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Perspektive in der Corona-Pandemie

"Theater für Hannover" initiiert

Die Stadtverwaltung hat das "Theater für Hannover" mitinitiiert, um der durch die Corona-Pandemie arg gebeutelten Theater- und Kleinkunstszene eine Perspektive zu geben. Geplant ist, dass von September bis Dezember mit finanzieller Unterstützung der Stadt das Kulturzentrum Pavillon die Bühne seines großen Saals für Theater- und Kleinkunst-Produktionen öffnen wird. Damit das Projekt kurzfristig starten kann, übernimmt die Stadt die Kosten für die ersten beiden Monate. Damit das Projekt danach weitergehen kann, müssen weitere Förderung oder Drittelmittel akquiriert werden.

Sechs Personen stehen bzw. sitzen auf der Tribüne in einem Saal © @hannover_fotografie (Instagram)

Die Beteiligten am "Theater für Hannover" (hinten v. l.): Matthias Brodowy, Jan-Hendrik Schmitz (Geschäftsführung TAK), DESIMO, Dr. Benedikt Poensgen, Kulturbüroleitung; vorne sitzend: Lara Hamann (Pavillon) und Susanne Müller-Jantsch, Geschäftsführung Pavillon

Der spezialClub von Detlef Simon (Desimo), der Künstler Matthias Brodowy und das Theater am Küchengarten (TAK) bestreiten den Auftakt der "Theater für Hannover"-Saison im September im Pavillon. Weitere freie Aufführungstermine stehen einzelnen Freien Theater zur Verfügung. Die Vergabe der Termine wird vom Pavillon über die E-Mail-Adresse info@pavillon-hannover.de organisiert. "Diese neuartige Kooperation von Kleinkunstbühnen und Freien Theater in Hannover zusammen mit dem Pavillon verbessert die Vernetzung zwischen den Akteur*innen", sagte Dr. Benedikt Poensgen, Leitung Kulturbüro, bei der Vorstellung am 20. August um 11 Uhr im Pavillon. "Mit diesem Neustart fördert die Kulturstadt Hannover ihre ausgezeichnete und reichhaltige private Kleinkunst- und freie Theaterlandschaft und ermöglicht den NEUSTART eines der wesentlichen Soziokulturellen Veranstaltungszentren in Hannover. Gleichzeitig wird den Kleinkunstveranstalter*innen und einzelnen Freien Theatern mit diesem Pilotprojekt ermöglicht, selbst Gelder zu erwirtschaften, statt geschlossen zu bleiben, und somit einen konstruktiven Weg durch diese Krise zu finden."

Freie Kapazitäten nutzen

Mit dieser Initiative schlägt die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen unterstützt sie die kleinen, privatwirtschaftlich geführten Theater in Hannover, die durch die weiter geltenden Abstandsregeln von einer über Monate währenden Schließung und damit in ihrer Existenz bedroht sind. Zum anderen nutzt die Stadt größere Veranstaltungssäle und Räume, wie den großen Saal im Pavillon, wo unter Wahrung der zurzeit geltenden Abstandsregeln 192 Personen Platz finden können. Unwirtschaftlich für den eigentlichen Betrieb, aber ein atmosphärisch und künstlerisch durchaus attraktiver Ausweichort und alternative Spielstätte. Der Pavillon musste sein für den Herbst geplantes Programm mit ausverkauften Veranstaltungen im großen Saal weitgehend in das Jahr 2021 verlegen. Dadurch wurden Kapazitäten frei, die jetzt durch das "Theater für Hannover" genutzt werden können.

40.000 Euro von der Stadt

Mit der städtischen Anschubfinanzierung von 40.000 Euro ist das "Theater für Hannover" eine win-win-Situation für alle: Der Pavillon bringt seine vorhandene Infrastruktur (Veranstaltungstechnik, Bestuhlung, Tontechnik) in das Projekt ein. Die Veranstalter*innen erhalten die Eintrittseinnahmen, tragen allerdings das wirtschaftliche Risiko der eigenen Veranstaltungen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir nach einem halben Jahr Schließung endlich wieder mit Kulturveranstaltungen loslegen können. Das Publikum wird es genießen, die Künstler*innen auf der großen Bühne zu erleben. Ein großer Dank an die Stadt, deren Förderung das Projekt möglich macht", sagte Susanne Müller-Jantsch, Geschäftsführerin des Pavillon.

Das Programm "Theater für Hannover" im September

Die Programme im Pavillon laufen coronabedingt ohne Pause etwa 70 Minuten. Erworbene Tickets müssen im Vorfeld im Pavillon gegen Platzkarten eingetauscht werden. Die Öffnungszeiten des Pavillons sind zurzeit Montag und Mittwoch von 10 bis 14 Uhr sowie Donnerstag von 14 bis 18 Uhr.


Veranstaltungen aus dem "spezialClub" neu im Pavillon:

 


Veranstaltungen aus dem "spezialClub im Apollo" neu im Pavillon:


Veranstaltungen aus dem "TAK" neu im Pavillon: