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Kino-Events

Lodderbast: Das Programm vom Online-Kino

Das Lodderbast hat sein Programm erweitert und zeigt auf seiner Homepage auch in den kommenden Tagen ausgewählte Filme mit anschließendem Live-Chat. Die Filmvorführung ist für alle kostenfrei und wird vom Lodderbast Kino Hannover in Zusammenarbeit mit den Filmverleihern finanziert.

Die Veranstalter bitten jedoch alle Zuschauerinnen und Zuschauer um eine kleine Spende für die Filmverleiher. Den Spendenlink bekommt man im Livestream auf der Lodderbast-Homepage. Im Anschluss an den Film startet ebenfalls im selben Livestream das Filmgespräch, in das sich die Zuschauer über den Livestream-Chat einklinken und mitreden können. 

Programm bis 1. Juni

19. Mai: Es war einmal Indianerland (2017) / Live-Filmgespräch mit Regisseur İlker Çatak und den Schauspielern Leonard Scheicher und Clemens Schick

Der 17-jährige Mauser (Leonard Scheicher) verliebt sich in Jackie (Emilia Schüle) aus dem Reichenviertel, die eigenem Bekunden nach „eitel, zickig und unkeusch“ ist. Kompliziert wird die Sache auch deswegen, weil die 21-jährige Edda (Johanna Polley) aus der Videothek wiederum großes Interesse an Mauser hegt. Aber in dessen Leben geht es um mehr, als darum, wer wen liebt: Mausers Vater Zöllner (Clemens Schick) erwürgt im Streit seine Frau Laura (Katharina Behrens) und der Junge muss sich im Boxring mit seinem Kumpel Kondor (Joel Basman) messen, was die Freundschaft auf eine sehr harte Probe stellt. Außerdem hat Mauser ständig das Gefühl, von einem Indianer (Robert Alan Packard) verfolgt zu werden. Als Krönung zieht noch ein Unwetter biblischen Ausmaßes auf. Wie bitte soll Mauser mit alldem fertig werden?


20. Mai: Dreissig (2020) / Live-Filmgespräch mit der Regisseurin Simona Kostova

24 Stunden im Leben einer Gruppe Freunde an einem Freitag im Oktober in Berlin. Die sechs Freunde sind Anfang Dreißig, ledig, sie leben in Neukölln. Schriftsteller Övünç befindet sich in einer Schreibkrise. Pascal, beruflich erfolgreich, plagt die Sehnsucht, sein jetziges Leben für ein neues weg zu werfen - welches, weiß er selber nicht so genau. Er und Schauspielerin Raha haben sich vor kurzem getrennt. Sie erhofft sich eine berufliche Entwicklung, die Tag für Tag auf sich warten lässt. Kara übernachtet lieber bei Freunden als bei sich zuhause. Henner verbringt den Tag in einer Bar und trifft da Anja, die später gern ein Teil von der Clique wird.Abends feiern die Freunde in Övünçs Geburtstag rein. Wechseln den beklemmenden Tag für das volle, anregende Berliner Nachtleben. Sie bewandern die Straßen und die Bars von Neukölln – auf der Suche nach einer Belohnung für all das, was man tagsüber ertragen muss.

Simona Kostova studierte Schauspiel in Sofia und war an verschiedenen Theatern in Sofia engagiert. Neben der Arbeit als Schauspielerin interessiert sie sich mehr und mehr für das Regiefach. 2009 wechelte sie ihren Wohnort und zog nach Berlin, wo sie seit 2010 an der Deutschen Film - und Fernsehakademie Berlin Regie studiert. Seit 2015 bildet sie, zusammen mit Ceylan Ataman-Checa, das Filmkollektiv "Demnächst auf Video".


22. Mai: Hello My Name Is - German Graffiti (2015) / Live-Filmgespräch mit Regisseur Stefan Pohl

Graffiti ist vielfältig. So vielfältig wie seine Styles sind auch die Leute, die es betreiben. Doch eines verbindet sie alle – die Liebe zu ihrer Kunst. Vom illegalen Graffiti über das klassische Stylewriting und aufwändigen Wandgemälden bis hin zu Ausstellungen, Graffitimedien und Fotografie. Durch insgesamt 15 kurze Portraits werden einige der interessantesten und außergewöhnlichsten Akteure und Veranstaltungen dieser Subkultur vorgestellt wodurch die Vielfalt und Qualität dieser Szene deutlich wird. Die Künstler erzählen von ihrer Motivation und geben einen Einblick in ihr Schaffen.

Stefan Pohl ist freier Diplom Designer, Konzeptioner, Director of Photography, Videojournalist, Kameraoperator, DIT für Red One, Red One Mx und Editor. Seine Leidenschaft gilt dem Graffiti und Street Art.


23. Mai: Der Samurai (2014) / Live-Filmgespräch mit Regisseur Till Kleinert

Der junge Polizist Jakob Wolski (Michel Diercks) lebt in einem kleinen brandenburgischen Dorf, nahe der Grenze zu Polen. Seine Eltern sind bereits verstorben. Jakob kümmert sich nach der Arbeit noch um seine alte Großmutter und führt sonst ein eher introvertiertes Leben als Außenseiter fernab der Dorfjugend, die sich über ihn lustig macht. Eines Tages versucht er die Fährte eines Wolfs aufzuspüren, der in den Wäldern umherschweift und sich ab und zu den Dorfbewohnern zeigt. Doch im Wald findet er etwas gänzlich Anderes als erwartet: einen verwilderten, mageren Mann (Pit Bukowski) in einem Kleid, der in der Hand ein japanisches Samuraischwert trägt. Als der "Samurai" Jakob einlädt, sich ihm anzuschließen und die kleine Gemeinde unsicher zu machen, macht Jakob es sich zur Aufgabe, den offensichtlich Wahnsinnigen aufzuhalten. Doch dann muss er feststellen, dass ihn etwas mit dem Fremden verbindet...

Till Kleinert zeichnete in seiner Jugend Comics und drehte mit Freunden Video- und Knetanimationsfilme. Ab 2004 war er Regiestudent an der dffb. Während des Studiums drehte er als Autor und Regisseur mehrere Kurzfilme, die national und international erfolgreich auf Festivals liefen und mehrfach preisgekrönt sind. Seit 2005 gehört er dem Filmemacherverbund Schattenkante an."Der Samurai" ist sein Abschlussfilm.


24. Mai: Beat Beat Heart (2017) / Live-Filmgespräch mit Regisseurin Luise Brinkmann

Die verspielte Romantikerin Kerstin (Lana Cooper) wartet seit Monaten auf die Rückkehr ihrer großen Liebe – und damit auf die Rückkehr ihres Ex-Freundes Thomas (Till Wonka). Doch anstelle ihres alten und neuen Traumprinzen, an den Kerstin immer noch völlig verklärt zurückdenkt, steht eines Tages plötzlich ihre Mutter Charlotte (Saskia Vester) vor der Tür und zieht in die WG ihrer Tochter ein – Kerstins Mutter hat sich versehentlich von ihrem Partner getrennt, leidet nun an einer ausgeprägten Mid-Life-Crisis und benötigt im Zuge der Selbstfindung einen Tapetenwechsel. Von Kerstins Mitbewohnerin Maya (Christin Nichols) ermutigt, beginnt Charlotte, Männer über eine App kennenzulernen und mit nach Hause zu bringen. Da kann Kerstin träumen wie sie will, die Realität findet immer einen Weg, sich einzumischen.


25. Mai: Another Reality (2020) / Live-Filmgespräch mit den Regisseuren Noël Dernesch und Olli Waldhauer

Lebensträume und Integration der anderen Art: Deutscher Großstadtalltag in der Parallelgesellschaft illegaler Familienclans. Männer mit gut gepflegten Bärten, Muckis und dicken Autos lassen uns in ihre Wohnzimmer. Sie haben jede Menge Cousins, das schnelle Geld liegt einen Auftrag entfernt, das Gefängnis ebenso. Agit, Ahmad, Parham, Kianush und Sinan. Fünf Männer mit unterschiedlichen Hintergründen und Lebenswegen, die doch eines eint: Sie sind oder waren in Strukturen von Gangs und Großfamilien eingebettet, die sich am Rande und oft jenseits der Legalität und unter dem Radar der Öffentlichkeit bewegen. Während Ahmad den Verlockungen des schnellen Geldes, die ihm in seinem Umfeld täglich begegnen, nicht nachgeben will, tauschte Parham sein Leben als Straßengangster gegen eine Musikkarriere und arbeitet unter dem Namen P.A. als erfolgreicher HipHop-Künstler. Der Film gewann den Kinokino-Publikumspreis 2019 bei DOK.München und lief in Locarno auf der 30éme Semaine de la critique.


26. Mai: Virgin Mountain (2015) / Live-Filmgespräch mit dem Regisseur Dagur Kári

Der 43-jährige Fúsi (Gunnar Jónsson) scheint seinen Alltag wie ein Schlafwandler zu durchstreifen, mit seit langer Zeit eingeschliffenen Routinen zwischen Gepäckfahrerjob am Flughafen und Spielzeugsoldaten zuhause, unter demselben Dach wie seine Mutter, bei der er nach wie vor wohnt. Der beleibte Fúsi interessiert sich für kaum etwas und es gibt keine Sache, die ihn wirklich begeistert. Eine Partnerin oder einen Partner hatte er nie. Doch dann bekommt er einen Gutschein für die Tanzschule, macht tatsächlich einen Kurs – und lernt Sjöfn (Ilmur Kristjánsdóttir) kennen. Sie ist wie er eine einsame Person, die viel Last auf der Seele trägt. Obwohl Fúsi kaum Erfahrungen darin hat, mit anderen Menschen umzugehen, baut er eine Beziehung zu Sjöfn auf. Das ist ein großer Schritt für den sanften, scheuen Mann… Dagur Kári ist ein isländischer Regisseur und Filmproduzent. Mit seinen Filmen NÓI ALBINÓI (2003) und DARK HORSE (2005) hat er neuen jungen Wind in die isländische Filmlandschaft gebracht und internationale Bekanntheit erlangt. VIRGING MOUNTAIN ist sein vierter Spielfilm.


28. Mai: Liebesfilm (2019) / Live-Filmgespräch mit den Regisseuren Emma Rosa Simon und Robert Bohrer sowie den Hauptdarstellern Lana Cooper und Eric Klotzsch

Lenz ist ein Tagträumer, charmant, phantasievoll und – wie es sich für einen Dreißigjährigen in Berlin gehört – radikal entscheidungsunfähig. Nach einer durchfeierten Nacht wacht Lenz ziemlich derangiert neben Ira auf. Lenz ist verliebt. Ira auch. Es beginnt der Sommer der Liebe: herumalbern durch die Berliner Nacht, Bier am Kanal, Gespräche über Sex und Kindheit. Alles ist wunderschön. Bis Ira diese eine, alles verändernde Frage stellt: „Willst Du eigentlich Kinder?“ Kino-Zeit lobt diese filmische Perle: „Ein solcher Film ist rar im deutschen Kino. Er macht Spaß, ist aber keine Komödie herkömmlicher Natur. Er strotzt vor kuriosen Einfällen, ist aber keine schwere Kost. Und er erzählt seine Liebesgeschichte, so wie sie eben ist – authentisch." Spiegel Online wünscht sich "den Drive von LIEBESFILM im deutschen Kino öfter."


29. Mai: Color Out Of Space (2020) / Live-Filmgespräch Filmgespräch mit dem Regisseur Richard Stanley

Verfilmung der Sci-Fi-Kurzgeschichte „Die Farbe aus dem All“ von H.P. Lovecraft mit Nicolas Cage in Neonfarben! Auf einer abgelegenen Farm in New England wollen Nathan und Theresa Gardner dem Trubel des 21. Jahrhunderts entkommen. Mit dem Umzug und dem Aufbau eines neuen Lebens haben sie bereits alle Hände voll zu tun, doch dann stürzt auch noch ein Meteorit auf ihrem Grundstück ab. Dieser bohrt sich in die Erde und rund um das Gestein nimmt das Leben plötzlich seltsame Farben an. Doch damit nicht genug: Jede Lebensform, die mit dem Meteoriten in Berührung kommt, mutiert… so auch die Familienmitglieder selbst. Für die Gardners beginnt ein Albtraum in schillernden Farben, ein verzweifelter Kampf gegen ein mysteriöses Etwas aus einer anderen Welt und gegen den Wahnsinn, der dadurch verbreitet wird.

Richard Stanley ist ein südafrikanischer Regisseur und Drehbuchautor. 1983 gab Stanley sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm RITES OF PASSAGE. Er führte danach Regie bei Filmen wie M.A.R.K. 13 – HARDWARE (1990) oder DUST DEVIL (1992) und arbeitete unter anderem an mehreren Musikvideos. Auch produzierte er Low-Budget-Kurzfilme wie den Science-Fiction-Film THE SEA OF PERDITION. Andere Kurzfilme waren u. a. BLACK TULIPS und CHILDREN OF THE KINGDOM (99,- Euro Budget), der beim Oldenburg Film Festival gezeigt wurde. 2019 inszenierte er den Horrorfilm COLOR OUT OF SPACE mit Nicolas Cage, Joely Richardson und Tommy Chong. Er war auch am Drehbuch, das auf einer Geschichte von H. P. Lovecraft basiert, beteiligt. Dies ist sein erster inszenierter Spielfilm seit Mitte der 1990er Jahre.


30. Mai: Dusky Paradise (2017) / Live-Filmgespräch mit dem Regisseur Gregory Kirchhoff

Nachdem seine Eltern unerwartet verstorben sind, zieht der Mittzwanziger Jacob (Kes Baxter) in ein ihm fremdes, paradiesisches Land, wo er sein Erbe antreten soll. Fortan lebt er in einem luxuriösen Traumhaus mitsamt Swimmingpool und einer Schildkröte, verbringt seine Tage auf einer Sonnenliege und schert sich nicht mehr um seine Mitmenschen. Das ändert sich erst als er irgendwann seinen hartnäckigen Nachbarn Matteo (Martin Umbach) kennenlernt, der den apathischen und verwirrten jungen Mann aus seiner emotionalen Zurückgezogenheit befreit. Nach und nach lässt sich Jacob von Matteos Lebenslust und fröhlicher Natur anstecken und beginnt schließlich sogar zum ersten Mal in seinem Leben eine Beziehung mit einer Frau, nämlich mit der ebenso abgedrehten wie lebensfrohen Kunststudentin Zoe (Charlotte Krenz)…


01. Juni: Dusky Paradise (2017) / Live-Filmgespräch mit dem Regisseur Alexandre Peralta

Mitten im brasilianischen São Paulo liegt die Ballettschule „Associação Fernanda Bianchini“. Die jungen Frauen und Männer, die hier den klassischen Tanz lernen, sind genauso entschlossen, diszipliniert und voller Hoffnung, wie alle jungen Tänzer. Und sie sind blind. Die weltweit erste und einzige Ballettschule für Blinde baut statt auf Blut, Schweiß und Tränen, auf Berührungen, Gehörsinn und vor allem: Mut. Für Fernanda Bianchinis Tänzer ist die Schule ein sicherer Hafen und die Bühne ein Ort, an dem sie frei und unabhängig sein können. Geyza erblindete mit neun Jahren und ist heute Primaballerina und Ballettlehrerin an Fernandas Schule. Wenn sie tanzt, sieht ihr niemand an, wie unsicher sie sich oft in ihrem Alltag fühlt. Nach ihrem lang ersehnten Hochzeitstag hofft sie, ihr Privatleben mit ihrer Ballettkarriere vereinen zu können. Und die 14-jährige Thalia, die in der Schule oft gemobbt und gemieden wird, ertanzt sich ihre Unabhängigkeit – und hat dabei endlich echte Freunde gefunden...

Alexandre Peralta stammt aus São Paulo, Brasilien, und studierte Film- und Fernsehproduktion an der USC School of Cinematic Arts in Los Angeles. Neben der Regie ist er in vielen weiteren Gewerken tätig, darunter Produktion, Sound und Schnitt. Seinem Langfilmdebüt „Looking at the Stars“ ging eine Kurzfilmvariante voraus, die 2014 mit dem „Best Documentary Award of the HBO/NALIP (Association of Latin Producers)“ ausgezeichnet wurde und 2015 bei den Student Academy Awards den Studenten-Oscar gewann.

Termin(e): 19.05.2020 ab 20:00 Uhr
20.05.2020 ab 20:00 Uhr
22.05.2020 ab 20:00 Uhr
23.05.2020 ab 20:00 Uhr
24.05.2020 ab 20:00 Uhr
25.05.2020 ab 20:00 Uhr
26.05.2020 ab 20:00 Uhr
28.05.2020 ab 20:00 Uhr
29.05.2020 ab 20:00 Uhr
30.05.2020 ab 20:00 Uhr
01.06.2020 ab 20:00 Uhr
Ort

Lodderbast

  • Berliner Allee 56
  • 30175 Hannover

Kostenlos, um Spenden wird gebeten.