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Holocaust-Überlebende

Anita Lasker-Wallfisch zu Gast in Hannover

"Man hofft, solange man atmet" hieß die Veranstaltung, bei der die Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch am 15. Oktober im Neuen Rathaus zu Gast war.

Anita Lasker-Wallfisch trägt sich ins Goldene Buch der Stadt ein © LHH

Anita Lasker-Wallfisch

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Stefan Schostok trug sich Lasker-Wallfisch in das Goldene Buch der Stadt ein. Neben ihrem Namen notierte sie die Häftlingsnummer 69388, die ihr im KZ Auschwitz-Birkenau auf den Arm tätowiert worden war.

Im Anschluss daran berichteten sie und ihre Tochter Maya Jacobs-Wallfisch von ihren Erfahrungen – der direkten Verfolgung und der Weiterwirkung in die nächste Generation – in einem moderierten Gespräch. Musikalisch wurde der Abend von Stanislas Kim begleitet.

Anita Lasker-Wallfisch kam 1925 als Tochter eines Anwalts und einer Musikerin in Breslau zur Welt. Während die Eltern deportiert und ermordet wurden, überlebte sie als Mitglied des "Lagerorchesters" zusammen mit ihrer Schwester die Haft in Auschwitz. Nach der Befreiung wirkte sie als Cellistin im English Chamber Orchestra. Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus hielt sie am 31. Januar 2018 im Bundestag eine beeindruckende Rede.