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Gedenkveranstaltung

72 Jahre nach Hiroshima

72 Jahre sind vergangen, seit die Atombomben die beiden japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki in Schutt und Asche legten. Am 6. August, dem Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hannovers Partnerstadt Hiroshima, hat die Landeshauptstadt der Opfer der Atombombe gedacht und mit dem Anschlagen der Friedensglocke ihr Versprechen erneuert, alles zu tun, damit Hiroshima und Nagasaki nicht wieder geschehen. 

Hiroyo Nakamoto führte die Trauer-Teezeremonie durch © LHH

Hiroyo Nakamoto führte die Trauer-Teezeremonie durch

Schon am Sonnabend (5. August) hatte das Hiroshima Bündnis in den Hiroshima-Gedenkhain auf der Bult eingeladen, um dort über das Thema "Internationale Verhandlungen – Chance für atomare Abrüstung?" zu diskutieren. Im Verlauf des Abends wurden zudem Kerzenlichter aufgestellt, um an die Opfer des Atombombenabwurfs zu erinnern.

Gedenken in der Aegdienkirche

Der Hiroshima-Tag am Sonntag (6. August) begann um 8 Uhr mit dem Anschlagen der Friedensglocke und einer Kranzniederlegung durch Oberbürgermeister Stefan Schostok und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann im Mahnmal Aegidienkirche. In seinem Grußwort sagte Schostok: "Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, dass die von Atomwaffen ausgehende Gefahr heute so groß ist, wie schon seit Jahren nicht mehr." So stehe der Zeiger der "Doomsday Clock", der sogenannten Atomkriegsuhr, auf zweieinhalb Minuten vor 12. "Von 1953 bis 1960 stand der Zeiger auf zwei Minuten vor 12. In diesen Jahren führten die USA und die Sowjetunion vermehrt Tests mit Wasserstoffbomben durch und rüsteten ihre Kernwaffenarsenale auf", so der OB. "Wir in der Stadt Hannover setzen uns darum inständig für eine Zukunft ohne Atomwaffen ein. Aufgrund der engen Verbindungen zu Hiroshima und als Partnerstadt ist dies für uns eine besondere Verpflichtung."

Im Anschluss folgte die Trauer-Teezeremonie mit der Teemeisterin und Kulturbotschafterin Hiroshimas Hiroyo Nakamoto. Bis zum späten Nachmittag diente die Aegidienkriche dann als ein Ort der Stille, des Gebets und der Meditation unter Beteiligung verschiedener Religionen.

Gegen Abend gab es an gleicher Stelle Lyrik und Kurzprosa zu hören, umrahmt und kommentiert mit Musik und Tanz: Mitglieder der Gruppe Poesie präsentierten Auszüge aus ihrer szenischen Lesung aus dem Jahr 2015 "Wenn little boy from himmel fiel". Mit einer multireligiösen Friedensandacht mit Musik endete das Programm in der Aegidienkirche.

Abschluss am Maschteich

Im Gobelinsaal des neuen Rathauses folgten die Vorstellung des Buches "The Boy With The Red Back – Mr. Taniguchi’s Atomic Bomb Story" und die Vorführung des Hiroshima-Films "Gebet einer Mutter". Zum Gedenken an die Atombombenopfer in Hiroshima und Nagasaki wurden zum Abschluss des Tages Papierlaternen auf dem Maschteich ausgesetzt.