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Faust TV: Flüchtlinge, Frauen – und die Bierfrage

Mix aus Musik und Talk: Bei der achten Faust-TV-Ausgabe geht es am Freitag ab 19 Uhr um die Katastrophe an Europas Außengrenzen, drogengebrauchende Frauen und um die Frage, ob in der Pandemie weniger oder mehr Bier getrunken wird. Zu Gast ist die Band Transmitter.

Das Kulturzentrum Faust reagiert auf die Corona-Krise mit einem neuen Format: Einmal wöchentlich geht Faust-TV von 19 bis 22 Uhr auf Sendung und sorgt dabei digital für Kultur.

60er-Jahre Halle ist jetzt TV-Studio

Hierfür hat das Veranstaltungsteam der Faust die 60er-Jahre Halle in ein riesiges Fernsehstudio umgestaltet. "Wir sind der festen Überzeugung, dass Kultur zu den menschlichen Grundbedürfnissen gehört und lebensnotwendig ist und möchten hierfür ein kleines Zeichen setzen", sagt Jörg Smotlacha, Pressesprecher des Kulturzentrums.

Programm am 29. Mai

In der inzwischen achten Ausgabe des neuen Formats geht es nun aber auch einmal mehr explizit um die beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe, die sich tagtäglich an Europas Außengrenzen abspielt, so schreibt das Kulturzentrum in einer Pressemitteilung. Zu Gast ist im Talk hierzu Daniel Köhler von der Seebrücke Hannover.

Außerdem sprechen Moderatorin Luna Jurado und Moderator Jörg Smotlacha mit dem Vetriebs- und Marketing-Direktor René Hagemann von der Privatbrauerei Herrenhäuser darüber, ob während einer Pandemie weniger oder mehr Bier getrunken wird als vorher und was der Wegfall jeglicher Veranstaltungsaktivität in der Landeshauptstadt für das Traditionsunternehmen bedeutet.

Die Streetworkerin Cora Funk von La Strada Hannover wiederum berichtet, wie es drogengebrauchenden Frauen und Mädchen und Sexarbeiterinnen in der Corona-Krise ergeht. Und in einem Einspieler zeigt Faust-TV in einer virtuellen Führung beeindruckende Bilder aus dem Kesselhaus der ehemaligen Bettfedernfabrik.
Als Live-Act im Studio zu Gast ist die in Hannover und Newcastle beheimatete Band Transmitter, die bei ihrer Electro-Rock-Show eine Mixtur aus Beats, Bass und Visuals durch die Boxen und über die Screens jagen und dabei so etwas wie eine ununterbrochen tourende Sound-Dampfwumme darstellen, die ihren unglaublich energetischen Sound-Video-Mix seit Anfang des Jahrtausends quer durch Europa walzen lässt. Ab circa halb neun darf dann wieder in den Wohnzimmern getanzt werden, wenn DJ Tromperie (Dunkle Vorahnung) an den Turntables steht.

Über Faust TV

Bei dem neuen Format ist geplant, neben künstlerischen Beiträgen und Live-DJ-Sets auch politische und soziale Belange zu thematisieren. So sollen auch betroffene Künstler, Initiativen und auf dem Faust-Gelände ansässige Vereine und Nutzer zu Wort kommen und konkrete Hilfsangebote thematisiert werden wie etwa die Beratung von Geflüchteten in der Corona-Zeit oder die Situation von Freiberufler, studentischen Hilfskräften, Auszubildenden oder der Gastronomie.

"Jetzt solidarisch zu sein mit den anderen Betroffenen aus unserem Umfeld und denen die im Stadtteil Hilfe benötigen, aber auch konkrete Ideen für die nächsten Wochen zu entwickeln", ist unser Hauptanliegen, so Geschäftsführer Hans-Michael Krüger.

Bei 300-Meter-Halle Abstand gewährleistet

Natürlich nicht, ohne sämtliche Einschränkungen und Bestimmungen zum Corona-Virus einzuhalten. "Wir haben einen sehr konkreten Leitfaden erstellt, in dem genau festgelegt ist, wer unser Studio zu welchem Zeitpunkt betreten darf und welche Abstände eingehalten werden müssen. Zum Glück ist unsere Halle 300 Meter groß, so dass wir genug Platz für die geplante Minimalbesetzung haben", ergänzt Luna Jurado, stellvertretende Geschäftsführerin.

kulturzentrum-faust.de

Termin(e): 29.05.2020 
von 19:00 bis 22:00 Uhr
Ort

60er-Jahre-Halle (Faust-Gelände)

  • Zur Bettfedernfabrik 3
  • 30451 Hannover