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Kompetenznachweis Kultur

60 Jugendliche aus städtischen Kulturprojekten geehrt

Kulturdezernent Harald Härke hat am Dienstag, den 13. März, 60 Jugendlichen des städtischen Projektes Lesementoring sowie den Projekten "SchülerInnen schulen SeniorInnen" und "Cooltour" den "Kompetenznachweis Kultur" der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung e.V. überreicht.

Eine Gruppe Menschen. © LHH

Kulturdezernent Harald Härke, Marie Goldberg, Timon Stache und Mary Bastam Badres vom Team "Cooltour" mit ihrer Projektleiterin (v.l.).

Kompetenznachweis Kultur

Das Besondere am „Kompetenznachweis Kultur“ ist, dass für jeden Jugendlichen individuell seine Fähigkeiten und Stärken dokumentiert werden.

Der "Kompetenznachweis Kultur" ist ein bundesweit anerkanntes Instrument in der kulturellen Bildung. Er wird von speziell geschulten Fachkräften an Jugendliche vergeben, die freiwillig und ehrenamtlich in längerfristigen kulturellen Projekten mitarbeiten. Bundesweit ist Hannover an der Spitze der ausgestellten Kompetenznachweise.

Die ausgezeichneten Projekte:

"Team Cooltour":

In den Monaten Februar bis September 2017 fand das Projekt „Team Cooltour“ des Kulturbüros Misburg – Anderten in Kooperation mit dem Kurt-Schwitters-Gymnasium statt. Das Projekt war konzipiert für Jugendliche ab Klasse 9, die etwas im Bereich Eventmanagement, Veranstaltungen, Projektmanagement lernen und sich ausprobieren wollten. Nach einem theoretischen Input ging es um die Planung eines bestimmten Events. Es wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, Kalkulationen, Finanzierungen und Checklisten erstellt, Meilensteine und Organisatorisches festgelegt. Das „Team Cooltour“ traf sich einmal die Woche für eineinhalb Stunden im Bürgerhaus Misburg, um gemeinsam die Fortschritte der einzelnen Teams zu besprechen und neue Aufgaben zu delegieren. Nach der Planung stand die Organisation und Durchführung des Events „Bürgerhaus-Party“ auf dem Programm, die im Juni 2017 erfolgreich mit großer Beteiligung stattfand. Das Projekt wurde anschließend im Team gründlich reflektiert.

Den Jugendlichen konnten im Kompetenznachweis Kultur Kompetenzen wie Planungs- und Organisationsfähigkeiten, Teamgeist, Empathie und Reflexionsfähigkeit bescheinigt werden.

"Lesementoring":

Im "Lesementoring-Programm", das nun schon seit zwölf Jahren ein fester Bestandteil der kulturellen Bildungsarbeit der Stadt Hannover ist, haben im letzten halben Jahr SchülerInnen aus fünf weiterführenden hannoverschen Schulen (IGS Roderbruch Sek I, Schillerschule, IGS Linden, Kurt-Schwitters-Gymnasium, Lutherschule) Grundschulkinder aus acht verschiedenen Grundschulen(GS Lüneburger Damm, Primarbereich der IGS Roderbruch, Albert-Schweitzer-Schule, Eichendorffschule, Pestalozzi-Schule, GS Kardinal Galen, GS Fuhsestraße, Grundschule Wendlandstraße) betreut und mit ihnen jede Woche 90 Minuten lesen trainiert, ihnen interessante Geschichten nähergebracht, sie zum Lesen motiviert, mit ihnen gespielt und auch digitale Medien zur Motivation und Förderung eingesetzt. Die Jugendlichen bringen in das Projekt viele Kompetenzen ein und gewinnen auch einige dazu: Verantwortungsbewusstsein für die Leitung einer Kindergruppe ist Grundvoraussetzung, Durchhaltevermögen für die Mitarbeit im Projekt über mindestens ein halbes Jahr, Empathie für die Interessen und die Stimmungen der Kinder, Planungs- und Organisationsfähigkeiten für die „Lesementoring-Stunden“ und das Lesefest, Teamgeist in der Zusammenarbeit mit der/dem Co-MentorIn und dem MentorInnenteam, Motivationstalent bei der Leseförderung, Konfliktfähigkeit, Kommunikationstalent und Flexibilität im Umgang mit den Kindern und nicht zuletzt Reflexionsfähigkeit bei den Feedbackgesprächen mit den ProjektdozentInnen. Einige dieser engagierten LesementorInnen haben nicht nur ein halbes Jahr mitgemacht, sondern sogar länger.

"SchülerInnen schulen SeniorInnen"

Das Projekt wird von der Lernoase im Freizeitheim Vahrenwald angeboten. SeniorInnen können mit ihren Fragen rund um die Nutzung digitaler Medien zu bestimmten Terminen ins Freizeitheim kommen und werden dort von den Jugendlichen beraten. Die SchülerInnen erläutern den SeniorInnen den Umgang mit PCs, mobilen Endgeräten, dem Internet und sozialen Kommunikationsnetzwerken. Vom Austausch profitieren beide Seiten. Die SchülerInnen lernen, ihre Kommunikationsfähigkeiten zu erweitern: Sie entwickeln Strategien zur Ermutigung der Lernenden und sprachlich müssen sie stets Brücken bauen: zwischen dem Fachjargon der neuen Medien und der älteren Generation. Diese Aufgabe verlangt von ihnen zusätzlich soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, Verantwortung und Eigeninitiative.

Die Stiftung Sparda-Bank spendiert allen Jugendlichen einen Theatergutschein zum Besuch von zwei Theatervorstellungen. Hannover 96 lädt alle Jugendlichen mit einer Freikarte zu einem Besuch ins Stadion ein.