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Vielfalt wertschätzen

15 Jahre LGBT-Beauftragte

Die drei städtischen Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt haben am 23. Februar gemeinsam mit Kulturdezernent Harald Härke ihr 15-jähriges Jubiläum gefeiert und ihre neuen Räumlichkeiten eingeweiht.

Zwei Frauen und ein Mann. © LHH

Helga Diers, die Leiterin des Fachbereichs Personal, gratulierte Thomas Adank und Juliane Steeger.

Vielfalt als Stärke und Motto ist Schwerpunkt in der täglichen Arbeit der Landeshauptstadt Hannover. Mit den ersten Ansprechpartnerinnen und -partnern für Lesben und Schwule ist die Stadt 2002 neue Wege gegangen. Gleichzeitig hat sie damit einen der ersten Wünsche aus dem von der Verwaltung im Jahr zuvor initiierten Runden Tisch zur Emanzipation und Akzeptanz von Lesben und Schwulen erfüllt. Ziel war es, die schwul-lesbische Community und Politik zusammenzubringen. Die Beauftragten sollten sowohl die Arbeit der Verwaltung durchleuchten als auch den Kontakt zu externen schwul-lesbischen Gruppen und Initiativen herstellen. Damit war die niedersächsische Landeshauptstadt offiziell eine der ersten Kommunen, die sich der Förderung und Akzeptanz von Lesben und Schwulen mit eigenen Stellen angenommen haben.

Im Auftrag für die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Die erste Amtshandlung des neuen Teams war eine "Ämterbefragung", um herauszufinden, inwieweit schwul-lesbische Interessen innerhalb der Verwaltung berücksichtigt wurden. Zeitgleich wurde für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein schwul- lesbischer Mitarbeiterstammtisch ins Leben gerufen. Mittlerweile gibt es drei Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Regina Kohrt, Juliane Steeger und Thomas Adank sind aktive Mitglieder nicht nur eines deutschlandweiten, sondern eines europäischen Netzwerkes. Ende 2016 sind die Beauftragten für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in ihre neuen Räumlichkeiten in der Brüderstraße 5 gezogen.

Projekte

2004: "Hannover filmt queer" - ein Beitrag zum Leben junger und alter Lesben und Schwuler in Hannover

2005: Veröffentlichung des ersten Wegweisers mit lesbisch-schwulen Anlaufstellen in Hannover und mit einem Stand auf dem "Flammende Herzen Festival"

2006: Gründung der ersten, lesbischen Müttergruppe in Hannover. Theaterprojekt "Justify my love", in dem Jugendliche der Frage nachgegangen sind, wie es ist anders zu lieben.

2009: Ausstellung "Vom anderen Ufer" im Historischen Museum Hannover, die die Geschichte der Lesben und Schwulen in Hannover beleuchtet hat.

2010: Fachtag "Väter werden ist nicht schwer?!- Wege schwuler Familienplanung" - etwas bis dahin einmaliges in Deutschland.

2011: erstes "Respekt-Spiel" gegen Homophobie im Sport

2012: Pilotveranstaltung Fortbildung der Führungskräfte innerhalb der Verwaltung, die bis heute zweimal im Jahr durchgeführt wird.

2013: Ausstellung "Verqueere Welten" - Lebenssituation von queeren Jugendlichen.

2014: Fachtag "Intersexualität"

2015: Umbenennung - aus Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für Lesben und Schwule werden Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.

2015/2016: Fachtag "Migration und Asyl"; Hannover verfügt bundesweit über die erste kommunale Wohngemeinschaft für schwule Geflüchtete.

2016: Ausstellung "Ach so ist das?!" im Haus der Jugend und Projekt "Gewalt von Frauen an Frauen".