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Autor*innenkonferenz

Alexander Rudolfi gewinnt den "Kurt 2019"

Zwölf Literat*innen haben sich Anfang Juni 2019 kopfüber in die "1. Hannoversche Autor*innenkonferenz" und ein intensives Arbeitswochenende gestürzt, am Ende wurde Alexander Rudolfi mit dem "Kurt 2019" und 300 Euro Preisgeld geehrt. 

Ein Mann sitzt in einem Raum © LHH

Der Preisträger des "Kurt 2019", Alexander Rudolfi

An drei Tagen, vom 7. bis zum 9. Juni, haben sie sich kennengelernt, ausgetauscht, gegenseitig Schreibstile und -weisen diskutiert, an noch unveröffentlichten Texten gearbeitet und sind von kompetentester Seite beraten worden: von Prof. Dr. Gabriela Jaskulla, Schriftstellerin, Professorin für Kulturjournalismus und Wissenschaftliche Leiterin der Fachhochschule des Mittelstands (FHM), sowie vom Fernseh- und Radiojournalisten Martin Reckweg, NDR Niedersachsen.

Am Ende der Konferenz, die vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftsteller – VS Niedersachsen/Bremen organisiert wurde, haben alle Konferenzteilnehmer*innen die*den vielversprechendste*n Literatin*en gewählt und mit dem "Kurt 2019" geehrt: Alexander Rudolfi hat die Auszeichnung und damit 300 Euro erhalten. Namensgeber für "Kurt" ist Kurt Schwitters, Autor des berühmten "Anna Blume"-Gedichts, das in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Über die "1. Hannoversche Autor*innenkonferenz"

Zahlreiche hannoversche Autor*innen hatten sich für die Premiere der Schreibwerkstatt mit ihren unveröffentlichten Texten beworben. Eine Fachjury, bestehend aus Annette Hagemann (Kulturbüro Hannover, Literaturförderung), Achim Engstler (Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Niedersachsen/Bremen) und Marco Sagurna (freier Autor und Herausgeber, für das Autor*innennetzwerk Hannover), hat zwölf Teilnehmer*innen für die Konferenz ausgewählt: Nicole Balschun, Naby Benjamin Berdjas, Gyde Callesen, Bodo Dringenberg, Eva Horter, Leander Fischer, Nima Moraghebi, Tobias Premper, Alexander Rudolfi, Barbara Schlüter, Axel Schnell und Tarja Sohmer.

Literatur in Hannover bekommt neuen Schwung

Kaum ist die eine Veranstaltung zu Ende plant das Kulturbüro schon die nächsten neuen Literaturveranstaltungen. Mit neuen Formaten setzt das Kulturbüro in Hannovers Literaturszene neue Impulse. Seit April gibt es eine laufende "Junge Schreibwerkstatt" für Schreibinteressierte von 16 bis 30 Jahren. Jetzt hat das Kulturbüro die "1. Hannoversche Autor*innenkonferenz" mit der "Kurt"-Preisverleihung organisiert und im Juli startet die neue Lesereihe "Literarisches Speeddating: Hannovers Autor*innen stellen sich vor". In dem neuen Lesungsformat kann das hannoversche Publikum "seine" Autor*innen näher kennenlernen: Die Besucher*innen wandern von Autor*in zu Autor*in; bei Kurzlesungen im kleinen Kreis und bei Gesprächen auf Augenhöhe können sie von den hannoverschen Schriftsteller*innen dabei auch erfahren, wie sie auf ihre Ideen kommen und wie so ein Schreiballtag aussieht. Karten für neun Euro (ermäßigt: fünf Euro) gibt es an der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus unter der Rufnummer Tel. 168-41222. Achtung: Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt.

Zum Auftakt der Reihe am Mittwoch (3. Juli) von 19:30 bis 21:15 Uhr in der Heldraumstation (Gerberstr. 3A, Hinterhaus) stellen sich an fünf Lesestationen insgesamt sieben Autor*innen mit einem breiten literarischen Spektrum vor: Ulrike Gerold und Wolfram Hänel kennen das Geheimnis, wie man mehr als 120 in 30 Sprachen übersetzte Bücher veröffentlicht und wie das ist, zwischen mehreren Pseudonymen und auch zwischen Romanfiguren wie dem Serienmörder Haarmann, dem Collie "Dusty" oder der jungen Nachkriegs-Architektin Ilse zu wechseln. Drehbuchautor Christoph Honegger kann darüber Auskunft geben, wie visuelles Erzählen geht – und was eigentlich "Bügelfernsehen" ist. Romanautorin Lisa Kreißler versteht es, der Gegenwart ein mythisches Gesicht zu geben und beantwortet vielleicht auch Fragen zum "skandinavisch-magischen Realismus" ihrer Bücher. Krimikönigin und Bestsellerautorin Susanne Mischke weiß, wie man die bösen Buben erst erfindet und dann via Kommissar mit Charakterkopf wieder einfängt. Und die preisgekrönte Journalistin Gabi Stief und der langjährige HAZ-Gerichtsreporter und Kolumnist Hans-Peter Wiechers berichten, wie man aus Details des hannoverschen Alltags bis hin zu brisanten lokalen Gerichtsfällen lesenswerte und perspektivverändernde Geschichten macht.