Stadtteil Vahrenwald

Arbeiten für Kleingartenpark „Im Othfelde“ gehen mit Bodensanierungen weiter

Die Arbeiten für den Kleingartenpark „Im Othfelde“ nehmen nach einer Winterpause wieder Fahrt auf.

Seit der 19. Kalenderwoche (ab 9. Mai) werden Altlasten im Erdreich, die im vergangenen Jahr entdeckt wurden, entfernt. Insgesamt tauscht der Ausbildungsbetrieb „Garten- und Landschaftsbau“ im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün bis Mitte Juni etwa 1.000 Tonnen Boden aus. Der durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Blei und Asbestfaserzementplatten belastete Untergrund wird durch unbelastete Erde und Kompost von den städtischen Friedhöfen ersetzt.

Um eine unbedenkliche Nutzung der Parzellen zu gewährleisten, mussten auch drei Obstbäume weichen. Die alten Stämme und Stubben der Obstbäume werden für Totholz besiedelnde Käfer und Insekten als Habitat auf den Gemeinschaftsflächen des Kleingartenparks erhalten bleiben. Nächster Schritt nach der Sanierung ist das Anlegen des künftigen Parkplatzes. Diese Arbeiten übernimmt ebenfalls der Ausbildungsbetrieb der Stadt. Bis zum Herbst sollen die Parzellen fertig vorbereitet, eingefriedet und mit Heckenpflanzen versehen werden, sodass noch in diesem Jahr die neuen Kleingärtner*innen den ersten Spatenstich in ihren neuen Gärten machen können.

Hintergrund: Modellprojekt „Im Othfelde“

Ein Teil der Kleingartenanlage „Im Othfelde“ wird zu einem ökologischen Kleingartenpark umgestaltet. Auf einer Fläche von circa 11.000 Quadratmetern entsteht im Rahmen eines Modellprojekts in zwei Bauabschnitten ein Verbund kleinerer Pachtgrundstücke mit bis zu 37 Kleingarten-Parzellen, der von großzügigen Frei- und Gemeinschaftsflächen umgeben sein wird. Neben dem ökologischen Gärtnern und sozialen Miteinander stehen dabei Maßnahmen zur Erhöhung der Artenvielfalt im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden neue verbindende Grün- und Wegestrukturen angelegt, die sich perspektivisch in eine Grünverbindung vom Mittellandkanal zum Schulbiologischen Zentrum einfügen werden. Das Vorhaben ist ein Projekt des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Bezirksverband Hannover der Kleingärtner e.V. und dem Verbundprojekt „Städte wagen Wildnis“.