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Neuer Anstrich und mehr

"Symphony in Red" wird restauriert

Witterung und andere Umwelteinflüsse haben in den vergangenen Jahren die "Symphony in Red" von John Henry verblassen lassen. Das Kulturbüro der Landeshauptstadt hat nun die Malerfirma Carsten Schleef aus Hannover beauftragt, das Objekt der Skulpturenmeile in Höhe des Königsworther Platzes zu restaurieren.

Drei Männer vor einer Skulptur, im Hintergrund ein Gebäude © LHH

Frithjof Peters, zuständig für Kunst im öffentlichen Raum im Kulturbüro, Robert Simon, Initiator der Skulpturenmeile in Hannover und Carsten Schleef von der Malerfirma Schleef (v.l.)

Zunächst wird das Kunstwerk manuell geschliffen, gereinigt, ausgebessert und für den geplanten Neuanstrich grundiert. Dann erhält das Objekt einen zweimaligen Anstrich im für ihn charakteristischen, hochglänzenden rot. Zum Abschluss der Arbeiten und zum Schutz wird die Skulptur dann noch versiegelt. Die Arbeiten werden sich bis Anfang Juli 2019 hinziehen. Die Kosten betragen rund 14.000 Euro.

Über das Kunstwerk

"Symphony in Red" von John Henry wurde am 31. Mai 2000 (ein Tag vor der Eröffnung der EXPO 2000) eingeweiht und bildet den fulminanten Schlussakkord der von Robert Simon seit 1986 erschaffenen Skulpturenmeile. Das Kunstwerk ist fast 17 Meter hoch, 18 Meter breit und 13,5 Tonnen schwer.

Die Skulptur wurde eigens für den Verkehrsknotenpunkt Königsworther Platz entworfen und von den Neptun Stahlbauwerken in Rostock, einer Tochtergesellschaft der Meyer-Werft in Papenburg, umgesetzt. Dafür wurden viele Kräfte gebündelt: Um die Finanzierung kümmerte sich Reinhard Scheibe, der sich bei der Niedersächsischen Lottostiftung stark gemacht hat. Die Salzgitter AG sponserte den hochwertigen Stahl und auch die Continental AG, Anliegerin am Königsworther Platz, beteiligte sich mit einer höheren Summe. Die statischen Berechnungen füllen 200 Seiten. An den Punkten, an denen das Objekt den Boden berührt, wurden schwere Fundamente versenkt. Erst nach zweijähriger Prüfung wurde der Aufbau des Kunstwerkes genehmigt.

Über den Künstler

John Raymond Henry wurde 1943 in Lexington (Kentucky) geboren. Er studierte an den Universitäten von Kentucky und Chicago und dem Institute of Chicago. Er unterrichtete Bildhauerei an den Universitäten von Iowa, Wisconsin, Chicago und dem Art Institute Chicago. Er war zusammen mit Kenneth Snelson (mit "Avenue K" auch auf der Skulpturenmeile vertreten) Gründungsmitglied der ConStruct, einer künstlereigenen Galerie für großformatige Stahlskulpturen, die Ausstellungen quer durch die USA organisieren. Er erhielt die Ehrendoktorwürde der Uni von Kentucky und die Professur an der Chatanooga State College, Tennessee. Er kuratierte viele Ausstellungen in den USA und Europa. Alleine in den USA stehen über 40 Kunstwerke von ihm in öffentlichen Sammlungen und im öffentlichen Raum.