erfahrungen mit dem neurotischen Verhältnis zwischen Hannover und Haarmann zu berichten. Dieses hatte sich im Laufe des Inszenierungsprozesses von "Amerikanisches Detektivinstitut Lasso" sogar noch gesteigert. Eine Antwort, warum dieses Verhältnis nach wie vor derart neurotisch ist, fanden jedoch weder Spieler noch Walburg. Am Mittwoch, den 17. Februar, feiert das Musical von Nis-Momme Stockmann und Les Trucs Uraufführung im Schauspielhaus.

(Veröffentlicht: 17. Februar 2016)