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Bildercollage. © LHH

Die interaktive Ausstellung ist zunächst bis zum 16. November öffentlich zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. 

Jubiläumswoche

40 Jahre Jugendschutz/Straßensozialarbeit

Ausstellung, Party und Vorträge: Mit einer großen Festwoche feiert das städtische Sachgebiet Jugendschutz/Straßensozialarbeit vom 12. bis zum 16. November sein 40-jähriges Bestehen.

Menschen vor einer Bildercollage. © LHH

Wie fing alles an? Bei der Ausstellungseröffnung suchten die geladenen Gäste bekannte Gesichter aus dem Sachgebiet. 

"Seit 1978 arbeiten die Kolleginnen und Kollegen im Sachgebiet Jugendschutz/Straßensozialarbeit fachübergreifend zusammen, sind gut vernetzt in andere Fachstellen und haben dabei stets die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Zielgruppe im Blick. Ich freue mich, dass hier seit 40 Jahren der Schutz der jungen Menschen im Mittelpunkt steht und beglückwünsche alle Beteiligten zum Jubiläum", so Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski.

Ausstellung gibt retrospektive Einblicke in die Arbeit des Sachgebietes 

Die Ausstellung 40 Jahre Jugendschutz/Straßensozialarbeit bietet einen zeitgeschichtlichen Rückblick in die Arbeit dieses Sachgebietes und nimmt mit Blick voraus Zukunftsthemen in den Fokus. Sie wurde zu einem guten Teil unter Mitwirkung von Jugendlichen und Szenegruppen erarbeitet. Die Materialien wie Sitzmöbel, gestaltete Ölfässer und Videoclips werden im Anschluss weiterverwendet. Integriert in die Ausstellung ist ein Kunstprojekt von Schülerinnen und Schülern der Humboldtschule und der Elsa-Brändström-Schule, die sich mit dem Thema "Alkohol in mir" auseinandergesetzt haben. Zur Ausstellungseröffnung am 12. November um 17 Uhr, Herrenstraße 11, begrüßte Marcus Belitz, stellvertretender Leiter des Fachbereiches Jugend und Familie, die geladenen Gäste. Im Anschluss waren junge Poetry Slam-Künstlerinnen und -künstler zum Thema Jugend zu hören. Die interaktive Ausstellung ist sowohl für die Fachöffentlichkeit wie interessierte Besucherinnen und Besucher zunächst bis zum 16. November öffentlich zugänglich. Die Öffnungszeiten sind von Dienstag bis Freitag in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. Während der Ausstellungszeiten stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen inhaltlichen Austausch vor Ort zur Verfügung.

Rahmenprogramm 

Mittwoch, 14. November 2018, 12 bis 14:30 Uhr, Haus der Jugend, Maschstraße 22-24
"Entwicklungsphasen und Perspektiven der Straßensozialarbeit"
Vortrag von Prof. Dr. Franz-Josef Krafeld mit anschließender Diskussion

Donnerstag, 15. November 2018, 11 bis 13.30 Uhr, Haus der Jugend, Maschstraße 22-24
"Zukunftsperspektiven der offenen Kinder- und Jugendarbeit"
Vortrag von Dr. Christoph Honisch mit anschließender Diskussion

Freitag, 16. November 2018, ab 16 Uhr, Herrenstraße 11
Party mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus der Arbeit des Jugendschutzes. Ein Teil der Herrenstraße ist an diesem Nachmittag für einen Soccercourt gesperrt. Auch die Funsportszene wird die Herrenstraße für ihre Aktivitäten nutzen.

Aufgaben des Sachgebiets Jugenschutz/Straßensozialarbeit

Das Sachgebiet Jugendschutz basiert auf drei Säulen: dem gesetzlichen Jugendschutz, der Straßensozialarbeit und der Alkoholprävention.

Jugendschutz

Gesetzlicher Jugendschutz hat die Aufgabe, die Einhaltung der Gesetze zum Schutz von Jugendlichen zu kontrollieren und - daneben gleichberechtigt - den Auftrag, präventive Angebote für junge Menschen und Erziehungsberechtigte vorzuhalten. Kontrollierender Jugendschutz umfasst zum Beispiel Discos (Einlass- und Alkoholkontrollen), Spielhallen, Wettbüros, Shisha-Clubs, Lasertaghallen, Kampfsportveranstaltungen, Großveranstaltungen (Konzerte, Maschseefest, Schützenfest) und die Überwachung von Indizierungsverfahren jeglicher Medien (Altersklassifizierung). Präventive Ansätze sind zum Beispiel Medienschulungen mit und für Jugendliche und Eltern, Jugendarbeitsschutz (Schulung von Gewerbetreibenden), didaktische Einheiten an Schulen zu Gewalt, Mobbing, Mediennutzung sowie Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen rund um das Jugendschutzgesetz.

Straßensozialarbeit

Straßensozialarbeit (Streetwork) heißt, an jugendspezifischen Treffpunkten, auf Straßen und Plätzen in der Innenstadt, den Stadtteilen, in Diskotheken oder bei Großveranstaltungen präsent zu sein. Die Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Jugendszenen basiert auf Freiwilligkeit. Angeboten werden Gespräche und Beratung zu den Themen Beziehungen Freunde, Eltern, Gesundheit, Safer-Use/Safer-Sex, Drogenerfahrung, Entgiftung, Therapie, Gewalterfahrung, Bußgelder, Schulden, Rechtsfragen, Ausbildung, Wohnen und Krisenintervention. Außerdem Begleitung zu Ämtern (Sozialamt, Jugendamt, Wohnungsamt), Polizei, Anwälten, Schul- und Elterngesprächen, Ärzten und Krankenhäusern. Dazu kommen Anfragen und Planungen wie Stadtteilanfragen/Beschwerden zu Jugendlichen im Stadtteil, Unterstützung bei selbstgeplanten Veranstaltungen von Jugendszenen, zu Wohnprojekten der Punkerinnen und Punker in der Stadt und zum Zusammenleben der Kulturen.

Alkoholprävention

Den Projekten der Alkoholprävention liegt die Aufklärung und die Förderung eines eigenverantwortlichen, alkoholkritischen und situationsangemessenen Verhaltens Jugendlicher zu Grunde. Alles unter dem Motto "Mehr Fun weniger Alkohol". Alkoholpräventionsprojekte finden mit Jugendlichen an Schulen, in sozialen Einrichtungen, Sportvereinen, Migrationsorganisationen etc. statt. Alljährlich erreicht dieses Projekt mehrere tausend junge Menschen. Partner für das Präventionsprojekt mit den Sportvereinen ist die Handballbundesligamannschaft "die Recken". In diesem Jahr ist auch die deutsche reiterliche Vereinigung auf das Alkoholpräventionsprojekt aufmerksam geworden. Mit dem Jugendnationalkader hat in den Räumen des Jugendschutzes eine Fortbildung stattgefunden. Auch das in der Ausstellung zu sehende Kunstprojekt mit Schülerinnen Schülern der Humboldtschule und der Elsa-Brändström-Schule zum Thema "Alkohol in mir" gehört zu diesem Themenfeld.